• 01. Juli 2022 · 12:54 Uhr

Nach 2003 und 2020: Polizei befürchtet erneut Protestaktion in Silverstone

Ein rechtsradikaler Priester und eine Umweltschutzgruppe: Jetzt befürchtet die Polizei in Silverstone erneut eine Protestaktion beim Formel-1-Rennen

(Motorsport-Total.com) - Der britische Grand Prix, der am Sonntag in Silverstone stattfindet, könnte erneut von einer Protestaktion begleitet werden. Das berichtet die zuständige Polizei in Northamptonshire unter Berufung auf "glaubwürdige Informationen".

Polizei in Silverstone

Die Polizei wird in Silverstone ein wachsames Auge rund um die Strecke haben Zoom Download

Man vermute, dass eine Protestgruppe vorhaben könnte, am Sonntag die Rennstrecke zu stürmen, um die Veranstaltung zu unterbrechen und so weltweit Aufmerksamkeit zu erregen. Die Polizei betont jedoch, dass das Menschen gefährden könnte, und kündigt an, mit voller Härte gegen etwaige Straftaten vorzugehen.

Silverstone war in der Vergangenheit schon mehrfach Schauplatz von Protestaktionen geworden. Zuletzt 2020, pandemiebedingt hinter verschlossenen Türen, als vier Aktivisten der Umweltschutzgruppe Extinction Rebellion verhaftet wurden, weil sie ein Plakat mit der Aufschrift "Jetzt handeln!" aufgehängt und dabei Hausfriedensbruch begangen hatten.

Oder auch 2003, als der rechtsradikale Priester Cornelius Horan auf der Hangarstraight während des Rennens die Strecke stürmte und einige Autos mit abrupten Lenkbewegungen ausweichen mussten, um eine Katastrophe zu verhindern.

Die Polizei ruft jetzt die Protestaktivisten auf, sich ihre Aktion gut zu überlegen: "Auf eine Rennstrecke zu gehen ist extrem gefährlich. Wenn Sie mit diesem rücksichtslosen Plan fortfahren, setzen Sie Leben aufs Spiel!"

Man biete stattdessen an, sich bei der Polizei zu melden. Gemeinsam mit den Behörden könne man dann einen friedlichen und ungefährlichen Protest sicherstellen.

Falls das nicht gelingen sollte, werden auch die 400.000 erwarteten Zuschauer aufgerufen, verdächtige Aktionen sofort beim Sicherheitspersonal zu melden.

Um welche Protestgruppe es sich bei dem Verdacht handelt, ist übrigens nicht öffentlich bekannt.

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