• 05. Januar 2026 · 07:56 Uhr

Günther Steiner legt sich fest: Isack Hadjar ist der Rookie des Jahres

Der ehemalige Haas-Teamchef Günther Steiner hat Isack Hadjar in den höchsten Tönen gelobt und traut ihm zu, Max Verstappen 2026 unter Druck zu setzen

(Motorsport-Total.com) - Für Günther Steiner steht der beste Neuling der Formel-1-Saison 2025 fest. Der langjährige Teamchef hat Isack Hadjar zu seinem "Rookie des Jahres" gekürt. Der Franzose beendete die Fahrerwertung auf dem zwölften Platz mit 51 Punkten und landete damit vor seinem Teamkollegen Liam Lawson, der mit 38 Zählern den 14. Rang belegte.

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Isack Hadjar beeindruckte Günther Steiner von allen Rookies am meisten Zoom Download

In dem Podcast The Red Flags begründete Steiner seine Wahl: "Über die Saison gesehen war er derjenige, der... Ich meine, sie haben sich alle gut geschlagen, aber Kimi [Antonelli] hatte ein paar Mal arge Probleme, Isack hatte nur in Australien zu kämpfen."

Der französisch-algerische Pilot zeigte nach einem schwierigen Saisonstart eine starke Moral. Beim Großen Preis von Australien schied er bereits während der Einführungsrunde durch einen Unfall aus. Im weiteren Saisonverlauf gelang ihm jedoch die Wende, die im dritten Platz beim Großen Preis der Niederlande und seinem ersten Podium in der Königsklasse gipfelte.

Besonders die mentale Stärke des Nachwuchsfahrers beeindruckte Steiner. "Er hatte keinen guten Start, aber er hat sich davon erholt. Das Beeindruckendste an ihm war für mich, dass er diesen Rückschlag weggesteckt hat und beim nächsten Rennen in China mental wieder voll da war", erklärte der Südtiroler.

Fehlende Referenzdaten als erschwerender Faktor

Hadjar bestritt seine Rookie-Saison zunächst an der Seite von Yuki Tsunoda bei den Racing Bulls. Nach nur zwei Rennwochenenden bekam er Lawson als Teamkollegen, da Tsunoda zu Red Bull befördert wurde. Steiner argumentiert, dass diese Konstellation für Hadjar eine besondere Herausforderung darstellte, da ihm ein erfahrener Teamkollege als Referenz fehlte.

"Wenn Hadjar einen erfahrenen Teamkollegen gehabt hätte, hätte er schneller gelernt. Er musste alles selbst machen", analysierte Steiner. "Ich denke, das macht seine Leistung noch herausragender. Wenn man eine Referenz im Team hat, kann man sich die Daten dieses Fahrers ansehen und daraus lernen."

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Hadjar sei hingegen auf sich allein gestellt gewesen. "Wenn er ein Problem hatte oder kein Set-up finden konnte, hatte er niemanden, an dem er sich orientieren konnte. Sei es bei der Linienwahl auf der Strecke, einem Bremspunkt oder einfach dabei, besser zu werden. Er war auf sich allein gestellt. Auch dafür zolle ich ihm viel Respekt", so Steiner weiter.

Chancen durch das neue Reglement 2026

Der Werdegang von Hadjar führt ihn 2026 direkt zu Red Bull an die Seite des viermaligen Weltmeisters Max Verstappen. Das Team aus Milton Keynes hatte in den vergangenen Jahren oft Schwierigkeiten, einen Teamkollegen für den Niederländer zu finden, der ein ähnliches Leistungsniveau aus dem Auto herausholen konnte, was zu mehreren Fahrerwechseln führte.

Steiner sieht in dem Wechsel, der zeitgleich mit der Einführung des neuen technischen Reglements in der Formel 1 stattfindet, eine Chance für den Neuzugang. "Er bekommt diese Chance, und es sollte ein Vorteil sein, dass er nicht in ein Auto steigt, das Max in- und auswendig kennt und er nicht", erklärte Steiner im Hinblick auf die Saison 2026.

Da beide Piloten bei null anfangen müssten, herrsche Waffengleichheit. "Beide wissen nichts über das Auto. Das ist also zu seinem Vorteil. Ich meine, um Max herauszufordern, muss man sehr gut sein, aber ich denke zumindest, dass er den Druck auf Max aufrechterhalten kann. Das ist es, was ich von ihm erwarte, denn er macht seine Sache gut", schloss Steiner seine Einschätzung ab.

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