Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

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Redaktion
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Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Redaktion » 02.10.2020, 16:50

Ein Rücktritt von Lewis Hamilton wäre nicht nur aus sportlicher Sicht ein Verlust für die Formel 1 - Bruder Nicolas fürchtet um die Diversität der Königsklasse
Nicolas Hamilton

Nicolas Hamilton sieht in Bruder Lewis eine wichtige Vorbild für mehr Diversität

Lewis Hamilton befindet sich auf dem Zenit seiner Karriere. In dieser Formel-1-Saison fährt er seinem siebten WM-Titel entgegen und ist auf dem besten Wege, mit Rekordhalter Michael Schumacher gleichzuziehen. Doch wenn Hamilton eines Tages zurücktritt, wird er nicht nur für seinerErfolge auf der Strecke in Erinnerung bleiben.

In dieser Saison engagiert er sich wie kein anderer im Kampf gegen Rassismus und für mehr Diversität - in der Gesellschaft sowie im Sport. Zu diesem Zweck gründete der 35-jährige Brite eine eigene Kommission, initiierte den "End Racism"-Protest vor jedem Rennen und ergreift auch sonst das Wort für die gute Sache.

Bruder Nicolas Hamilton, selbst Fahrer in der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft, fürchtet, dass der Formel 1 genau das fehlen wird, wenn der Weltmeister sich irgendwann zur Ruhe setzt. Und dass nicht nur der Sport darunter leiden wird.

Hamilton-Bruder fordert mehr Chancengleichheit

"Im Moment betrachtet man den Motorsport als eine Industrie, mit der man nur schwer in Kontakt kommen kann", hält er im Gespräch mit 'CNN Sport' fest. "Man weiß nicht, wo man hingehen muss, um eine Gelegenheit zu erhalten. Man sieht dort keine oder nur sehr wenige schwarze Gesichter, im Moment ist da nur Lewis."

"Wenn er weg ist, zu wem wird man dann aufschauen? Wen wird man dann sehen?", fragt sich Nicolas Hamilton. "Es gibt nicht viele Menschen, auch Frauen nicht. Dabei lieben Frauen Autos genauso sehr, wie Männer es tun. Daher gibt es keinen Grund, warum sie nicht auch in diesem Sinne Chancengleichheit haben sollten."

Die Formel 1 will ihrerseits mit einer "Task Force" gegensteuern. Sie soll sicherstellen, "dass wir Menschen mit allen Hintergründen die besten Chancen geben, in der Formel 1 zu arbeiten, unabhängig von Geschlecht, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung oder körperlicher Fähigkeiten", heißt es in einem Statement.

"Damals hat der Motorsport nicht genug getan"

Für Nicolas Hamilton ein wichtiger Schritt. Er erinnert sich: "Wir haben als schwarze Familie gekämpft, wir erfuhren eine Menge rassistische Beschimpfungen. (...) Im Motorsport gibt es nur sehr wenige farbige Menschen, und wenn es farbige Menschen gibt, sieht man manchmal viel Rassismus." Den erfuhr auch sein Bruder.

Lewis Hamilton

Nicolas Hamilton sitzt Probe im Formel-1-Auto seines Bruders im Jahr 2007

Bei einer Testsession in Barcelona 2008 trug eine Gruppe von Zuschauern schwarze Gesichtsfarbe, lockige Perücken und T-Shirts mit der Aufschrift "Hamiltons Familie". Die FIA veranlasste damals, die Anti-Rassismus-Kampagne EveryRace zu starten.

Im Jahr darauf kam es beim Grand Prix von Spanien zu einem ähnlichen Vorfall. "Zu der Zeit, ja, damals hat der Motorsport nicht genug getan", sagt Nicolas Hamilton rückblickend, "aber jetzt fängt er damit an, was eine gute Sache ist." Allerdings sollten sich die Bemühungen aus seiner Sicht nicht allein auf das Thema Rassismus konzentrieren.

