• 08. März 2022 · 10:06 Uhr

Coronavirus: Formel 1 schafft 2022 PCR-Tests und Maskenpflicht ab

Weil die Formel 1 2022 eine Impfpflicht für jeden, der den Paddock betreten möchte, einführt, fallen alle anderen Coronamaßnahmen de facto weg

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 hat ihr Protokoll für den Umgang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 für die Saison 2022 gelockert. Für das Betreten des Fahrerlagers ist ab sofort kein negativer PCR-Test mehr zwingend erforderlich. Dieser wird zwar, genau wie andere Maßnahmen, weiterhin empfohlen; de facto fallen im neuen Jahr aber fast alle bisherigen Vorschriften.

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Jost Capito begrüßt, dass die Formel-1-Teams gewisse Freiheiten erhalten sollen Zoom Download

Das hat der Automobil-Weltverband mit einer veränderten Fassung des Anhangs S seines Internationalen Sportgesetzbuchs (International Sporting Code), die am 18. Februar veröffentlicht wurde, bekannt gegeben. Allerdings sind die neuen Freiheiten für die Paddock-Besucher wie bereits Ende 2021 angekündigt an eine Impfpflicht geknüpft - und zwar ohne Ausnahmen.

Auch Fahrer, Teamchefs, Journalisten oder prominente Gäste müssen nachweisen können, dass sie nach den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften ihres Heimatlandes "vollimmunisiert" sind. In Deutschland bedeutet das im Regelfall zwei Impfungen mit den behördlich zugelassenen Impfstoffen.

Nur wer nachweisen kann, dass er aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden darf, kann eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Um mit einer solchen in den Paddock zu gelangen, muss man sich allerdings wie schon 2020 und 2021 den damals noch verpflichtenden PCR-Tests unterziehen - maximal 96 Stunden vor und noch einmal maximal 24 Stunden nach Betreten des Paddock.

Allen Mitgliedern des Formel-1-Zirkus (und damit auch den Teams) wird weitgehend freigestellt, wie sie das Thema Corona von nun an handhaben wollen. Allerdings mit einer entscheidenden Einschränkung: "Natürlich müssen wir die Regeln der jeweiligen Regierung vor Ort befolgen", erklärt Williams-Teamchef Jost Capito.

Die FIA und die Formel 1 (FOM) seien in den vergangenen beiden Jahren der Pandemie "wirklich vorsichtig" gewesen und hätten "fantastische Arbeit" geleistet, sagt Capito. Und er betont: "Sie besprechen sich mit den Teams, bevor sie eine Entscheidung treffen. Kooperation und Kommunikation zwischen den Teams, der FOM und der FIA funktionieren sehr gut."

Er selbst war beim Thema Corona stets auf der vorsichtigen Seite. Ende 2021 erkrankte Capito selbst an COVID-19, wenn auch nur mit vergleichsweise milden Symptomen. Schon damals war er einer der Ersten in der Formel 1, die öffentlich zur Impfung aufgerufen haben. Erst danach folgte ein Imageclip der Formel 1 mit dem Appell an Fans, sich impfen zu lassen.

Vor Beginn der Saison 2022 gibt es dem Vernehmen nach Teams, die auch die Maskenpflicht fallen lassen wollen. Darüber scheint inzwischen, zumindest im Freien, breiter Konsens zu bestehen. Capito betont aber: "Wenn wir Masken tragen wollen, können wir das tun. Tun wir zum Beispiel auch in der Fabrik."

"Unsere internen Regeln in der Fabrik sind derzeit strenger als die Regeln der englischen Regierung. Ich halte das für sehr wichtig, weil wir sicherstellen müssen, dass es zu keinen Produktionsengpässen kommt."

"Ich finde es völlig richtig, dass die Teams ein bisschen Spielraum erhalten, wie sie mit der Situation umgehen wollen. Aber die lokalen Regeln müssen respektiert werden. Das ist der richtige Weg", findet Capito.

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