• 14. Februar 2017 · 14:22 Uhr

Honda: Neues Motorenkonzept 2017 ein großes Risiko

Hondas-Motorenchef Yusuke Hasegawa gibt zu, dass das neue Konzept für 2017 schiefgehen kann: Man erwartet mehr Performance, die Umsetzung sorgt für Skepsis

(Motorsport-Total.com) - Kann Honda den Rückstand auf die Motorenkonkurrenz in der Formel-1-Saison 2017 aufholen? Die Japaner waren 2015 in ihrer Allianz mit McLaren weit unterlegen, was die entwickelte Power-Unit betrifft. Diese Lücke konnte im Vorjahr deutlich verringert werden, für die kommende Saison will man noch einmal einen großen Schritt machen, geht dabei allerdings ein großes Risiko ein, wie Motorenchef Yusuke Hasegawa verrät.

Jenson Button

Ob Honda 2017 erfolgreich sein wird, ist nicht in Stein gemeißelt Zoom Download

Denn der Antrieb bekommt 2017 ein völlig neues Konzept. Um die Performance und die Bauweise zu verbessern, wurden Architektur und Layout des Motors komplett überarbeitet. "Das Konzept ist komplett anders", so Hasegawa gegenüber 'Autosport'. "Das ist sehr riskant, weil wir nicht viel über das neue Konzept wissen", sagt er.

Zwar ist man sich sicher, dass die Überarbeitung für einen Performance-Vorteil sorgen wird, allerdings kann man nicht versprechen, dass das Potenzial schon in dieser Saison ausgereizt werden wird. Sollte das nicht der Fall sein, droht der Kombo McLaren-Honda das dritte enttäuschende Jahr in Folge und wahrscheinlich der Verlust von Starpilot Fernando Alonso, der nicht noch eine Saison im Hinterfeld fahren möchte.

Doch der Spanier hat die Erwartungen zuletzt schon niedrig gehalten. Es werde schwierig sein, 2017 Siege einzufahren, weil der Rückstand auf Mercedes am Ende der Vorsaison "brutal" gewesen sei. Auch Rennleiter Eric Boullier ist noch skeptisch, was die Verbesserungen bei Partner Honda betrifft. Auf die Frage, ob ihn die Zahlen zuversichtlich stimmen, entgegnet er beim Pirelli-Launch-Event in Turin: "Das sage ich euch erst am Rennwochenende in Australien. Ich bin da vorsichtig..."


Fotostrecke: Honda-Meilensteine in der Formel 1

Bei Honda legt man derweil den Fokus weiter auf den Verbrennungsmotor, der als wichtigstes Teil des Antriebs gilt. Allerdings dürfe man laut Hasegawa auch die anderen Bauteile nicht vergessen: "Wenn wir den Motor selbst verbessern, müssen wir auch die Turbine verbessern, weil wir sonst nicht auf dem gleichen Niveau performen können, was die Energieentfaltung angeht."

Heute Vormittag wurde der neue Motor erstmals im Auto gezündet, doch die Entwicklung und Tests gehen auch in den kommenden Wochen und Monaten weiter. Durch systematisches Ausprobieren will man dabei die richtigen Schritte machen: "Ich hoffe, dass wir die Richtung und Elemente, auf die wir uns fokussieren müssen, verstanden haben", so Hasegawa.

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