Nicht nur für Schwarze: F1 muss offener werden

Der 28-Jährige leidet an Zerebralparese und fährt in der BTCC ein modifiziertes Auto. Er möchte, dass die Formel 1 auch für Menschen mit Behinderungen zugänglicher wird: "Ich würde mir wünschen, dass Menschen im Rollstuhl Zugang zur Rennstrecke und zu den Rennwagen erhalten, egal ob Mechaniker, Ingenieure oder Aerodynamiker."

"Vielleicht kommen sie aus einem anderen Umfeld, konnten noch nie laufen... Das ist in Ordnung, aber sie können immer noch ihren Traum verfolgen, Mechaniker oder was auch immer zu sein, und das in einer Branche, in der sich der Einstieg für sie einst als schwer gestaltete. Das würde ich gerne sehen", sagt Nicolas Hamilton.


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Zuletzt geändert von Redaktion am 02.10.2020, 16:50, insgesamt 6-mal geändert.

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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von turbocharged » 02.10.2020, 17:19

Ach um Gottes Willen... :roll:

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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Forza_Ferrari » 02.10.2020, 17:27

Wann um Himmels Willen, hat die Formel 1 wirklich mal einen Schwarzen unten gehalten?

Wenn man die richtigen Partner hat, ein wohlhabendes Elternhaus hat und über genug Talent verfügt, ist im Grunde genommen doch für jeden die Tür offen, so wie es sie für Lewis war, der von Ron Dennis - einer absoluten Legende des Sports und Weißer (!!!) gefördert wurde.

Das dann behauptet wird, die Formel 1 habe nicht genug getan, finde ich einfach unverschämt. Fehlt nur noch eine Quote an farbigen Fahrern, die immer erfüllt werden muss...
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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von TripleHey » 02.10.2020, 17:35

Redaktion hat geschrieben:
02.10.2020, 16:50
"Ich würde mir wünschen, dass Menschen im Rollstuhl Zugang zur Rennstrecke und zu den Rennwagen erhalten, egal ob Mechaniker, Ingenieure oder Aerodynamiker.""Vielleicht kommen sie aus einem anderen Umfeld, konnten noch nie laufen... Das ist in Ordnung, aber sie können immer noch ihren Traum verfolgen, Mechaniker oder was auch immer zu sein, und das in einer Branche, in der sich der Einstieg für sie einst als schwer gestaltete. Das würde ich gerne sehen", sagt Nicolas Hamilton.
Ich bin mr absolut sicher, dass bswp. Hawking bei jedem Team einen unbefristeten Vertrag bekommen hätte. Wie aber seit Jahrzehnten üblich, arbeiten die besten Köpfe nicht in der Formel 1. Für herausragende Mathematiker oder Physiker gibt es wesentlich interessantere Themenfelder.
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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Woelli38 » 02.10.2020, 17:50

Menschen im Rollstuhl? Wie wäre es mit Frank Williams oder Mike Leitner von KTM?

Als Mechaniker sind halt die körperlichen Einschränkungen ein Faktor, aber ich wüsste kein Grund, warum man helle Köpfe deswegen ablehnen sollte...

Und was in den Werken an Personal unterwegs ist, sollte man vor Ort selbst erkunden, bevor man pauschal solche Aussagen trifft...

Und die Formel 1 und auch andere, ähnliche Motorsportarten sind ein sehr teures Pflaster, welches schon mit jungen Jahren einiges an Invest (Eltern, Förderer usw.) erfordert. Und auch da beginnt der Verdrängungsprozess, der nur die Besten weiterkommen lässt. Das hier bestimmte Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht usw. von vornherein schlechter gestellt sind, muss man eher lokal untersuchen...

Soll sein Bruder doch ähnlich wie Rossi (Moto2, Moto3) sein eigenes Junior-Team "LH-44" in der Formel 3 und 2 etablieren... vielleicht sieht es dann in punkto Diversität besser aus...
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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von NR6-KeepFightingMSC » 02.10.2020, 18:00

"Wenn er weg ist, zu wem wird man dann aufschauen?"

