• 29. September 2018 · 18:08 Uhr

Neuer Unterboden: Renault trotz letztem großen Update nicht konkurrenzfähig

Renault hadert in Sotschi mit der eigenen Pace und fährt dem Mittelfeld hinterher: Dabei ist eigentlich ein neuer Unterboden im Einsatz, der mehr Abtrieb bringt

(Motorsport-Total.com) - Renault wird in Russland mit einem neuen Unterboden fahren, den man bereits im Freien Training am Freitag ausprobiert hatte - es soll allerdings das letzte große Update der Saison sein. Debütant Artjom Markelow fuhr im ersten Freien Training damit, während Nico Hülkenberg zu Vergleichszwecken die alte Variante am Auto hatte.

Carlos Sainz

Renault ist in Sotschi trotz Update nur bedingt konkurrenzfähig Zoom Download

Weil man mit dem neuen Unterboden die erwarteten Abtriebswerte erreichte, fuhren ab der zweiten Sessions beide Fahrzeuge mit dem neuen Unterboden. "Wir werden es für Samstag an beiden Fahrzeugen lassen", bestätigte Technikchef Nick Chester. Der neue Unterboden besitzt unter anderem eine neue Vorderkante und neue Luftschlitze an den Seiten.

Laut Chester sei der Unterboden das letzte große Upgrade der Saison - "abgesehen von den üblichen Luftleitblechen oder so." Denn mittlerweile wird es zu spät, die im Windkanal gefundenen Verbesserungen noch an das Auto zu bringen.

Derweil hat man sich dazu entschieden, weiterhin auf die B-Spec des Motors zu setzen und nicht die neueste Ausbaustufe einzubauen. Schon Red Bull hatte für dieses Rennen zurückgerüstet, weil die C-Spec für die Höhen in Mexiko und Brasilien nicht geeignet sein soll.

Doch auch der neue Unterboden konnte Renault nicht davor schützen, in Sotschi nicht bei der Musik zu sein. Zwar fuhr man in Q2 aus taktischen Gründen keine Zeit, doch schon zuvor hatte sich angedeutet, dass die Konkurrenz stärker ist. "Wir wussten, dass es hier schwierig werden würde", sagt Carlos Sainz und sieht die Konkurrenten Force India, Haas und Sauber mit "den besten Motoren im Grid" ausgestattet. "Wir rüsten uns dafür und planen ein anderes Wochenende für uns ein, indem wir versuchen, bei der Strategie etwas anderes als sie zu machen."

"Es ist etwas enttäuschend, dass wir so weit hinter den anderen Mittelfeld-Teams liegen", ergänzt Nico Hülkenberg, auch wenn er bereits erwartet hatte, dass Renault in Sotschi im Nachteil sein könnte. "Im Gegensatz zu Singapur ist Sotschi eine Powerstrecke, und wir wissen, dass wir da ein Defizit haben", so der Deutsche. Das sei allerdings nicht der einzige Grund: "Wir hatten heute im Gegensatz zu Force India und Haas nicht die Pace. Das liegt jedoch nicht nur am Leistungsdefizit, sondern auch am Auto und der Balance."

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