• 04. Mai 2021 · 08:25 Uhr

Lando Norris: Chance im WM-Kampf gegen Bottas & Perez?

Nach drei Rennen liegt Lando Norris in der WM vor Valtteri Bottas und Sergio Perez: Kann er am Saisonende einen von beiden hinter sich halten?

(Motorsport-Total.com) - In Portimao ist Lando Norris der Hattrick gelungen: Zum dritten Mal in drei Rennen war der McLaren-Pilot "Best of the Rest" - also der am besten platzierte Pilot, der nicht in einem Red Bull oder Mercedes sitzt. Damit liegt der Brite auch in der Fahrer-WM auf Platz drei, vor Fahrern wie Valtteri Bottas oder Sergio Perez.

Lando Norris, Sergio Perez

Lando Norris konnte die überlegene Konkurrenz zumindest punktuell ärgern Zoom Download

Die Frage ist: Kann Norris eventuell sogar einen von beiden in der Gesamtwertung schlagen? "Na ja, es gibt immer eine Chance", sagt Teamchef Andreas Seidl. "Es ist einfach wichtig, dass wir zusammen mit Lando Wochenende für Wochenende abliefern. Konstanz und Performance sind der Schlüssel, um mehr Punkte zu holen als Autos, die auf dem Papier und in der Realität definitiv schneller sind."

Das ist dem Engländer bislang gut gelungen. Portimao war das erste Rennen, in dem Norris hinter allen vier Spitzenautos lag. In Bahrain konnte er von den technischen Problemen Sergio Perez' profitieren und Vierter werden, in Imola klassierte er sich erneut vor dem strauchelnden Mexikaner und vor Valtteri Bottas, der zwar durch einen Unfall ausschied, aber ohnehin nur am Ende der Top 10 lag.

"Wenn wir weiter Upgrades an das Auto bringen und wenn Lando weiter das macht, was er in den ersten drei Rennen gemacht hat, dann können wir die Jungs vor uns unter Druck setzen", so der Deutsche. "Und dann wird es in diesem Jahr sicherlich Möglichkeiten geben, vor ihnen ins Ziel zu kommen."

Doch Seidl weiß auch, dass man realistisch bleiben muss: "Wenn es die Jungs an jedem Wochenende ordentlich hinbekommen, dann müssen wir einsehen und anerkennen, dass wir in Sachen Performance noch nicht da sind."

Abstand im Rennen noch zu groß

Beim Großen Preis von Portugal wurde das offensichtlich. Norris konnte in der Anfangsphase zwar Sergio Perez überholen, hatte auf lange Sicht gesehen aber keine Chance gegen den Red Bull. Im Ziel fehlten ihm elf Sekunden auf "Checo", der zudem von seiner Crew deutlich zu lange auf den Medium-Reifen fuhr, um die schnellste Runde auf Soft angreifen zu können.

Der Rückstand auf Spitzenreiter Lewis Hamilton betrug sogar stolze 51 Sekunden. Dabei sieht es im Qualifying häufig so aus, als sei man gar nicht so weit weg. In Imola hätte sich Norris weit vorne qualifizieren können, wäre ihm seine Runde aufgrund von Tracklimits nicht gestrichen worden. Trotzdem hatte er als Siebter nicht einmal eine halbe Sekunde Rückstand und lag vor Bottas.

Warum der Unterschied von Samstag zu Sonntag so groß ist, kann Seidl auch noch nicht im Detail sagen. Er betont aber, dass McLaren an beiden Tagen deutliche Fortschritte im Vergleich zu den Spitzenautos gemacht habe.

Gute Fortschritte zum Vorjahr

"Wir dürfen nicht vergessen, dass sie uns in einem solchen Rennen letztes Jahr überrundet hätten, wenn Lewis [Hamilton] und Max [Verstappen] bis zur letzten Runde Vollgas gefahren wären - was aber nicht so oft vorkam", so der Teamchef. "In der Hinsicht konnten wir einen guten Sprung machen."


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Um aber auch wirklich wieder an der Spitze kämpfen zu können, werden noch weitere große Schritte benötigt. "Das passiert nicht über Nacht", sagt Seidl. Er ist aber auch schon mit den kontinuierlichen Schritten zufrieden, die er gerade sieht. "Wir hatten jetzt drei Rennen, in denen wir das drittbeste Auto hatten - wenn auch nur knapp verglichen mit unseren Hauptkonkurrenten."

Das ist für McLaren ein gutes Zeichen, denn vor allem im Mittelfeld ist die Fluktuation deutlich höher und ein Auto, das auf der einen Strecke noch gut funktioniert hat, kann plötzlich weiter hinten sein. Alpine war etwa in Bahrain und Imola nicht auf der Höhe, in Portimao aber vor AlphaTauri und nah an McLaren und Ferrari.

Barcelona als Indikator

Am kommenden Wochenende steht mit Barcelona eine "sehr wichtige Strecke" an. Denn in der Formel 1 gilt der Leitsatz: Wer in Barcelona schnell ist, ist fast überall schnell. die Strecke gilt als guter Indikator für das Kräfteverhältnis. "Wir werden dann ein gutes Bild haben, wo wir alle wirklich stehen", sagt Seidl.


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Wo McLaren in Barcelona stehen wird, vermag Seidl nicht zu sagen. Zum einen könne das Pendel von einer Strecke zur anderen in eine andere Richtung gehen, zum anderen bringen einige Teams in Barcelona Upgrades, die das Kräfteverhältnis noch einmal verändern können.

"Es ist so eng, dass zwei oder drei Zehntel den Unterschied machen können, ob du Fünfter oder Zwölfter bist. Aber nach dem, was wir bislang gesehen haben, gibt es keinen Grund, warum wir nicht wieder in einer Position sein sollten, um Platz fünf kämpfen zu können. Oder darum, das drittbeste Team zu sein."

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