• 08. Oktober 2017 · 11:36 Uhr

"Bereue nichts": Fahrfehler beendet Sainz' Toro-Rosso-Karriere

Mit einem frühen Unfall wird die Toro-Rosso-Zeit von Carlos Sainz in Suzuka beendet: Der Spanier gibt einen Fahrfehler zu, bereut sein Vorgehen dabei aber nicht

(Motorsport-Total.com) - So hatte sich Carlos Sainz den Abschied von Toro Rosso nicht vorgestellt. In seinem letzten Rennen für den italienischen Rennstall drehte sich der Spanier bereits in der ersten Runde ins Aus, weil er die Gripverhältnisse auf der Strecke unterschätzt hatte. Verschwörungstheoretiker könnten ihm nun Absicht unterstellen, weil er ab sofort für die direkte Konkurrenz fährt, doch davon möchte der Spanier nichts wissen.

Carlos Sainz

Für Carlos Sainz war das Rennen in Suzuka früh gelaufen Zoom Download

"Ich musste am Start etwas riskieren, und es hat nicht funktioniert", gibt er zu Protokoll. Nach einer Strafversetzung musste Sainz von ganz hinten losfahren und musste auf den Softreifen Positionen gutmachen, um bei dem Ein-Stopp-Rennen überhaupt etwas ausrichten zu können. "Normalerweise funktioniert das, heute hat es das aber nicht getan", so der Red-Bull-Junior. "Ich bin in Kurve 6 außen gefahren, doch da war viel mehr Staub und Schmutz, als ich erwartet hatte. Ich habe das Auto einfach verloren."

Und obwohl seine Abschiedsvorstellung damit schnell beendet war, bereut Sainz sein Vorgehen nicht. "Ich habe in diesem letzten Rennen hart für das Team gepusht", betont der Spanier, der von einem "traurigen Ende" spricht und sich bei allen im Team entschuldigen möchte. "Das ist nicht die ideale Art, um eine sehr schöne Geschichte zu beenden, aber ich werde nicht wegen dem letzten Rennen traurig sein."

Verbremser bringt Gasly um ersten Punkt

Auch Teamchef Franz Tost spricht von einem "sehr frustrierenden und schwierigen Wochenende". Toro Rosso blieb zum zweiten Mal in Folge ohne Punkte und spürt nun auch den Atem des Haas-Teams wieder, die sechs Punkte gutmachen und Sainz' neues Team Renault überholen konnten, die - glücklicherweise für Toro Rosso - heute ebenfalls ohne Punkte blieben.

Pierre Gasly schnupperte heute zumindest an seinem ersten Formel-1-Zähler, doch weil der Franzose einen Fahrerfehler machte und sich einen Bremsplatten einfing, musste er noch einmal an die Box fahren, was ihn schließlich auf Rang 13 zurückspulte. Bis dahin lag er genau hinter dem Haas-Duo, das am Ende die Plätze acht und neun belegte. "Er war nah an einem Punkt dran", sagt auch Teamchef Tost.

"Ich bin ein bisschen enttäuscht", muss Gasly nach dem Rennen zugeben. "Das ganze Wochenende über hatten wir Probleme und es war nicht einfach für uns. Das müssen wir analysieren." Doch er wusste bereits von den Aussagen seines Teamkollegen, dass Suzuka für Toro Rosso schwierig werden würde. Und weil er auf Rang 14 starten musste und Überholen schwierig ist, war es für Gasly ein harter Nachmittag.

Sainz: Stolz auf drei gemeinsame Jahre

"Ich habe die Pace hinter den Haas gehalten, doch sobald ich die Lücke geschlossen hatte, war es ziemlich schwierig, Romain (Grosjean; Anm. d. Red.) zu folgen", so der Franzose. Erst als Felipe Massa vor den beiden Haas Probleme bekam und alle aufhielt, kam Gasly heran - doch da alle DRS hatten, war an eine Attacke nicht zu denken. Stattdessen musste er sogar Nico Hülkenberg in der Haarnadelkurve durchlassen, weil er sich verbremste.


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"Ich hatte Probleme beim Bremsen und musste pushen, um im DRS-Fenster von Romain zu bleiben", schildert der Youngster. Deswegen passierte der Fehler, der einen zusätzlichen Reifenwechsel notwendig machte. Zumindest habe er viel über das Auto lernen können und sich im Auto deutlich wohler gefühlt - auch weil Sitz und Trinkflasche im Gegensatz zu Malaysia kein Problem waren. "Das hat das Rennen einfacher gemacht."

Ansonsten gab es für die Jungbullen in Suzuka nicht viel Positives mitzunehmen. Die Pace war nicht auf dem erwarteten Level und mit Sainz hat man seinen Toppiloten an die direkte Konkurrenz verloren. Der ist nach seinem letzten Rennen emotional: "Es ist sehr wichtig, extrem stolz auf die drei gemeinsamen Jahre zu sein", sagt er. "Ich lasse nun großartige Leute, Profis und Freunde zurück."

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