• 07. Februar 2024 · 21:01 Uhr

Windsor-Gerücht: Hat Red Bull Albon wirklich einen Vertrag angeboten?

Wir haben recherchiert, was wirklich dran ist an den Gerüchten, dass Red Bull Alexander Albon einen Dreijahresvertrag angeboten haben soll

(Motorsport-Total.com) - Kurz nach der Aufregung um den Sensationstransfer von Lewis Hamilton zu Ferrari hat der Formel-1-Journalist Peter Windsor mit der nächsten möglichen Überraschung vom Transfermarkt aufhorchen lassen. Seine Behauptung: "So, wie ich das verstehe, wurde Alex Albon von Red Bull ein Dreijahresvertrag angeboten, ab 2025."

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Alexander Albon könnte Gerüchten zufolge zu seinem Ex-Team Red Bull zurückkehren Zoom Download

Windsor wandte sich am Freitag in einem YouTube-Livestream zum Hamilton-Transfer an seine 170.000 Abonnenten und kündigte an: "Ich denke, ihr werdet ihn neben Max Verstappen im Red Bull sehen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass er dazu nein sagt." Und: "Er hat wirklich hart gearbeitet, um wieder zu Red Bull zu kommen. Gratulation dazu, dass ihm dieser Vertrag angeboten wurde!"

Windsor ist in der Branche kein Unbekannter. In den 1980er- und 1990er-Jahren war er Teammanager bei Williams und Ferrari, und 2009 wollte er gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Ken Anderson unter dem Namen US F1 ein amerikanisches Formel-1-Team an den Start bringen. Ein Plan, der damals allerdings krachend scheiterte.

Seine Informationen über Albon seien nicht zu 100 Prozent verlässlich, sondern nur "zu 90 Prozent", räumte Windsor in dem Livestream ein. Ein paar Tage später, beim Williams-Launch in New York, war diese Story natürlich Thema. Und während Teamchef James Vowles schnell klarstellte, dass Albon für 2024 und 2025 an Williams gebunden ist, drückte sich Albon vor einer klaren Antwort.


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Er sagt: "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es nicht Fragen und Gespräche gegeben hat. Aber ganz ehrlich: Das ist nicht mein Bereich. Um diese Dinge kümmert sich mein Management. Ich konzentriere mich ganz aufs Fahren."

Was Red Bull Albon wirklich angeboten hat

Jetzt haben Recherchen von Motorsport-Total.com ergeben: Red Bull hat Albon tatsächlich ein Angebot unterbreitet. Dabei geht es aber nicht um einen unterschriftsreifen Dreijahresvertrag, um schon ab 2025 Sergio Perez abzulösen - sondern Red Bull möchte sich in einem ersten Schritt nur eine Option, eine Art Vorkaufsrecht, auf Albons Dienste sichern.

Sollte Albon dem Angebot zustimmen, könnte Red Bull dann entscheiden, ob man ihn 2026 wieder für drei Jahre ins Team holen möchte. Vorteil: Red Bull würde für die Option mutmaßlich gutes Geld bezahlen. Nachteil: Albons Handlungsspielraum auf dem Transfermarkt wäre eingeschränkt.

Konkrete Frage an Albon: James Vowles sagt, du stehst für 2025 bei Williams unter Vertrag. Bedeutet das deiner Meinung nach, dass du 2025 für Williams fahren wirst, oder hast du unabhängig vom Vertrag Möglichkeiten, dich auch anderswo umzusehen?

Albon antwortet: "Schauen wir mal. Die Zeit wird es zeigen. Aber belassen wir es dabei: Mein Fokus liegt auf 2024. Das Wichtigste ist, dass wir im Hinblick auf 2025 Fortschritte machen. Realistisch betrachtet möchte ich bei Williams bleiben. Wenn das Team so gut ist, wie ich mir das erhoffe, dann haben wir einen langfristigen Vertrag."

Kann Albon aus dem Williams-Vertrag raus?

Das könnte bedeuten: Erreicht Williams mit dem 2024er-Auto bis zu einem Stichtag X nicht bestimmte Performance-Kriterien, etwa eine bestimmte Position in der Konstrukteurs-WM, dann könnte Albon möglicherweise trotz Williams-Vertrag schon 2025 zu Red Bull wechseln. Das ist Stand jetzt aber reine Spekulation.

"Ich will jetzt erstmal sehen, wie sich der FW46 in Bahrain anfühlt, und dann bei den nächsten vier, fünf, sechs Rennen danach, damit ich ein Gefühl dafür bekomme, welche Fortschritte wir als Team machen. Meine ganze Aufmerksamkeit gilt Williams. Mir ist wichtig, wie schnell wir uns weiterentwickeln. Dann sehe ich mich auch langfristig hier."

Albon räumt ein: "Im Moment ist viel in Bewegung. Ihr Journalisten wisst das. Ihr wisst auch, dass es viele Gerüchte gibt." Und er sagt: "Mit meiner Erfahrung und da, wo ich aktuell stehe, finde ich, dass ich ein Auto verdiene, mit dem ich aufs Podium fahren und um Siege kämpfen kann. Das ist, ganz ehrlich, der Stand, auf dem ich mich sehe."

Albon: "Nahe am Höhepunkt meiner Leistungsfähigkeit"

Mit 27 Jahren hat der Thailänder die Lehrzeit in der Formel 1 längst abgeschlossen: "Ich habe das Gefühl, ich bin ziemlich nahe am Höhepunkt meiner Leistungsfähigkeit, wenngleich es natürlich immer Spielraum gibt, sich weiter zu verbessern."

"Ich hoffe, dass Williams das Team sein wird, mit dem ich die angestrebten Ergebnisse einfahren kann. Dafür hänge ich mich rein. Außerhalb davon ist die Frage, wie sich die Dinge entwickeln. Am Fahrermarkt gibt es einen klaren Trend, dass Teams 2025 und 2026 die gleichen Fahrer haben wollen. Schauen wir mal, wozu das führt."

Was Albon meint: 2026 greift in der Formel 1 ein komplett neues Reglement, mit veränderten Chassis- und Powerunit-Rahmenbedingungen. Und weil die meisten Teams nicht ein brandneues technisches Konzept mit neuen Fahrern in Angriff nehmen wollen, was schon 2021/22 beim einen oder anderen schiefgegangen ist, stehen Mehrjahresverträge für 2025, 2026 und darüber hinaus hoch im Kurs.

Während er bei Red Bull sofort in einem konkurrenzfähigen Auto sitzen würde, wird Williams wohl noch länger brauchen, um zur Spitze aufzuschließen. Albon weiß: "Das wird dauern. Ich denke, 2026, 2027 könnten wir so weit sein, regelmäßig um Podestplätze mitzufahren. Aber das ist noch weit weg."

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