• 23. August 2018 · 19:20 Uhr

Berger verrät: Das waren Sennas drei Erfolgsgeheimnisse

Talent, Routine und Konzentrationsfähigkeit: Wieso Gerhard Berger bei McLaren gegen Ayrton Senna unterging, obwohl er sicher war, die Oberhand zu behalten

(Motorsport-Total.com) - Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger ist überzeugt, dass drei Faktoren seinen früheren Teamkollegen und besten Kumpel Ayrton Senna zu seinen Erfolgen geführt hätten: sein Talent, seine Routine und seine extreme Konzentrationsfähigkeit. Dem offiziellen Formel-1-Podcast 'Beyond the Grid' sagt Berger, dass er 1990 bis 1992 im Stallduell bei McLaren deshalb kaum eine Chance gehabt hätte.

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Gerhard Berger und Ayrton Senna waren abseits der Strecke gute Freunde Zoom Download

"Er hat im Alter vier Jahren mit dem Kartsport angefangen", so Berger über Senna. "Als er in die Formel 1 gekommen ist, hatte ich schon 400 Rennen Rückstand", meint der Österreicher, der erst mit 21 den Motorsport für sich entdeckte und nur vier Saisons später in die Königsklasse aufstieg. Für ihn ein kaum zu kompensierender Malus: "Den Erfahrungsvorsprung holt man nicht mehr auf."

Hinzu kam, dass Senna das Rennfahren nicht nur in Wiege gelegt, sondern er auch mental außergewöhnlich begabt war. "Er konnte sich unglaublich konzentrieren", schwärmt Berger. "Das hat ihn von allen anderen abgehoben. Man hätte ihm seine Hand abschneiden können und er hätte es nicht gemerkt, ehe ein Rennen zu Ende war." Ein Grund für Sennas unvergleichliche Qualifying-Stärke.

Dass Berger Senna im ersten Zeittraining als Teamkollegen - beim US-Grand-Prix 1990 in Phoenix - schlug, war eher ein Fluch als ein Segen. "Ich war damals nicht überrascht", meint er. Berger hatte seine Teamkollegen zuvor fast immer überflügelt. Entsprechend groß war sein Selbstbewusstsein in der neuen Konstellation. Durch die anfängliche Überlegenheit blieb ein früher Warnschuss aus.


Fotostrecke: Ayrton Senna: Die Karriere einer Legende

"Schon als ich bei McLaren unterschrieben habe, war ich naiv. Ich dachte, Ayrton wäre der Nächste, der in Schwierigkeiten käme", erinnert sich Berger. Weiteres Problem: Das 1990er-Auto war für den viel kleineren Alain Prost gebaut worden und Bergers Füße steckten zwischen den Pedalen, weil es ihm an Platz fehlte. "Aber ich bin wie immer in den Urlaub gefahren und hatte Spaß", sagt er über die Wochen nach Phoenix. "Als wir zurückgekommen sind, habe ich ihn nie mehr geschlagen."

Obwohl die Rollen fortan klar verteilt waren, sei Teamchef Ron Dennis fair gewesen und hätte seine Fahrer immer gleich behandelt. Genau wie die Piloten untereinander: "Wenn er in der Scheiße gewesen ist, habe ich ihm geholfen. Und wenn ich in der Scheiße gewesen bin, hat er mir geholfen", so Berger über Senna.

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