• 14. April 2016 · 09:34 Uhr

Ex-Weltmeister pleite? Emerson Fittipaldi wehrt sich

TV-Berichte hatten Ex-Weltmeister Emerson Fittipaldi in einem schlechten Licht stehen lassen, doch der Brasilianer wehrt sich gegen Bankrott-Vorwürfe

(Motorsport-Total.com) - Es steht nicht gut um Ex-Weltmeister Emerson Fittpaldi - zumindest finanziell. Laut Medienberichten wurden dem Brasilianer aufgrund finanzieller Probleme einige Teile seines Museums beschlagnahmt. Neben Trophäen aus seiner aktiven Rennzeit wurden auch ein Formel-1-Auto und das siegreiche Fahrzeug aus dem Indy 500 von 1993 gepfändet, wie eine brasilianische TV-Show gezeigt hat. "Für mich scheint das gesteuert worden zu sein, um meine Integrität und mein Image zu zerstören", wehrt er sich nun gegenüber 'us.motorsport.com'.

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Emerson Fittipaldi hat in Brasilien zahlreiche finanzielle Verluste erlitten Zoom Download

Zwar gibt er zu, dass es finanzielle Probleme gebe, die nicht nur ihn sondern auch ganz Brasilien beträfen, doch man arbeite derzeit an einer Lösung und alles sei nicht so schlimm, wie es dargestellt wurde. Von einem Bankrott könne beispielsweise keine Rede sein, weil sein Vermögen größer als seine Schulden seien, zudem arbeite seine Gruppe aktuell daran, die Autos wieder zurück zum Museum zu bekommen.

"Jeder weiß, dass Brasilien seine Probleme hat und dass ich mit meiner Gruppe durch eine finanziell schwere Zeit gehe, aber wir sind immer noch da und lösen diese Probleme langsam", versichert Fittipaldi. Vor allem sein Investment in eine Ethanol-Raffinerie habe zu großen Verlusten geführt, weil die brasilianische Regierung durch ihre Politik ein Überleben der Raffinerien fast unmöglich gemacht habe. "Ich habe dort sieben Millionen Real (rund 1,8 Millionen Euro; Anm. d. Red.) verloren. Das ist viel Geld, und das war der Beginn meines Problems."


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Auch Versuche, die Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC nach Brasilien zu holen, seien finanziell ein Desaster gewesen: "Ich habe viel Geld dort hineingesteckt und bei den drei Events in Brasilien viel Geld verloren", sagt er. Sponsoren seien vor dem letzten Rennen abgesprungen, und auch Brasilien hatte aufgrund wirtschaftlicher Probleme seine Unterstützung zurückgezogen. "Unter diesen Umständen haben wir gelitten", so Fittipaldi.

Der ehemalige Weltmeister ist nicht einverstanden mit der Politik in seinem Heimatland, weil man beispielsweise Geld durch Ölkäufe ins Ausland schafft, anstatt es in Infrastruktur zu investieren. Außerdem seien die Zinsen bei Geschäftskrediten die höchsten der Welt: "Die Banken machen großen Profit, während das Land leidet. Das beeinflusst mich und tausende andere Geschäftsleute. Es ist wie Chaos", so Fittipaldi, der dennoch verspricht: "Ich arbeite hart daran, die Situation in den Griff zu bekommen."

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