• 11. Juni 2018 · 06:14 Uhr

Ocon sauer auf Sainz: "Hat in der letzten Runde abgekürzt"

Force-India-Pilot Esteban Ocon ist mit Platz neun unzufrieden: Schuld ist seiner Meinung nach nicht nur der verpatzte Stopp, sondern auch Renault-Rivale Sainz

(Motorsport-Total.com) - Ärger bei Esteban Ocon nach seinem neunten Platz in Montreal. Schuld ist ausgerechnet Renault-Pilot Carlos Sainz, der nach der Safety-Car-Phase bereits mit seinem Teamkollegen Sergio Perez zusammengekracht war. "Ich hätte ihn in den Schlussrunden fast gepackt, aber ich konnte nicht überholen, vor allem, nachdem er die Strecke abgekürzt hatte und so in der letzten Runde Zeit gewann. Ich war dabei, ihn zu überholen", beschwert sich der Franzose über seinen Rivalen.

Esteban Ocon, Nico Hülkenberg, Carlos Sainz

Nur in der Anfangsphase hielt sich Ocon vor dem Renault-Duo Zoom Download

Und auch Betriebsleiter Otmar Szafnauer trauert dem verlorenen Platz sieben nach, denn Ocon lag in der Anfangsphase vor beiden Renault-Piloten und war damit Anführer des Mittelfelds: "Es ist in Anbetracht unseres Tempos ein bisschen enttäuschend, nur mit zwei Punkten abzureisen."

Schuld daran ist aber nicht der tapfere Ocon, der schon im Qualifying klar schneller war als sein Teamkollege Sergio Perez, sondern ein verpatzter Boxenstopp, der ihn die Renault-Piloten Nico Hülkenberg und Sainz zurückwarf und so Platz sieben kostete. "Ich bin beim Start an Hülkenberg vorbeigekommen, aber dann hatten wir ein kleines Problem beim Boxenstopp, das uns ein paar Sekunden gekostet hat."

Dem Mechaniker am Wagenheber gelang es zunächst nicht richtig, den Boliden anzuheben, wodurch der Franzose rund zwei Sekunden einbüßte. Das gab den Ausschlag, warum Ocon hinter das Renault-Duo zurückfiel. "Da gab es eine Verzögerung, und das hat uns die Chance genommen, die Renaults zu besiegen", trauert Szafnauer Platz sieben nach. Es war nicht der erste Boxenstopp-Fehler bei Force India in dieser Saison.

Esteban Ocon

Force-India-Schwachstelle: Der verpatzte Stopp brachte Ocon um Platz sieben Zoom Download

Auch Ocon weiß: "Wir hatten das Potenzial, mehr Punkte zu holen. Die Strategie hätte eigentlich gut gepasst." Der Force-India-Pilot wechselte wie die meisten Piloten beim einzigen Stopp in Runde elf von Hypersoft auf Supersoft. Die Renault-Piloten kamen erst nach ihm herein.

Zumindest das gute Tempo des indischen Rennstalls mit Sitz in Silverstone, der in Montreal auch im Vorjahr schnell war, gibt Ocon Hoffnung: "Das Team hat dieses Wochenende eine starke Leistung gezeigt, und damit können wir zufrieden sein. Das Tempo war gut, aber wir müssen weiter pushen."

In der Konstrukteurs-WM hat man immerhin kaum Boden verloren, da die direkten Konkurrenten McLaren, Toro Rosso und Haas in Kanada gar nicht punkteten. Nur das gute Renault-Ergebnis schmerzt etwas. Force India liegt weiterhin auf Platz sieben - auf McLaren fehlen zwölf Punkte, während Toro Rosso neun Zähler zurückliegt. Für das kommende Rennen in Le Castellet rechnet man mit einem umfangreichen Update-Paket.

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