Keine Ahnung, vielleicht einfach zu den guten Menschen aufschauen, die es in der Formel 1 geben wird, anstatt es von der Hautfarbe abhängig zu machen?

Edit: Und um das klarzustellen, ich habe absolut kein Problem mit Frauen oder Menschen irgendeiner Herkunft in der Formel 1, wenn sie es denn aufgrund ihres Talents schaffen. Aber manchmal nervt mich dieses Thema schon gewaltig. Zum Beispiel als Ferrari das 1000. Jubiläum gefeiert hat, haben sie ein Teamfoto gepostet und alles was von Hamilton kam war "Und immer noch keine Diversität".
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Giacomo
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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Giacomo » 02.10.2020, 18:44

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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von modernf1bodyguard » 02.10.2020, 18:44

"Es gibt nicht viele Menschen, auch Frauen nicht. Dabei lieben Frauen Autos genauso sehr, wie Männer es tun. Daher gibt es keinen Grund, warum sie nicht auch in diesem Sinne Chancengleichheit haben sollten."

Und spätestens da ist klar, dass Leute wie er keinen Einfluss im Motorsport haben dürfen. Hier bedeutet Chancengleichheit automatisch Gleichheit und um das zu erreichen, sind totalitäre Systeme, die der Sache an sich ihren Sinn nehmen, unumgänglich.
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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Woelli38 » 02.10.2020, 21:11

NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:
02.10.2020, 18:00
"Und immer noch keine Diversität".
Dann soll er mal seine Augen weiter öffnen... Albon, Kyvat, Tsunoda usw. oder zählen nur dunkelhäutige Menschen? Das bessere Wort für Diversität ist "Vielfalt"... und da braucht sich die F1 nicht verstecken...
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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von tuner911991 » 02.10.2020, 21:32

Forza_Ferrari hat geschrieben:
02.10.2020, 17:27
Wann um Himmels Willen, hat die Formel 1 wirklich mal einen Schwarzen unten gehalten?

Wenn man die richtigen Partner hat, ein wohlhabendes Elternhaus hat und über genug Talent verfügt, ist im Grunde genommen doch für jeden die Tür offen, so wie es sie für Lewis war, der von Ron Dennis - einer absoluten Legende des Sports und Weißer (!!!) gefördert wurde.

Das dann behauptet wird, die Formel 1 habe nicht genug getan, finde ich einfach unverschämt. Fehlt nur noch eine Quote an farbigen Fahrern, die immer erfüllt werden muss...
Gibt's anderswo schon, bzw. wurde schon eingeführt.

In Hollywood werden für die Vergabe von Oscars Diversitätregeln eingeführt. Ab 2024 müssen Bewerber für den Hauptpreis mindestens zwei Vielfaltsstandards erfüllen, um sich zu qualifizieren. Man erhofft sich dadurch mehr Diversität.

Mit anderen Worten, ist der Film nicht divers genug oder erfüllen die Macher nicht genügend Diversitätsmerkmale, hat der Film keine Chance auf einen Oscar, egal wie gut er ist.

Die Formel 1 kann sich da sicher nichts vorwerfen lassen, und wenn man's genau nimmt, sollte sich Hamilton dafür einsetzen, dass Schwarze aus armen Gegenden aus Afrika für die Formel 1 angeworben und bei Interesse oder Talent ausgebildet werden. Oder generell in Gegenden, in denen die F1 nicht so populär ist

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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von NR6-KeepFightingMSC » 02.10.2020, 21:32

Woelli38 hat geschrieben:
02.10.2020, 21:11
NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:
02.10.2020, 18:00
"Und immer noch keine Diversität".
Dann soll er mal seine Augen weiter öffnen... Albon, Kyvat, Tsunoda usw. oder zählen nur dunkelhäutige Menschen? Das bessere Wort für Diversität ist "Vielfalt"... und da braucht sich die F1 nicht verstecken...
Dabei ging es ja direkt gegen das Ferrari Team und die Mitarbeiter, die auf dem Bild zu sehen waren.
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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Woelli38 » 02.10.2020, 21:36

NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:
02.10.2020, 21:32
Woelli38 hat geschrieben:
02.10.2020, 21:11
NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:
02.10.2020, 18:00
"Und immer noch keine Diversität".
Dann soll er mal seine Augen weiter öffnen... Albon, Kyvat, Tsunoda usw. oder zählen nur dunkelhäutige Menschen? Das bessere Wort für Diversität ist "Vielfalt"... und da braucht sich die F1 nicht verstecken...
Dabei ging es ja direkt gegen das Ferrari Team und die Mitarbeiter, die auf dem Bild zu sehen waren.
Was natürlich den eingeschränkten Blickwinkel nur noch mehr bestätigt... oder war er schon einmal in Maranello?

Sorry, aber für mich sind diese Sichtweisen zu eng & speziell... bin vom Elternhaus so erzogen worden, dass die Farbe des Blutes bei jedem gleich ist, egal wie die Hülle aussieht...
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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Shogun » 02.10.2020, 21:57

Wenn ich mir andere Länder ansehe wo Frauen und Mädchen als Freiwild, Nutzlos etc. eingestuft werden, Minderheiten verfolgt, gefoltert und ermordet werden oder manche gar keine ( absolut gar keine) Chance für eine Bildung haben, sind für mich "unsere Probleme" hier in Europa absolut nichts und sogar total abgehoben gegenüber den oben genannten Personen.

Wir führen hier Debatten über die korrekte Anrede oder sonst für "nutzlosen" Sachverhalten

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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Yukky1986 » 02.10.2020, 22:18

tuner911991 hat geschrieben:
02.10.2020, 21:32
Forza_Ferrari hat geschrieben:
02.10.2020, 17:27
Wann um Himmels Willen, hat die Formel 1 wirklich mal einen Schwarzen unten gehalten?

Wenn man die richtigen Partner hat, ein wohlhabendes Elternhaus hat und über genug Talent verfügt, ist im Grunde genommen doch für jeden die Tür offen, so wie es sie für Lewis war, der von Ron Dennis - einer absoluten Legende des Sports und Weißer (!!!) gefördert wurde.

Das dann behauptet wird, die Formel 1 habe nicht genug getan, finde ich einfach unverschämt. Fehlt nur noch eine Quote an farbigen Fahrern, die immer erfüllt werden muss...
Gibt's anderswo schon, bzw. wurde schon eingeführt.

In Hollywood werden für die Vergabe von Oscars Diversitätregeln eingeführt. Ab 2024 müssen Bewerber für den Hauptpreis mindestens zwei Vielfaltsstandards erfüllen, um sich zu qualifizieren. Man erhofft sich dadurch mehr Diversität.

Mit anderen Worten, ist der Film nicht divers genug oder erfüllen die Macher nicht genügend Diversitätsmerkmale, hat der Film keine Chance auf einen Oscar, egal wie gut er ist.

Die Formel 1 kann sich da sicher nichts vorwerfen lassen, und wenn man's genau nimmt, sollte sich Hamilton dafür einsetzen, dass Schwarze aus armen Gegenden aus Afrika für die Formel 1 angeworben und bei Interesse oder Talent ausgebildet werden. Oder generell in Gegenden, in denen die F1 nicht so populär ist
In Filmen gibt es die Diversität schon Jahrzehnte,
Schon einmal was vom Wort Quoten Neger gehört??
In Horrorfilmen spielt immer ein Schwarzer mit der dann immer als erstes drauf geht :wink:

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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Woelli38 » 02.10.2020, 22:35

Was soll Einstein doch so schön gesagt haben?

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Welch wacher Mensch, der dies gesprochen hat... Diversitätsregeln für eine Preisverleihung? Was ein Schwachsinn...
"Das ist eine Scheißkiste. Ich fass es nicht!
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