Mercedes

GER

Porträt

(Stand: 10. Februar 2020) 55 Jahre nach dem ersten WM-Titel mit Juan Manuel Fangio feierte Mercedes 2010 ein Comeback mit einem Werksteam in der Formel 1 und krönte es vier Jahre später: Zum Beginn der Turbo-Hybrid-Ära bauten die Silberpfeile ein überlegenes Auto, das Lewis Hamilton zur Fahrerkrone und der Marke zum ersten Konstrukteurstitel in der Königsklasse verhalf.

Hamiltons nächste Streiche folgten 2015, 2017, 2018 und 2019, unterbrochen nur von Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg, der 2016 den Titel gewann. Mit 765 Punkten und 19 Siegen sowie 20 Pole-Positions aus 21 Rennen sorgten die Stuttgarter damals für neue Rekorde oder stellten eigene ein. 2020, wenn wieder Rosberg-Nachfolger Valtteri Bottas an Hamiltons Seite antritt, gilt es für Mercedes, an die Erfolge anzuknüpfen.

Um die Formel-1-Erfolgsstory zu ermöglichen hatte der Automobilhersteller Ende 2009 seine 40 Prozent an McLaren verkauft und zunächst 45,1 Prozent am damaligen Weltmeisterteam Brawn übernommen. Weitere 30 Prozent unterlagen der Kontrolle von Daimler-Mehrheitseigentümer Aabar Investments PJLC. Die Unternehmen waren bis 2012 die einzigen Anteilseigner des Teams (60 Prozent Daimler, 40 Prozent Aabar). Ende 2012 stieg die Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi aus und legte ihre Anteile zurück, die von den Österreichern Toto Wolff (30 Prozent) und Niki Lauda (10 Prozent) gekauft wurden. Der eine wurde Mercedes-Sportchef, der andere Chef des Team-Aufsichtsrats. Nach dem Tod Laudas 2019 gingen dessen Teamanteile wieder an Mercedes zurück.

2010 startete Mercedes mit drei deutschen Fahrern in der Formel 1: Rekord-Weltmeister Michael Schumacher gab nach drei Jahren in der "Frührente" sein Comeback, dazu kamen Rosberg sowie Nick Heidfeld als Test- und Ersatzfahrer. Nachdem Hamilton Schumacher und Bottas Rosberg ersetzt hatten, befindet sich heute kein Deutscher mehr im Fahreraufgebot des Teams.

Der sportliche Durchbruch gelang Mercedes erst 2013 mit drei Siegen und dem zweiten Platz in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. 2014 war es dann Hamilton, der silberne Träume in Erfüllung gehen ließ: Eine dank eines überlegenen Antriebsstrangs sagenhafte Saison versüßten der Brite und sein zum Erzrivalen mutierter Jugendfreund Rosberg, indem sie 16 von 19 Grands Prix für Mercedes entschieden. Ein intensives Teamduell stand 2015 mehrmals vor der Eskalation, doch Motorsportchef Wolff zähmte seine Fahrer immer wieder.

2016 war die Dominanz noch größer, auch wenn der W07 nicht so zuverlässig war wie sein Vorgänger. Im harten Zweikampf der Teamkollegen setzte sich aber diesmal Rosberg durch und beendete direkt im Anschluss völlig überraschend seine Karriere - freie Bahn also für Hamilton, der 2017, 2018 und 2019 den Druck von Ferrari stärker spürte als zuvor, aber dennoch dreimal vorzeitig Weltmeister wurde.

Die Geburtsstunde der eigentlichen Silberpfeile geht auf das Eifelrennen 1934 zurück, für das ein Maximalgewicht von 750 Kilogramm festgeschrieben war. Das damals aktuelle Mercedes-Modell W25 wog aber 751 Kilogramm. Also gab Rennleiter Alfred Neubauer die Anweisung, über Nacht den weißen Lack abzukratzen, wodurch das silberne Blech zum Vorschein kam. Nach dem Formel-1-Ausstieg im Jahr 1955 wurde dieser Mythos erst 1997 als Partner des McLaren-Teams wiederbelebt.

Mercedes gewann als Motorenlieferant in der modernen Formel 1 die Fahrer-WM-Titel 1998 und 1999 mit Mika Häkkinen sowie 2008 mit Lewis Hamilton. 1998 und 2008 siegte Mercedes jeweils mit McLaren auch in der Konstrukteurswertung. 2009 sicherte man sich mit Jenson Button und dem Brawn-Team ebenfalls als Motorenpartner gleich beide WM-Titel.

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