• 08. Dezember 2016 · 14:29 Uhr

Running-Gag: Rosberg-Nachfolge - Mercedes schaltet Anzeige

Nach dem Rücktritt von Nico Rosberg sucht Mercedes händeringend nach einem neuen Teamkollegen für Lewis Hamilton und nimmt sich dabei selbst aufs Korn

(Motorsport-Total.com) - Der Grat zwischen Ernst und Spaß kann manchmal sehr schmal sein. Aber Mercedes balanciert ihn gerade weltmeisterlich. Die Silberpfeile machen aus der Not eine Tugend und aus der verzweifelten Suche nach einem neuen Teamkollegen für Lewis Hamilton ein Social-Media-Event. Das begann bereits kurz nachdem der frisch gebackene Weltmeister Nico Rosberg überraschend seinen Rücktritt bekanntgegeben hat. Und es findet seinen Höhepunkt jetzt sogar in den Printmedien.

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Der begehrteste Job im Motorsport: Wer bekommt Nico Rosbergs Cockpit? Zoom Download

Im 'Autosport'-Magazin ist heute eine Anzeige geschaltet worden. Der Inhalt: Ein Jobangebot für Rennfahrer beim derzeit erfolgreichsten Formel-1-Team. Darin heißt es unter anderem: "Idealerweise können Sie Rennerfahrung, sowie Fähigkeiten im Steuern, Bremsen und vor allem Beschleunigen nachweisen." Der Bewerber soll sich als kommunikativ auszeichnen, gutes Feedback geben und die Schwächen der Konkurrenz erkennen können. Außerdem benötige es für den Job Geduld mit den Medien. Geboten würde einem dafür beispielsweise: Ein konkurrenzfähiges Paket, ein großzügiger Bonus, eine Lebensversicherung und einen Mercedes-Dienstwagen.

Kennen Sie noch Taki Inoue? Sportlich ist der Japaner vielleicht in Vergessenheit geraten, weil er schließlich nur 18-mal an den Start gegangen ist und dabei selten ins Ziel kam. Aufgefallen ist er zur aktiven Zeit eigentlich nur durch diese eine Szene, in der er nach einem Ausfall beim Versuch, seinen eigenen Boliden zu löschen vom Safety-Car angefahren wurde. Social-Media-Nutzer kennen Inoue aber sehr gut, denn er ist einer der humorvollsten Twitterer der Motorsport-Szene. Klar, dass von ihm gleich eine Bewerbung in Richtung Mercedes losging.

Die Liste der Interessenten für das Cockpit, das auch 2017 wieder als Favorit auf den Titel starten wird, ist aber auch ohnehin schon lang. Das bestätigte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, dessen Telefon seit Freitagnachmittag keine Ruhe mehr gibt. Seither spielt das Weltmeisterteam der letzten drei Jahre auch mit den sozialen Medien und interagierte unter anderem auch schon mit Max Verstappen. Auch andere Motorsportler meldeten Interesse an, unter ihnen: Rallye-Champion Sebastien Ogier und MotoGP-Legende Valentino Rossi. Und sogar Fußball-Weltmeister Lukas Podolski lässt wissen: "Ich bin bereit."

Auf Twitter, Facebook und Co. ist das Thema ein Selbstläufer. Dort kursieren bereits die wildesten Memes und Karikaturen. Sie drehen sich darum, wen sich Hamilton wohl als Gargennachbarn wünscht und wer sich noch um den Job bewirbt - Niki Lauda selbst vielleicht?

Wolff verrät zudem: Außer Kimi Räikkönen und Daniil Kwjat haben sich alle Fahrer gemeldet, die seine Nummer hätten. Seit Montag sondiert die Mercedes-Führung nun, wer wirklich für die begehrte Position in Frage kommt. Die Entscheidung soll noch vor Weihnachten fallen. Die Liste der Schluss-Kandidaten fällt da wohl kürzer aus. Sebastian Vettel hat schon öffentlich abgesagt und einen Streitfall mit vertragsgebundenen Piloten wolle man auch nicht heraufbeschwören, heißt es. Damit fielen wohl auch Verstappen und Daniel Ricciardo raus.

Mercedes-Junior Pascal Wehrlein ist hingegen noch ohne Vertrag für 2017. Esteban Ocon hat zwar gerade bei Force India unterschrieben, die sind aber Mercedes-Kundenteam. Die Ex-Piloten Martin Brundle und Damon Hill bringen bei 'Sky Sports F1' noch einen anderen Namen auf den Tisch: Valtteri Bottas. Der hat zwar auch gerade erst bei Williams verlängert, steht aber in einer Management-Beziehung zu Wolff. Die meisten wünschen sich aber einen großen Namen neben dem dreimaligen Champion Hamilton.

Außer vielleicht die Konkurrenz. Renault treibt jedenfalls die Inoue-Bewerbung voran und twittert: "Taki ist zwar nie für uns gefahren, aber wir stellen ihnen trotzdem exzellente Referenzen aus." Das nennt man dann wohl Konkurrenzschwächung.

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