• 07. September 2021 · 11:00 Uhr

Offiziell: George Russell fährt 2022 für Mercedes und wird Bottas-Nachfolger

Es ist fix: George Russell fährt ab 2022 für das Formel-1-Team von Mercedes und wird damit neuer Teamkollege von Lewis Hamilton - "Langjähriger Vertrag" für Russell

(Motorsport-Total.com) - Nun ist es offiziell: George Russell wird 2022 neuer Teamkollege von Lewis Hamilton beim Formel-1-Team von Mercedes. Die lange erwartete Verkündung der Entscheidung erfolgte am Dienstag. Russell unterschrieb beim Weltmeisterteam der vergangenen sieben Jahre einen "langfristigen Vertrag", wie das Team erklärt.

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George Russell fährt ab 2022 für Mercedes und wird Teamkollege von Lewis Hamilton Zoom Download

Der aktuelle Williams-Pilot Russell tritt bei Mercedes die Nachfolge von Valtteri Bottas an. Lange hatte sich Mercedes die Entscheidung offengelassen, in den vergangenen Wochen aber schlug das Pendel zugunsten des 23-Jährigen aus. Mit der Verkündung wartete Mercedes jedoch, bis der hochgeschätzte Bottas ein neues Team gefunden hatte. Der Finne wird ab 2022 für Alfa Romeo fahren.

"Mit Blick auf die kommende Saison müsste ich lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht voller Tatendrang stecke. Dies ist eine riesige Chance, die ich mit beiden Händen ergreifen möchte", sagt Russell. Der Brite gehört seit 2019 dem Nachwuchsprogramm von Mercedes an und galt schon seit einiger Zeit als legitimer Kronprinz des siebenmaligen Weltmeisters Hamilton.

Russell: Habe immer zu Lewis aufgeschaut

"Valtteri hat die Messlatte hoch gelegt und beständig Woche für Woche Leistung gezeigt, in dem er Siege und Polepositions erzielt und dem Team beim Gewinn mehrerer Weltmeisterschaften geholfen hat", sagt Russell weiter. Ziel sei es, "das Vertrauen zu belohnen, das Toto, das Team und der Vorstand in mich setzen".

Vor Hamilton hat er großen Respekt. "Ich habe seit meiner Kart-Zeit zu Lewis aufgeschaut und ich kann als Fahrer, Profi und Mensch nur davon profitieren, nun die Gelegenheit zu haben, von jemandem zu lernen, der für mich sowohl auf als auch neben der Rennstrecke zu einem Vorbild geworden ist", schwärmt er.

Wolff lobt "Gewinner" Russell

Während seiner Zeit bei Williams überzeugte Russell mit starken Leistungen, vor allem im Qualifying zeigte er teils herausragende Vorstellungen. In dieser Saison hatte Russell großen Anteil daran, dass das ans Ende des Feldes abgerutschte Traditionsteam einen Aufschwung erlebte und derzeit auf dem achten Platz der Konstrukteurs-WM liegt. Unter anderem feierte er in Belgien seinen ersten Podestplatz.

"Er war in jeder Rennkategorie ein Gewinner - und die letzten drei Saisons mit Williams haben uns einen Vorgeschmack darauf gegeben, was die Zukunft für ihn in der Formel 1 bereithalten könnte", blickt Teamchef Toto Wolff mit Vorfreude auf die nächsten Jahre. Russell gewann 2017 die GP3 und 2018 die Formel 2 - jeweils als Rookie.


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"Jetzt ist es unsere gemeinsame Herausforderung, ihn dabei zu unterstützen, in unserem Umfeld und an der Seite von Lewis, dem größten Formel-1-Fahrer aller Zeiten, weiter zu lernen", so Wolff weiter. Es sei "eine Erleichterung für uns, dass unsere Pläne für 2022 klar sind und bekannt gegeben wurden".

Williams dankt Russell

Russell bestritt bereits im Vorjahr ein Rennen für Mercedes, als er beim zweiten Wochenende in Bahrain den an Corona erkrankten Hamilton ersetzte. Schon damals deutete er an, auf was sich die Mercedes-Fans in den kommenden Jahren freuen dürfen. Auf Anhieb fuhr Russell auf dem Niveau von Bottas und war auf bestem Wege zum Sieg, ehe ein schlechter Boxenstopp ihm alle Chancen nahm.

Bei Williams sieht man den Abgang Russells mit einem lachenden und weinenden Auge. "In den vergangenen drei Jahren hat jeder Mitarbeiter hier bei Williams gesehen, wie engagiert, fokussiert und talentiert George durch seine Beiträge zum Team auf und neben der Strecke ist", würdigt Teamchef Jost Capito den Beitrag seines Noch-Fahrers.

"Er verfügt über alle Eigenschaften, die notwendig sind, um in unserem Sport die größten Erfolge zu erzielen, und deshalb freuen wir uns für ihn, sowohl das Team als auch ich persönlich, dass er die Möglichkeit erhält, sich bei Mercedes zu beweisen", so Capito weiter. Russell betont: "Es war eine Ehre, mit jedem Mitglied des Teams zusammenzuarbeiten und den Namen Williams in der Formel 1 zu vertreten."

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