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Gabriel Bortoleto verrät: In diesem Qualifying habe ich am meisten gelernt
Gabriel Bortoleto hat in seiner Debütsaison überzeugt und im Quali-Duell gegen Nico Hülkenberg einen Gleichstand erzielt - Warum er trotzdem nicht zufrieden ist
(Motorsport-Total.com) - Gabriel Bortoleto hat 2025 seine Debütsaison in der Formel 1 bestritten und dabei einen starken Eindruck hinterlassen. Der 21-jährige Brasilianer traf bei Sauber auf einen erfahrenen Teamkollegen: Nico Hülkenberg. "Er gilt im Paddock seit Jahren als einer der besten Qualifier", erinnert Bortoleto.
© LAT Images
Bortoleto hat im Qualifying-Duell gegen Hülkenberg ein Unentschieden erzielt Zoom Download
"Als ich diese Saison aufgestiegen bin, dachte ich: 'Verdammt, das wird schwer gegen den.' Er ist extrem schnell." Umso überraschender ist der Blick auf das teaminterne Duell der beiden Sauber-Piloten, das im Qualifying sogar unentschieden endete.
"Es war auf jeden Fall eine sehr spannende Saison, gerade im Vergleich zu Nico, weil es immer Spaß macht, so direkt gegen ihn zu kämpfen", grinst der junge Brasilianer, der sich durch den Ruhm der Formel 1 nicht verändern lassen will. "Diese Vergleichssaison mit ihm war einfach unglaublich."
Schon in seinem ersten Rennen, beim Großen Preis von Australien 2025 in Melbourne, schaffte Bortoleto den Einzug in den zweiten Teil der Qualifikation, während Hülkenberg frühzeitig Feierabend hatte. Auch danach scheiterte der Deutsche mehrfach in Q1.
Bortoleto am Saisonende mit Pech im Qualifying
Erst gegen Ende der Saison kratzte Hülkenberg wieder regelmäßig an den Top 10. "Er macht definitiv einen besseren Job als zu Beginn der Saison", lobte Bortoleto. "Ich erinnere mich, dass er fast immer schon in Q1 ausgeschieden ist, und jetzt schafft er es konstant in Q2 und Q3."
Stattdessen war Bortoleto derjenige, der mehrfach in Q1 ausschied. "Aber es gab ein paar der letzten sechs Rennen, die für mich komplett außerhalb meiner Kontrolle lagen", betont der Sauber-Pilot. "Da konnte ich wirklich nicht viel machen: gelbe Flaggen hier oder dort, oder irgendeine Situation, die passiert ist."
"Ich will da nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es waren aus vielen Gründen keine sauberen Läufe", räumt der 21-Jährige ein. "Es gab auch Rennen, bei denen ich selbst im Qualifying einfach nicht genug geleistet habe. Im Sommer habe ich gefühlt jede einzelne Quali perfekt hinbekommen, gute Runden gefahren und Q3 nach Q3 erreicht."
In Ungarn landete Bortoleto auf dem siebten Startplatz, bei den Rennen in Spielberg und Monza immerhin auf dem achten Rang. "Ich möchte einfach wieder in diesen Rhythmus zurückfinden", sagte der Brasilianer vor der Winterpause. "Natürlich gab es auch neue Strecken für mich, wodurch man sich automatisch in Lernsituationen bringt."
Bortoleto: Im Vegas-Qualifying am meisten gelernt
Ein perfektes Beispiel dafür sei Las Vegas gewesen: "Es war das erste Mal, dass ich ein Qualifying im Nassen gefahren bin. Ich bin im FP3 nicht auf Intermediates gefahren, sondern direkt ins Qualifying unter nassen Bedingungen gegangen. Alles war neu für mich: Wie viele Runden soll ich fahren? Cool down, oder nicht?"
"Ich denke, es hat viele Aspekte meiner kleinen Erfahrung gezeigt", gibt Rookie Bortoleto zu, "auch, was wir als Team besser hätten machen können, um im Qualifying erfolgreicher zu sein, wo wir uns verbessern können, welche Informationen ich hätte bekommen können."
"Ich finde das großartig, weil wir in diesem Qualifying so viel gelernt haben", freut sich der Neuling, der am Ende den 17. Startplatz erreichte. "Das Ergebnis war zwar nicht wie erwartet, aber der Lerneffekt war riesig. Wahrscheinlich das Qualifying, aus dem wir diese Saison am meisten gelernt haben."
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In seiner zweiten Formel-1-Saison werden ihm die Strecken und die Arbeit mit dem Team nicht mehr fremd sein, was "hoffentlich helfen sollte, diesen Rhythmus wiederzufinden", meint der diesjährige Audi-Pilot. Gegen seinen Teamkollegen Nico Hülkenberg muss sich Bortoleto jedenfalls nicht mehr verstecken.


