• 29. Juni 2023 · 08:29 Uhr

Klar hinter Fernando Alonso: "Wenn Lance Stroll so weitermacht ..."

Lance Stroll landet 2023 bisher regelmäßig (klar) hinter Fernando Alonso - Braucht Aston Martin einen besseren Fahrer, um die eigenen Ansprüche zu erfüllen?

(Motorsport-Total.com) - Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 80 Punkte trennen Fernando Alonso und Lance Stroll aktuell in der Fahrer-Weltmeisterschaft. Bei keinem anderen Fahrerduo der Formel-1-Saison 2023 ist der Abstand so groß wie bei den Aston-Martin-Teamkollegen.

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Fernando Alonso hat Lance Stroll bei Aston Martin bislang klar im Griff Zoom Download

"Ich glaube, wenn Lance Stroll so weitermacht, dann wird der Vater [Teambesitzer Lawrence Stroll] irgendwann nicht umhinkommen, sich über die zweite Personalie Gedanken machen zu müssen", erklärt Experte Ralf Schumacher daher in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.

Denn während Alonso in sechs der acht bisherigen Saisonrennen auf dem Podium stand und dabei auch bereits zwei zweite Plätze holte, schaffte es Stroll 2023 noch kein einziges Mal auf das Treppchen. Zudem liegt er in Qualifying- und Rennduell gegen Alonso jeweils mit 1:7 hinten.

Lediglich Alexander Albon hat seinen Williams-Teamkollegen Logan Sargeant in der Qualifikation noch klarer im Griff, gegen den Rookie steht es dort aktuell sogar 8:0. Das wirft kein gutes Licht auf Stroll, der selbst bereits seine siebte Formel-1-Saison fährt.

Auch zuletzt bei Strolls Heimrennen in Kanada war der Unterschied zwischen den beiden Aston-Martin-Piloten wieder gewaltig. Während Alonso sich als Dritter qualifizierte und im Rennen Zweiter wurde, schied Stroll am Samstag bereits in Q2 aus und wurde am Sonntag Neunter.

Krack: Stroll war in Kanada "wirklich gut"

Im Ziel betrug sein Rückstand auf Alonso rund 55 Sekunden. "Ich denke, er hat sich wirklich gut geschlagen", nimmt Teamchef Mike Krack Stroll allerdings in Schutz und betont, der Kanadier habe nach einem schwierigem Qualifying einfach kein "Selbstvertrauen" gehabt.

So sei Platz neun auf dem Papier zwar "keine gute Performance", wenn der Teamkollege gleichzeitig Zweiter wird. Unter den Vorzeichen habe Stroll seine Sache am Sonntag aber "sehr gut" gemacht, betont Krack und erklärt: "Wenn man in so einem DRS-Zug steckt, ist es wirklich schwer, von [Platz] 16 auf neun nach vorne zu kommen."


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Als Beispiel nennt er Red-Bull-Pilot Sergio Perez, der nach einem verkorksten Qualifying im Rennen ebenfalls keine großen Sprünge nach vorne mehr machen konnte. Der Mexikaner war in Montreal von Platz zwölf ins Rennen gegangen und wurde am Ende Sechster.

Im Hinblick auf Stroll erklärt Krack, als dieser keinen Verkehr gehabt habe, "hat er die Rundenzeiten der Spitze auf den harten Reifen mitgehen können." Letztendlich sei aber das Qualifying "für alle der Schlüssel", und das hat bei Stroll in Kanada eben nicht gepasst.

Wann gelingt Stroll der Durchbruch?

Im Rennen habe er dann zudem noch Pech mit dem Safety-Car gehabt, das kurz nach seinem ersten Boxenstopp auf die Strecke kam und vielen anderen Fahrern so einen "freien" Stopp ermöglichte. Dadurch fiel Stroll noch einmal von Platz 13 auf 16 zurück.

"Letzten Endes hat es keinen Sinn, sich über [solche] Situationen zu beschweren. So ist das im Rennsport, und man muss aus jeder Situation das Beste herausholen. Und er hat es gut gemacht", betont Krack, der seinem Piloten eine tolle Leistung attestiert.


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Doch wann gelingt Stroll in diesem Jahr der ganz große Durchbruch? "Wir wissen, dass er auf Hochgeschwindigkeitsstrecken sehr stark ist. Und wir haben noch einige solcher Strecken vor uns. Ich bin also zuversichtlich, dass wir mit beiden [Autos] punkten können", so Krack.

Denn im Hinblick auf die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft muss Stroll dringend anfangen, bessere Ergebnisse einzufahren. 117 der 154 bislang gesammelten Aston-Martin-Punkte gehen auf das Konto von Alonso, Stroll selbst konnte lediglich 37 beisteuern.

Schumacher: Stroll 2024 vielleicht nicht mehr im Cockpit

Die Konsequenz: Aston Martin liegt in der WM nur auf Rang drei hinter Mercedes (167 Punkte). Würde Stroll auch nur annähernd so viele Punkte wie Alonso holen, wäre die Truppe aus Silverstone locker WM-Zweiter hinter Red Bull.

Ralf Schumacher kann sich daher sogar vorstellen, dass Stroll 2024 nicht mehr im Aston Martin sitzen wird. "Wenn das jetzt so bleibt, wie es im Moment ist, und deutlich Fernando Alonso vor ihm bleibt, dann nein", legt sich der sechsmalige Grand-Prix-Sieger fest.


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"Die nächsten drei, vier Rennen, glaube ich, werden das entscheiden. Und dann wird [Lawrence Stroll] wohl diese Entscheidung treffen müssen", so Schumacher, der nicht glaubt, dass Lance Stroll als Sohn des Teambesitzers einen unbegrenzten Bonus hat.

"Er hat ja Partner, er hat eine Zukunft, an die er denken muss", sagt er im Hinblick auf Vater Lawrence und erinnert: "[Er] ist ja auch ein Geschäftsmann." Er habe daher aktuell das Gefühl, dass es, "wenn es so bleibt, die letzte Saison von seinem Sohn sein wird."

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