• 12. Juni 2018 · 10:54 Uhr

Whiting erklärt: Darum fing man das Murmeltier nicht ein

Renndirektor Charlie Whiting erläutert, wieso man das Murmeltier, das später von Romain Grosjean getroffen wurde, nicht vorher einfangen wollte

(Motorsport-Total.com) - Romain Grosjean war nach seinem Unfall mit einem Murmeltier am Freitag ziemlich aufgebracht: "Sie wussten, dass es da war, aber trotzdem haben sie es nicht entfernt", lautet sein Vorwurf in Richtung Rennleitung. TV-Kameras hatten das Tier schon weit vor dem Unfall vor Kurve 13 gefilmt - genau dort, wo es wenig später genau vor Grosjeans Auto lief. Renndirektor Charlie Whiting erklärt nun, wieso man trotzdem nichts unternommen hatte.

Murmeltier

Die Murmeltiere auf der Ile Notre-Dame leben einmal im Jahr gefährlich Zoom Download

"Natürlich haben wir das Murmeltier gesehen, und ich habe gefragt, ob es machbar sei, es zu fangen. Von jemandem, der viel mehr über Murmeltiere weiß als ich, wurde mir gesagt, dass das sehr unklug sei", verteidigt sich Whiting. Daher blieb der Rennleitung nichts anderes übrig, als das Murmeltier in Ruhe zu lassen und darauf zu hoffen, dass es nicht plötzlich über die Straße rennt. "Leider hat es das trotzdem getan", so der FIA-Mann.

Grosjean traf das Murmeltier mit voller Wucht und ruinierte sich dabei seinen neuen Frontflügel und Teile des Unterbodens - eine Hiobsbotschaft für Haas, die an diesem Wochenende ohnehin knapp an Ersatzteilen waren.

Doch das Murmeltierproblem besteht auf der Ile Notre-Dame schon seit vielen Jahren. 2007 erwischte Anthony Davidson (Super Aguri) kurz vor Rennende ein solches und musste zum Reparaturstopp an die Box fahren. Dadurch verpasste der Brite sogar seine einzigen Formel-1-Punkte.

"Sie sind auf dieser Insel heimisch, sie sind geschützt, und sie geben ihr Bestes, um an Orte zu gelangen, wo sie nicht hin sollen", so Whiting. Vor dem Event nimmt man sich des Problems bestmöglich an und versucht etwa, alle Baulöcher zuzuschütten. "Aber sie graben einfach neue, und häufig gehen sie einfach auf die Strecke. Das ist nicht schön, aber wir können wenig tun, um das zu verhindern."

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