• 15. Februar 2020 · 18:23 Uhr

Toto Wolff: Ich hätte Profi-Rennfahrer werden können!

Mercedes-Teamchef Toto Wolff war selbst als Rennfahrer in seiner Jugend aktiv, bis er einsehen musste, dass er im Finanzsektor besser aufgehoben ist

(Motorsport-Total.com) - Toto Wolff zählt zu den erfolgreichsten Formel-1-Teamchefs aller Zeiten. Der Österreicher verfolgte in seiner Jugend jedoch einen anderen Berufswunsch: Rennfahrer. Im Rallye-Auto schlug er sich passabel, es reichte für den österreichischen Vize-Staatsmeistertitel 2006. "Ich hätte davon leben können", glaubt Wolff rückblickend.

Toto Wolff

Toto Wolff holt 2002 in Oschersleben im Porsche den Sieg Zoom Download

1992 begann seine Karriere in der Formel Ford, später stieg Wolff auf GT-Prototypen um. Zwei Jahre später gewann er eine Klassenwertung im Rahmen der 24 Stunden auf dem Nürburgring. In jenem Jahr wurde seine Karriere jedoch beendet, als sich sein Hauptsponsor nach dem schweren Unfall von Karl Wendlinger in Monaco zurückzog.

Das sei "brutal" gewesen, aber Wolff musste einsehen, dass er als Pilot nicht sein volles Potenzial ausschöpft. Dennoch betrieb er neben seinen Finanzgeschäften weiterhin Motorsport. Im April 2009 gelang ihm ein neuer Rundenrekord auf der Nordschleife für Fahrzeuge mit Saugmotor.

Davor war er zwischen 2002 und 2006 in der GT-Weltmeisterschaft am Start. Und krönte sich in der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft zum Vizemeister. "Ich bin GT-Prototypen gefahren und habe - mit sehr guten Partnern, muss man dazusagen - auch Rennen gewonnen, auf WM-Ebene", erinnert sich der heute 48-Jährige im Interview bei 'auto motor und sport'.


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"Ich bin Rallye-WM gefahren, auch wenn's die Gruppe N war, und habe dort Bestzeiten erzielt. Meine Einschätzung war aber von Anfang an, dass das Niveau reichen würde, um davon zu leben", ist er überzeugt, etwa in Serien wie der DTM oder GT. "Aber eben nicht herausragend."

Das musste Wolff einsehen. Im Nachhinein die richtige Entscheidung. "Das ist immer die Einschätzung, die ich getroffen habe: Du musst wissen, worin du gut bist und worin du nicht gut bist. Deswegen frühzeitig der Schwenk in die Wirtschaft. Das war etwas, was mir immer Spaß gemacht hat und mir immer gelegen ist."

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