• 18. Juli 2024 · 15:50 Uhr

"Seltsam": Kevin Magnussen reagiert auf das feststehende Aus bei Haas

Kevin Magnussen spricht über sein feststehendes Aus bei Haas, seine Pläne für die Zukunft und ob er die angebotene Rolle bei Haas annehmen wird

(Motorsport-Total.com) - Die Entscheidung ist gefallen: Kevin Magnussen wird 2025 nicht für Haas in der Formel 1 fahren. Teamchef Ayao Komatsu teilte dem Dänen in der vergangen Woche am Telefon mit, dass seine Dienste im kommenden Jahr nicht mehr gebraucht werden - zumindest im Cockpit. Dann wird Haas mit einem komplett neuen Fahreraufgebot antreten.

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Kevin Magnussen wird 2025 nicht für Haas fahren Zoom Download

"Es wird schon seltsam sein, das Team am Ende des Jahres zu verlassen", sagt Magnussen nach dem heute verkündeten Abschied am Saisonende. "Aber alles geht irgendwann vorbei. Aber es ist ja auch noch früh in der Saison: Haas hat den Schritt gemacht und möchte seine Fahrer für das kommende Jahr frühzeitig festlegen."

"Das ist verständlich und für mich auch in Ordnung", betont der Däne, der damit vor seinem Abschied aus der Königsklasse steht. Zwar kann er nun mit der Gewissheit mit anderen Teams verhandeln, doch bislang gilt der 31-Jährige bei keinem der anderen Teams als Favorit auf eines der Cockpits.

Für ihn selbst war die Situation dabei absehbar, denn dass Haas 2025 zumindest ein Cockpit mit Oliver Bearman besetzen würde, das war ihm seit Monaten klar. Ein Cockpit war aber trotzdem noch unbesetzt. Trotzdem übte er keinen aktiven Druck auf das Team aus und übte sich in Geduld. "Es gab keinen Grund, meinen Fall vorzutragen, denn sie wissen ja sehr gut, was sie an mir haben", sagt er.

Doch das reichte anscheinend nicht aus, um Magnussen auch über 2024 hinaus einen Vertrag anzubieten, was dieser schon ein bisschen schade findet. Denn der Däne wollte irgendwann einmal die Früchte ernten, die er in mühevoller, jahrelanger Arbeit mit dem Team gepflanzt hat. "Das wäre interessant gewesen", meint er.

Andere Teams haben noch Plätze

Doch er sieht es auch positiv: "Es gibt auch viele andere interessante Projekte und noch verfügbare Plätze in der Formel 1, die ebenfalls interessant sein könnten", so Magnussen. "Natürlich hält Carlos [Sainz] derzeit alles auf, aber irgendwann wird Bewegung reinkommen."

"Das Beste dürfte sein, sich darauf zu konzentrieren, gute Rennen abzuliefern, und dann werde ich auch ein Kandidat für diese verfügbaren Plätze sein", ist er überzeugt.


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Mit Mercedes, Racing Bulls, Alpine, Sauber oder Williams gibt es noch einige offene Cockpits, bei denen Magnussen vor allem in der unteren Hälfte des Grids noch Chancen haben könnte.

Er selbst sagt, dass alle Teams für ihn interessant seien: "Man kann auf jedes Team schauen und sagen, dass es im kommenden Jahr vielleicht Top 5 sein kann", so Magnussen. Und auch wenn es schade sei, Haas zu verlassen, weil es derzeit in guter Form ist, könne sich das im kommenden Jahr ändern. "Und dann ist vielleicht ein anderer Platz besser. Wer weiß."

Keine Angst vor Karriere außerhalb der Formel 1

Mittlerweile schließt Magnussen aber auch eine Fortsetzung der Karriere außerhalb der Königsklasse nicht aus. Schon nach seinem ersten Aus 2021 hatte sich der Däne in Sportwagen versucht und war auf den Geschmack gekommen, bevor er nach dem Aus von Nikita Masepin wieder in die Formel 1 zurückkommen konnte.

"Es war interessant und aufregend, mal eine andere Seite des Lebens kennenzulernen", erzählt er. Zuvor sei sein ganzes Leben auf die Formel 1 ausgerichtet gewesen und Magnussen hatte Angst, das zu verlieren, weil er nicht wusste, was außerhalb auf ihn wartet.

"Aber es war nicht angsteinflößend. Es war eigentlich sehr positiv und spaßig. Und das hat mein Mindset verändert", gibt er zu. Denn nach Jahren im Mittel- und Hinterfeld konnte er sogar wieder Erfolge einfahren.

"Und das hat mir gezeigt, dass man zwar so lange wie möglich an der Formel 1 festhalten sollte, aber das Leben außerhalb nicht fürchten sollte. Das Leben danach wird gut sein", sagt er.

Verhandlungen mit Personen und Teams außerhalb der Formel 1 habe er zwar noch nicht aufgenommen, aber: "Ich weiß, wie die Situation in einigen interessanten Orten außerhalb der Formel 1 ist, für den Fall, dass ich weiterziehen muss", so Magnussen.

Fest steht für ihn nur: "Ich sehe nicht, dass ich in nächster Zeit den Rennsport verlassen werde."

Berater: Nimmt Magnussen das Haas-Angebot an?

Ob er auch dem Haas-Team die Treue halten wird, das hängt aber davon ab, wie sein Rennprogramm im kommenden Jahr aussehen wird. Teamchef Komatsu hatte in der Presseaussendung zur Trennung gesagt, dass er sich wünschen würde, Magnussen in anderer Rolle im Team zu behalten - vielleicht als Berater.

"Wenn ich woanders in der Formel 1 fahren sollte, dann funktioniert das nicht", sagt Magnussen auf das Angebot angesprochen. "Aber es ist schön, dass er das sagt. Sollte ich nächstes Jahr nicht in der Formel 1 fahren, dann werde ich mir das anschauen."

"Ich arbeite schon seit vielen Jahren in diesem Team. Ich kenne den Betrieb sehr gut. Ich habe eine Menge Erfahrung in der Formel 1. Es wäre also gut, diese weiter zu nutzen, anstatt den Sport ganz zu verlassen."


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Sollte er die Rolle bei Haas annehmen, dann bedeutet das aber eben auch, dass er kein Cockpit bei einem anderen Team gefunden hat. "Und in diesem Fall, denke ich, würde ich das Kapitel Formel 1 zuschlagen", sagt Magnussen.

Denn die Rolle als Ersatzfahrer bei einem anderen Team würde ihn absolut nicht reizen: "Daran wäre ich nicht interessiert", winkt er ab. "Ich möchte nicht einfach zu jedem Rennen reisen, sondern ich würde mich dann auf andere Dinge konzentrieren, die aufregend sind und die mich erfüllen."

"Aber ein Ersatzfahrer zu sein und darauf zu warten, dass sich jemand das Bein bricht, das ist nicht sehr aufregend."

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