Testwinter für Alonso beendet

Obwohl er wenige Minuten vor Schluss mit Defekt ausrollte, zieht Fernando Alonso nach Ende seines Testwinters eine positive Bilanz

(Motorsport-Total.com) - Mit einem technischen Defekt hat Fernando Alonso heute in Barcelona seinen Testwinter beendet: Der Ferrari-Pilot rollte nach 134 Runden aus und landete in der Endabrechnung 23 Tausendstelsekunden hinter Nico Hülkenberg im Williams. Da ab morgen Teamkollege Felipe Massa übernehmen wird, kann sich Alonso nun schon auf den Saisonauftakt konzentrieren.

So endete heute der Testwinter 2010 für Ferrari-Neuzugang Fernando Alonso

Ob der F10 ein Siegerauto ist, "weiß ich nicht", sagt der zweifache Weltmeister, aber: "Klar ist, dass wir großartige Arbeit geleistet haben. Das Auto lief die ganze Vorsaison hervorragend und ich hatte Glück mit meinen Testtagen, weil die meistens trocken waren. Wir hatten uns eine Liste an Arbeit vorgenommen und heute konnten wir den letzten Punkt abhaken. Wir fahren nach Bahrain im Wissen, dass wir bestmöglich vorbereitet sind."

"Wie schnell wir im Vergleich zu unseren Konkurrenten sind, kann niemand sagen, aber wir werden jedenfalls 100 Prozent unseres Potenzials ausschöpfen", zeigt sich Alonso zuversichtlich. Wegen der unterschiedlichen Benzinmengen könne man über das Kräfteverhältnis nicht viel sagen, aber er schließt sich den Tipps der meisten Experten an: "Red Bull, McLaren, Mercedes und Ferrari werden glaube ich die Teams sein, die um den Titel kämpfen können."


Fotos: Michael Schumacher, Testfahrten in Barcelona


Der Spanier bleibt übrigens auch nach seinem letzten Testtag bei der Aussage, dass der F10 das beste Rennauto ist, das er je gefahren ist, "aber das bedeutet nicht automatisch, dass es auch das beste Auto im Feld ist", stellt er klar. "Es ist mein bestes Auto, ja, aber ich kann unmöglich wissen, ob es bei den ersten Rennen das beste Auto sein wird. Aber wie dem auch sei, ich bin sehr zufrieden damit, wie der Februar verlaufen ist."

Alonso gibt zu, dass er auch Einzelrunden geübt hat - heute stand generell die Simulation eines Rennwochenendes auf dem Programm: "Ich mache mir vor Bahrain keine Sorgen", sagt er trotz des gestrigen Elektronikdefekts und der heutigen Panne wenige Minuten vor Ende der Session. Besonders beeindruckend: Am Vormittag spulte der 28-Jährige einen extrem langen Run mit konstant schnellen Rundenzeiten ab.