• 01. Juli 2020 · 14:02 Uhr

Formel-1-Fahrer erwägen Kniefall in der Startaufstellung von Spielberg

Die Fahrer der Formel-1-Saison 2020 könnten beim Saisonauftakt in Österreich vor dem Start auf die Knie gehen, um zusammen ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen

(Motorsport-Total.com) - Mit der Kampagne "We Race As One" hat die Formel 1 jüngst ihre Solidarität mit den weltweiten Massenprotesten gegen Rassismus und für mehr Gleichberechtigung untermauert. Auch einzelne Fahrer und Teams, allen voran Lewis Hamilton und Mercedes, setzten ihrerseits Zeichen, etwa mit einer schwarzen Lackierung für 2020.

Spielberg

Die Formel-1-Saison 2020 steht unter dem Grundsatz "We Race As One" Zoom Download

Im Verlauf des ersten Rennwochenendes dieser Saison in Spielberg werden weitere Statements erwartet. So spielen die Piloten offenbar mit dem Gedanken, in der Startaufstellung vor dem Rennen auf die Knie zu gehen. Der Kniefall hat sich als Anti-Rassismus-Botschaft bereits in anderen Sportarten etabliert.

Lando Norris von McLaren bestätigte nun, dass eine ähnliche Geste vor dem Rennen in Österreich am Sonntag auch unter den Formel-1-Fahrern diskutiert werde. "Einige der Fahrer haben bereits darüber gesprochen", sagt Norris gegenüber 'PA Sport'. Am Freitag soll in der Fahrervereinigung GPDA eine Entscheidung fallen.

McLaren-Teamchef sichert Fahrern Unterstützung zu

"Wenn wir es machen, dann sollten wir es alle in der Startaufstellung tun", findet Norris und betont: "Wir werden alles tun, was wir können, um zu zeigen, dass wir uns um jeden kümmern und jeden respektieren. Wir werden das Richtige tun, wenn die Zeit reif ist."


Grand Prix von Österreich - Pre-Events

McLaren-Teamchef Andreas Seidl signalisierte bereits seine Zustimmung, sollten seine Fahrer vor dem Rennen auf die Knie gehen wollen. "Wir unterstützen natürlich alle Initiativen, die im Moment laufen, voll und ganz", sagte Seidl am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit ausgewählten Medien, darunter 'Motorsport-Total.com'.

"Mit der Formel 1 sind wir da sehr nah dran. Wir überlassen es voll und ganz unseren Fahrern, wie sie sich mit den verschiedenen Initiativen, die im Moment diskutiert werden, umgehen wollen", so Seidl weiter. Er betont, dass sich auch McLaren aktiv an Programmen zur Verbesserung der Vielfalt in seiner Belegschaft beteilige.

Seidl versichert: Wollen allen die gleiche Chance geben

"Rassismus oder Diskriminierung ist eindeutig etwas, das bei McLaren keinen Platz hat", erklärt der Teamchef. "Die Kultur, die wir hier in unserem Team haben, ist eindeutig eine Kultur, in der wir jedes einzelne Mitglied oder dessen Beitrag wertschätzen, wobei wir auch jedem einzelnen Mitglied gleiche Chancen bieten wollen."

Dazu führe man viele verschiedene Initiativen durch, auch um Minderheiten oder Gruppen zu unterstützen, die in der eigenen Unternehmensstruktur derzeit unterrepräsentiert sind. "Um ihnen noch bessere Chancen zu bieten, in unser Team zu kommen", so Seidl.

"Wir untersuchen Prozesse, wie wir Menschen einstellen, wie wir sie auch innerhalb unserer Organisation fördern. Es spielt für uns keine Rolle, welcher Religion jemand angehört, welche Hautfarbe, welchen Lebensstil oder welches Geschlecht er hat." Daher unterstütze man auch sämtliche Formel-1-Initiativen in dieser Hinsicht.

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