• 16. März 2019 · 05:02 Uhr

Formel-1-Training Australien: Hamilton holt Bestzeit vor Vettel

Es läuft auf ein Pole-Duell zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel hinaus: Im Abschlusstraining am Samstag in Melbourne liegen drei Zehntel zwischen den beiden

(Motorsport-Total.com) - Nicht Ferrari, sondern Mercedes startet als Pole-Favorit ins erste Qualifying der Formel-1-Saison 2019. Das ist die Erkenntnis nach dem dritten Freien Training zum Grand Prix von Australien in Melbourne. Denn die Bestzeit (1:22.292 Minuten) sicherte sich erneut Lewis Hamilton, und zwar mit drei Zehntelsekunden Vorsprung.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton sicherte sich die Bestzeit im dritten Freien Training in Melbourne Zoom Download

Ferrari zeigte sich allerdings im Vergleich zum Freitag stark verbessert. Als es gegen Ende der Session zum ersten Mal an diesem Wochenende richtig ernst wurde, legte Sebastian Vettel zunächst eine beeindruckende Bestzeit von 1:22.556 Minuten vor. Doch Hamilton war damit nicht geschlagen, sondern unterbot die Vettel-Zeit erneut um 0,264 Sekunden.

"Gestern war richtig gut, da waren wir sehr glücklich. Heute waren wir gut", sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff. "Aber es hat noch keiner seine Hosen runtergelassen und gezeigt, was wirklich in den Autos steckt. Ich glaube nicht, dass das schon das Ende der Story ist. Auch wenn ich mir natürlich wünsche, dass wir den Vorsprung ins Qualifying mitnehmen können."

Für das Qualifying (Formel 1 2019 ab 6:55 Uhr live im Ticker) spitzt sich nun alles auf ein Duell zwischen Hamilton und Vettel zu. Denn ihre Teamkollegen hatten die beiden im Griff. Der hoch eingeschätzte Newcomer Charles Leclerc wurde Dritter, hatte aber zwei Zehntelsekunden Rückstand auf Vettel. Und Valtteri Bottas (7./+1,130) brachte keine auf frischen Reifen fehlerfreie Runde zustande.

Red Bull spielte im Kampf um die FT3-Bestzeit keine Rolle. Pierre Gasly (+1,075) wurde Sechster, Max Verstappen (+1,189) Neunter. Letzterer hätte wahrscheinlich schneller fahren können. Aber als er auf frischen Reifen auf Zeitenjagd ging, fuhr er eine seiner schlechteren Runden der Session. Das Team scheint trotzdem dritte Kraft zu sein.

Auch wenn von hinten Konkurrenz droht. Denn das nach dem Barcelona-Test als Geheimfavorit gehandelte Haas-Team ließ im dritten Freien Training erstmals die Hosen runter und sicherte sich die Positionen vier (Romain Grosjean) und fünf (Kevin Magnussen). Das Haas-Duo darf sich für den Samstag allerbeste Q3-Chancen ausrechnen.

Daniil Kwjat (8.) landete ebenfalls in den Top 10, genau wie Lokalmatador Daniel Ricciardo (10.). Toro Rosso und Renault gehören wohl zum vorderen Mittelfeld. Alfa Romeo, auch eines der stärkeren Teams bei den Wintertests, sicherte sich nur P12 (Antonio Giovinazzi) und P17 (Kimi Räikkönen). Räikkönen hat aber sicher noch Luft nach oben.

Eine Konstante 2019 ist übrigens schon am Melbourne-Wochenende sehr ausgeprägt: Williams ist das neue Minardi der Formel 1. George Russell war im Abschlusstraining um mehr als eine halbe Sekunde schneller als Robert Kubica. Aber auf P18 (Lando Norris im McLaren) fehlten Russell erneut eineinhalb Sekunden.

Als wäre das noch nicht schlimm genug, sorgte Kubica auch noch für den bisher peinlichsten Zwischenfall des Rennwochenendes, als er beim Zurückfahren in die Boxengasse die Kontrolle über den FW42 verlor und gegen die betonierte Boxenmauer krachte. Dabei beschädigte er die linke Seite seines Boliden.

"Es ist nicht der Saisonauftakt, den wir uns gewünscht haben. Aber ehrlich gesagt einer, mit dem wir rechnen mussten", sagt Teamchefin Claire Williams. "Der Rückstand ist sicher größer als gedacht. Aber jetzt geht es darum, hart zu arbeiten und ihn zu verkleinern, um im Saisonverlauf näher ranzukommen."

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