• 02. März 2019 · 06:05 Uhr

Keine Atempause: So sieht Hamiltons Jetset bis Melbourne aus

Als ob die schwierige Ausgangslage nicht Herausforderung genug wäre: Lewis Hamilton ist bis zum Formel-1-Saisonstart in Melbourne auf Abwegen unterwegs

(Motorsport-Total.com) - Während sich die anderen Piloten von den Wintertests erholen und Kraft tanken für die bevorstehende Saison, kommt Lewis Hamilton bis zum Formel-1-Saisonstart in Melbourne in zwei Wochen nicht zur Ruhe. "Ich habe eine intensive Woche vor mir", offenbarte der Brite am Freitag. "Heute Nacht fliege ich nach Paris, bin dann ein paar Tage lang bei der Fashion-Week, ehe es am Montag zurück in die Fabrik geht."

Lewis Hamilton

Ständig auf Achse: Lewis Hamilton mutet sich vor Melbourne einiges zu Zoom Download

Seine Reise nach Paris habe "abgesehen von einem Tommy-Hilfiger-Event nichts mit Mode zu tun", erklärt er. "Nächste Woche werde ich dann jeden Morgen und am Nachmittag trainieren." Und am Wochenende plant der Superstar einen Besuch beim MotoGP-Auftakt in Katar - als Gast von Sponsor Petronas, der das Yamaha-Team unterstützt.

"Ich freue mich schon sehr darauf", erklärt Hamilton. "Ich werde zwar glaube ich nicht das ganze Rennen sehen, aber ich kann es kaum noch erwarten, zuzusehen wie die Fahrer auf dem Motorrad arbeiten, wie sehr sich deren Qualifying-Modus von unserem unterscheidet und wie sie an ihrem Feedback arbeiten. Ich werde das als Gelegenheit nutzen, um etwas zu lernen."

Deutet Hamilton damit Interesse an, in Zukunft etwas mit Motorrädern zu machen? "Man sollte da nicht zu viel hineininterpretieren", schüttelt er den Kopf. "Ich bin zu alt, um MotoGP zu fahren. Ich habe nicht so einen Aufprallschutz wie der junge Marc Marquez, aber ich werde irgendwann in diesem Jahr noch meinen Spaß haben", scherzt er und spielt darauf an, dass er 2019 das MotoGP-Bike von Yamaha testen möchte.

Der Brite, der dem Motorradsport verfallen ist und sogar eine Lewis-Hamilton-Edition der MV Agusta F4 herausbrachte, testete bereits im vergangenen Winter in Jerez ein Yamaha-Superbike. Und erkannte, dass er noch deutlich Luft nach oben hatte. "Ich gebe ja eigentlich immer Vollgas, ich kenne nichts anderes, aber als ich das Superbike testete, konnte ich nicht so Vollgas geben wie die Superbike-Fahrer", erklärt er. "Ich muss also noch viel lernen, denn der Fahrstil auf dem Motorrad ist ganz anders als im Rennauto. Es macht aber Spaß, das zu lernen."

Und den Anfang will Hamilton in Katar durch das Beobachten von Valentino Rossi & Co. machen - wenige Tage vor dem Formel-1-Saisonstart in Melbourne. Ob es ihm schwer falle, all das unter einen Hut zu bringen? "Das ist ehrlich gesagt ganz einfach", sagt der Mercedes-Pilot, der nach den starken Testleistungen von Ferrari derzeit nicht die Favoritenrolle innehat. "Ich jongliere einfach. Und überraschenderweise habe ich die Zeit dafür - und die Energie."

Wie er all das schaffe? "Man muss einfach tun, was zu tun ist", sagt Hamilton, dessen Reise nach Katar ihn immerhin in Richtung Osten führt, was bei der Umstellung auf die australische Zeit zumindest kein Nachteil ist. Und möglicherweise ist sein dichtes Programm auch ein gutes Omen, denn auf seine letzte große Jetset-Tour folge im Vorjahr das souveräne Wochenende in Singapur, als er nach einer sensationellen Pole-Runde auch das Rennen für sich entschied.

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