• 29. September 2017 · 15:28 Uhr

Lewis Hamilton löscht kontroverses Trump-Video

Konstruktive Kritik sieht anders aus: Lewis Hamilton postet ein infantiles Trump-Video und löscht es kurz darauf - Mercedes-Teamchef Toto Wolff in Erklärungsnot

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton lässt seine Fans via Twitter, Instagram und Co. nicht nur an seinem Jetset-Leben teilhaben, sondern positionierte sich in letzter Zeit auch immer wieder politisch. In dieser Woche solidarisierte sich der Formel-1-Pilot gleich in zwei Postings mit amerikanischen Football-Stars, die knieend gegen Rassendiskriminierung protestieren.

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Lewis Hamilton hat sich mit seiner jüngsten Trump-Kritik keinen Gefallen getan Zoom Download

Doch mit seinem jüngsten politischen "Statement" ging Hamilton wohl etwas zu weit. Denn kaum hatte er den Instagram-Beitrag abgesetzt, war er auch schon wieder verschwunden. Ob der Brite selbst Skrupel bekam oder zurückgepfiffen wurde, ist nicht bekannt. Spekulationen besagen jedoch, Hamilton sei mit Blick auf den USA-Grand-Prix um die Löschung gebeten worden.

Und warum nun überhaupt die ganze Aufregung? Inhalt des umstrittenen Postings war ein Video, das US-Präsident Donald Trump auf ziemlich infantile Weise beleidigt. Darin tollt ein Hund in eindeutiger Pose auf einer Puppe herum, die wie Trump aussieht - musikalisch untermalt mit dem Lied "We no speak americano":

Offenbar hatte Hamilton das Video auf einem anderen Instagram-Account entdeckt. Zumindest lässt dies ein Wasserzeichen vermuten. Im Original ist es auf der entsprechenden Seite zu finden. Besser macht das die Sache für Hamilton allerdings nicht. Im Paddock am Rande des Malaysia-Grand-Prix machte das Posting bereits die Runde und brachte Mercedes-Teamchef Toto Wolff in Erklärungsnot.

"Das ist eine sehr kontroverse und polarisierende Geschichte", kommentierte er das Trump-Video und bemühte sich darum, die Wogen zu glätten: "Wir haben alle unsere Meinung. Lewis' Gefühle über Menschenrechte sind sehr stark und ich denke, er wollte genau das zeigen. Vielleicht sollte er noch einmal überdenken, ob Instagram der richtige Kommunikationskanal dafür ist. Aber ich kann seine Gefühle nachvollziehen."


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Sorgen darum, dass so etwas zu einem negativen Echo beim Großen Preis der USA am 22. Oktober führen könnte, macht Wolff sich nicht. "Nein, ich denke, eines der wichtigsten Dinge in den USA ist das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dabei würde ich es auch gerne belassen und mir weitere Kommentare sparen. Wir sind hier als ein Sportteam und Sport sollte verbinden."

Ob das letzte Wort damit schon gesprochen ist, bleibt abzuwarten. Noch am Donnerstag hatte Hamilton selbst betont, sich vor niemandem rechtfertigen zu müssen, auch nicht vor seinem Team: "Bisher erhielt ich immer vollste Unterstützung vom Team. Es gab nie Beschwerden." Auf sein neuestes Video dürfte das in jedem Fall zutreffen. Es zeigt den Mercedes-Piloten auf Entdeckungstour durch die Box mit einem kleinen Jungen.

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