• 19. März 2016 · 14:02 Uhr

Ferrari nach Quali-Untergang: Am meisten Mut macht Mercedes

Im Rennen will Sebastian Vettel zurückschlagen, Mercedes staunt über den eigenen Vorsprung - Ist der W07 ein Wunderauto oder Ferraris Reifenpoker schuld?

(Motorsport-Total.com) - Duell auf Messers Schneide? Großer Zweikampf der Werksteams? Der Showdown des dreimaligen Weltmeisters Hamilton gegen den vierfachen Champion Vettel? Alles Pustekuchen! Das Qualifying im Rahmen des Auftakt-Grand-Prix zur Formel-1-Saison 2016 am Samstag in Melbourne war Mercedes-Alleinunterhaltung, wie sie die Serie seit zwei Jahren nicht mehr anders kennt. Trotzdem: Im Anschluss übten sich die Protagonisten in neuen Spannungsversprechen für das Rennen.

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Sieht die Konkurrenz von Lewis Hamilton noch mehr als das Heck des W07? Zoom Download

Denn im Mercedes-Lager warnt man weiter vor Ferrari: "Wenn man sich ihre Longruns anschaut, darf man sie nicht abschreiben. Abwarten! Ich habe noch das Gefühl, dass sie näher dran sind", erklärt Sportchef Toto Wolff. Auch Sebastian Vettel hat Hoffnung: "Wir glauben, dass wir Mercedes im Rennen unter Druck setzen können. Ich denke, am Sonntag ist es ein Stück besser. Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, auch wenn man ihn vielleicht nicht in der Zeitentabelle sieht."

Die Überlegenheit der Silberpfeile in Australien war aber nicht aufgrund des Vorsprungs erschütternd. Als Hamilton im letzten Abschnitt des Zeittrainings Vettel 0,838 Sekunden Rückstand aufbrummte, schwebte er längst in anderen Sphären. "Es war ein wunderbarer Rhythmus. Ich fühlte mich am Ende der Runde wie James Brown", spielt er auf den Soulmusiker an und schwärmt: "Jede Runde war fantastisch."


Fotos: Großer Preis von Australien


Auch wenn Ferrari als mutmaßlicher Mercedes-Hauptkonkurrent fünf von acht Testbestzeiten in Barcelona gelandet hatte, kam die Eintönigkeit nicht aus heiterem Himmel. "Ich würde nicht sagen, dass ich überrascht wäre", sagt Hamilton, wundert sich aber über den Vorsprung auf Ferrari. "Ich hätte nach den Eindrücken von Freitag erwartet, dass sie näher dran wären." Die Scuderia offenbar nicht. Vettel scheint das Qualifying abgeschrieben zu haben, ehe die Ampel auf Grün sprang.

Er räumt ein: "Wir wissen, dass Mercedes im Qualifying den Bock aufdrehen kann - mehr als alle anderen. Wir haben damit gerechnet, dass sie stärker sind." Dennoch fügt Vettel an, dass fast eine Sekunde Rückstand auf einer eher Ferrari-freundlichen Strecke wie Melbourne ein Schlag in das Kontor der Roten wäre: "Weiter als wir uns das gewünscht hätten", seufzt der Heppenheimer. Mut macht Vettel weniger der Blick auf die Daten als Mercedes selbst. Silber redet Ferrari weiter stark.

Pirelli-Reifen als Grund für Wunderrunden?

Rosberg ist überzeugt, dass Ferrari am Samstag unter Wert geschlagen wurde und erinnert daran, dass Vettel gemäß der Ferrari-Strategie in Q3 nur einen frischen Reifensatz verbrauchen durfte. Wären sonst mehr Risiko bei seinem gezeiteten Umlauf erlaubt und damit eine bessere Zeit möglich gewesen? "Das war komplett anders als bei uns", so der Vizeweltmeister. "Er musste bei seinem Versuch sofort Kapital schlagen. Wir konnten befreit auftreten und dann mehr Risiko eingehen."

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Sebastian Vettel hofft auf die plötzliche Trendwende im Rennen Zoom Download

Hamilton pflichtet bei und meint über Vettel: "Wenn er nochmal rausgegangen wäre, hätte er sich vielleicht um einige Zehntel verbessert. Es ist knapper als es den Anschein hat." Fakt ist aber, dass Mercedes den W07 gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert hat. Die Pole-Runde 2016 in 1:23.837 Minuten war ein Quantensprung verglichen mit 1:26.327 Minuten im Vorjahr, die auch Hamilton in den Asphalt gebrannt hatte. "Das Auto ist überall besser", unterstreicht er und spricht über die Jagd auf historische Rundenrekorde: "Als ich sah, wie nahe wir dran sind, war ich überrascht."

Die Rede ist von 1:23.529 Minuten, datierend aus dem Jahr 2011 und erzielt von Vettel in Diensten Red Bulls, die als absoluter Rundenrekord für den Albert Park zu Buche stehen. "So ein Sprung ist beeindruckend", staunt Nico Rosberg, zieht jedoch Pirelli ins Kalkül, wenn es um das Tempo seines Autos geht. "Die Reifen waren eine Unbekannte. Vielleicht sind die Pneus generell schneller", gibt er zu bedenken und fügt erhobenen Zeigefingers an: "Auf eine Runde - im Rennen kann alles anders sein."

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