• 27. September 2018 · 13:59 Uhr

Renault dementiert Gerüchte über Williams-Partnerschaft

Cyril Abiteboul schließt aus, dass Williams in Kürze zweiter Antriebskunde wird - Für 2021 könnte aber erneut verhandelt werden - Kein Red-Bull-Nachfolger geplant

(Motorsport-Total.com) - Renaults Formel-1-Geschäftsführer Cyril Abiteboul hat kategorisch ausgeschlossen, dass Williams in Kürze wieder Kundenantriebe bei seinem Arbeitgeber bezieht. Im Interview mit 'Motorsport-Total.com' verweist er entsprechende Gerüchte in das Reich der Fabeln. "Es gab nie Gespräche", sagt Abiteboul.

"Nie" heißt wohl nur, dass eine neue Verbindung ab 2019 oder 2020 nicht zur Debatte stand. Denn zuvor waren Williams und Renault sehr wohl in Kontakt. "Wir haben uns in der Vergangenheit darüber unterhalten und auch ein anderes Projekt - abseits der Formel 1 - erörtert", tastet sich Abiteboul vor.

Heißt wahrscheinlich: Ehe Williams seine Verbindung zu Mercedes stärkte, indem eine Belieferung mit zusätzlichen Komponenten wie dem Getriebe vereinbart wurde, flirtete man mit Renault. Möglicherweise vor der Saison 2017. Über welche andere Rennserie gesprochen wurde, bleibt aber ein Rätsel.

Mit Blick auf die Zukunft will Abiteboul ein Comeback von Williams-Renault nicht ausschließen. "Ich bin sicher, dass wir 2021 - wenn ihr aktueller Vertrag endet - wieder miteinander sprechen", meint er. Dann könnte eine neue Motorenformel die Franzosen als Mercedes-Alternative attraktiver machen.


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Die Verbindung von Williams und Renault zählt zu den erfolgreichsten in der Formel-1-Geschichte. Zwischen 1989 und 1997 (in der V10-Ära) fuhr die Kombination 64 Grand-Prix-Siege ein und sicherte sich vier Fahrer-WM-Titel mit Nigel Mansell (1992), Alain Prost (1993), Damon Hill (1996) und Jacques Villeneuve (1997). Dazu glückte in dieser Zeit fünfmal die Krone bei den Konstrukteuren.

2012 gab es mit V8-Motoren eine Renaissance, trotz des vorerst letzten Williams-Siegs durch Pastor Maldonado aber keine weiteren Erfolgsgeschichten. Ende 2013, als die Hybridära vor der Türe stand, trennte man sich zum zweiten Mal und Mercedes übernahm als neuer Zulieferer - zunächst mit großem Erfolg, zuletzt aber als ein Puzzleteil eines schleichenden Niedergangs der Traditionsmannschaft.


Fotostrecke: Renault-Meilensteine in der Formel 1

Cyril Abiteboul betont, dass Renault auch sonst nicht auf der Suche nach einem zweiten Kunden wäre, der Red Bull künftig ersetzt: "Wir haben McLaren und damit: Basta!" Heißt nicht zwangsläufig, dass die Franzosen kein B-Team in der Formel 1 erwägen würden. "Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe", findet er. "Wir haben Kunden niemals und wirklich niemals wie Juniorteams behandelt."

Einen kleinen Bruder der Werkstruppe - wie ihn Red Bull mit Toro Rosso besitzt und wie er Ferrari mit Haas respektive Sauber nachgesagt wird - hält Abiteboul für sportlich vorteilhaft, aber für finanziell aufwendig. "Es bereitet uns Sorge, dass es bald nötig sein könnte, ein B-Team zu haben", bemerkt er. "Wir haben die FIA und die Formel 1 bei vielen, vielen Gelegenheiten darauf aufmerksam gemacht. Aber bisher gibt es keine Anzeichen, dass man sich des Problems annehmen würde." Spricht nicht gegen ein eigenes B-Team.

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