• 21. Juni 2015 · 19:30 Uhr

Formel 1 in Spielberg: Toro Rosso unverhofft im Punktekampf

Max Verstappen punktet beim Grand Prix von Österreich 2015 und wird nach beinhartem Duell mit Maldonado Achter - Carlos Sainz mit Getriebeschaden

(Motorsport-Total.com) - Im Renault-Lager von Red Bull und Toro Rosso hagelt es derzeit Motorenstrafen. Im Vorfeld des Grand Prix von Österreich 2015 hoffte man dementsprechend, dass die Motorenstrafen auf schnellen Strecken kommen, damit die Chassis die Schwächen der Antriebseinheit kompensieren. Nach dem Rennen strahlte der von Position sieben gestartete Toro-Rosso-Pilot Max Verstappen unverhofft: Mit dem achten Platz stehen für ihn vier weitere WM-Zähler zu Buche - davor musste der Niederländer fünf Rennen auf das zweite zählbare Ergebnis seiner Formel-1-Karriere warten.

Max Verstappen, Daniel Ricciardo

Toro-Rosso-Fahrer Max Verstappen ging in Zweikämpfen beherzt zu Werke Zoom Download

Sein Teamkollege Carlos Sainz musste hingegen nach 32 Runden aufstecken. Und obwohl dieser nur von Rang zwölf aus ins Rennen ging, befand er sich lange Zeit in den Punkterängen. Einige Umläufe vor seinem Boxenstopp in Runde 28 verlor der Spanier allerdings an Power. Ein Getriebeschaden zwang Sainz zur Aufgabe. Was genau an seinem Getriebe streikte, muss das Team erst untersuchen.

Sainz: Zu schnell in der Box und Getriebeschaden

Carlos Sainz

Kurz nach dem regulären Boxenstopp ist Schluss für Carlos Sainz Zoom Download

"Aufgrund eines guten Starts war ich in der Lage, mich in eine gute Position zu bringen und um Punkte zu fahren", ist er dennoch nicht unglücklich. Die eigene Leistung macht ihm Mut. "Dadurch, dass wir in den letzten zwei Kurven stark waren, konnten wir DRS gegen die anderen verwenden. Jedenfalls denke ich, dass es sehr schwierig war", freut er sich über die Performance seines STR10 in schnellen Kurven. Jetzt müsse man im Team darüber nachdenken, wie man Vorteile aus langsamen Kurven zieht. Die These, dass langsame Strecken dem Toro Rosso entgegenkommen, bröckelt damit zumindest.

Vor seinem Ausfall hatte sich Sainz noch eine Durchfahrtsstrafe eingehandelt für zu schnelles Fahren in der Boxengasse, die er wegen des Ausfalls allerdings nicht mehr absaß. Der 20-Jährige erwischte den Bremspunkt nicht richtig. In der Safety-Car-Phase stoppte er bereits. Da waren die Reifen frisch. Mit abgefahrenen Pneus verschätzte er sich: "Offensichtlich ist das mit einem abgefahrenen Reifen nicht dasselbe. Die Erfahrung habe ich hier gemacht. Das war ein Anfängerfehler, aber Fehler müssen dir in deinem Rookiejahr passieren."

Verstappens Duell auf Messers Schneide mit Maldonado

Pastor Maldonado, Max Verstappen

Am Ende hatte Pastor Maldonado das bessere Ende für sich Zoom Download

Dagegen stand Verstappens STR10 das Rennen durch. "Die Position am Ende war äußerst positiv. Wir haben nicht erwartet so weit vorne zu stehen", freut sich der 17-Jährige, der mit seinem Ergebnis den Teamkollegen in der Fahrerwertung überholen konnte. Mit zehn Zählern liegt er jetzt einen Punkt vor Sainz. Doch das interessiert ihn nicht: "Ich fokussiere mich nur auf mich selbst und versuche, das beste Ergebnis abzuliefern, das möglich ist."

Spannend wurde es kurz vor Ende des Rennens, als er sich auf abgefahrenen Reifen mit Pastor Maldonado duellierte. Der Lotus-Pilot schlingerte mit offenem Heckflügel, als er Verstappen zwang, innen die Linie zu verteidigen. Verstappen verbremste sich und musste den Venezolaner ziehen lassen: "Die Reifen haben komplett den Geist aufgegeben. Dann versucht man, ihn hinter sich zu halten, gerade mit dem Vorteil, den er auf der Geraden hat. Ich musste viel pushen und durch das viele Bremsen und die Situation mit der Traktion waren meine Reifen am Ende komplett dahin."


Großer Preis von Österreich - Sonntag

Dabei habe er gar nicht damit gerechnet, Maldonado mehr als zwei Runden hinter sich zu halten. Das Duell mit "Marken-Kollegen" Daniil Kwjat kostete Verstappen die wertvollen Sekunden, die ihm letztlich zum siebten Platz fehlten. Am Boxenfunk bat er die Red-Bull-Verantwortlichen, der Russe möge ihm Platz machen. "Normalerweise machen wir es uns nicht zu schwierig, wenn es

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