Daniil Kwjat rechnet "sehr bald" mit Entscheidung für 2018
Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat geht davon aus, dass Red Bull ihn bald über sein Programm für 2018 informieren wird - Verbleib im Formel-1-Team wahrscheinlich
(Motorsport-Total.com) - Die Bestätigung von Daniil Kwjat für eine weitere Saison bei Toro Rosso erscheint nur eine Frage der Zeit. Zwar wurde die Option auf den Russen noch nicht gezogen, doch Red-Bull-Teamchef Christian Horner hatte zuletzt verlauten lassen, dass er sich "kein Szenario vorstellen" könne, in dem diese nicht eingelöst werden würde. Noch wartet Kwjat allerdings auf das endgültige Grüne Licht. Das könnte allerdings schnell kommen.
"Es dauert nicht mehr lange, bis ich alles über 2018 weiß", betont er im Vorfeld des Großen Preises von Ungarn. Er hofft, dass Red Bull spätestens in der Sommerpause eine Entscheidung treffen wird. Dass er dabei für Toro Rosso gesetzt sein wird, davon geht er aus. "Ich habe eine gute Beziehung zu Red Bull", betont er, obwohl er vor etwas mehr als einem Jahr vom Mutterteam zum Juniorrennstall degradiert wurde.
Doch als B-Lösung will der Russe sein aktuelles Team nicht verstanden wissen. Er fühlt sich im Team wohl und könnte sich vorstellen, langfristig an Bord zu bleiben: "Es gibt keinen Grund, warum ich Toro Rosso verlassen wollen würde", stellt der 23-Jährige klar. "Ich glaube immer noch, dass ich ein Teil des Projektes sein will - und ich glaube immer noch an das Potenzial des Teams. Ich bin immer noch jung und habe Zeit."
Fotostrecke: Red-Bull-Junioren in der Formel 1
Christian Klien (2004-2010): Mit Unterstützung von Red Bull debütiert der Österreicher 2004 bei Jaguar in der Formel 1. Nach der Übernahme des Rennstalls durch den Engergy-Drink-Hersteller fährt Klien auch 2005 und 2006 bei den meisten Grands Prix für das nun Red-Bull-Racing genannte Team an der Seite von David Coulthard. Ende 2006 scheidet Klien nach Streitigkeiten über einen Wechsel in die ChampCar-Serie aus dem Red-Bull-Kader aus. Später ist der Österreicher Testfahrer für Honda und BMW-Sauber und fährt 2010 drei Rennen für HRT. Fotostrecke
Am Ende trifft die Entscheidung aber Red Bull - sie haben die Fäden in der Hand. Zwar war das sportliche Jahr von Kwjat noch nicht unbedingt überzeugend, doch dessen Trumpf ist, dass Red Bull kaum andere Möglichkeiten hat. Sollte Carlos Sainz Gerüchten zufolge wirklich im Sommer noch zu Renault abwandern, wäre ohnehin alles klar: Toro Rosso würde dann aller Voraussicht nach mit GP2-Meister Pierre Gasly aufgefüllt werden - alle anderen Junioren sind noch nicht Formel-1-reif und für Kwjat somit keine akute Gefahr.
Für ihn bleibt aber erst einmal nichts weiter zu tun, als Leistung zu zeigen und abzuwarten. "Was ich bisher gehört habe, bin ich auf Standby und warte auf die Entscheidung", sagt er. "Wir sind nah dran."