• 07. April 2015 · 12:11 Uhr

Rückendeckung für Alonso: "Kritik nicht gerechtfertigt"

Obwohl er einen siegfähigen Ferrari gegen eine McLaren-Krücke eintauschte, glauben Fahrerkollege Merhi und Intimus Gracia an Alonsos Karriereplanung

(Motorsport-Total.com) - Im Winter kehrte Fernando Alonso seinem langjährigen Arbeitgeber Ferrari mit Frust im Gepäck den Rücken - prompt verfügt die Scuderia wieder über ein siegfähiges Auto, während der Ex-Weltmeister imMcLaren hinterhergurkt. Nummerisch betrachtet ließe sich bilanzieren, dass Alonso alles falsch gemacht hätte. Diese Rechnung ist Carlos Gracia zu simpel: "Die Ferrari-Geschichte war sehr kompliziert", sagt der Präsident des spanischen Motorsport-Verbandes und Alonso-Intimus 'El Confidential'.

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Fernando Alonso hat reichlich Grund, den Kopf hängen zu lassen Zoom Download

Offenbar spricht Gracia über interne Differenzen, von denen im Paddock geraume Zeit gemunkelt wurde. Er erkennt Potenzial an Alonsos neuem Arbeitsplatz in Woking: "Ich hätte Fernando gerne in diesem Ferrari gesehen, aber seine Aussichten sind auch jetzt noch gut und wir haben die Entscheidung zu respektieren", erstickt er eine Diskussion im Keim. Auch Landsmann und Manor-Marussia-Pilot Roberto Merhi befindet im Gespräch mit 'Marca': "Fernando zu kritisieren ist nicht gerechtfertigt."

Er gibt zu bedenken, dass Glück und Pech eine wichtige Rolle bei der Karriereplanung spielen: "Die Formel 1 ist ein komplexer Sport, so wird die Wahl eines Teams oft zu einer reinen Lotterie", so Merhi. Der Ex-DTM-Pilot will dem gemeinsamen Projekt von McLaren und Honda Zeit geben, die offenbar auch Alonso für sein Engagement eingeplant hat: "Abwarten, was bis zum Saisonende passiert oder in einigen Jahren. Schließlich hat er immer von einer mittelfristigen Verpflichtung gesprochen."

So lange muss es nach dem Geschmack Gracias gar nicht dauern, ehe wieder Edelmetall in die Vitrinen des Ron Dennis wandert: "Honda ist nicht zurückgekommen, um nur Zuschauer zu sein. Genau wie Ferrari ist auch McLaren ein Team mit großer Tradition und wird jedes Mittel nutzen, um sein Auto zu entwickeln", ist er sich sicher und spricht sogar von Grand-Prix-Erfolgen in wenigen Wochen: "In Spanien oder in Monaco sind sie auf der Höhe. Wenn nicht für einen Sieg, dann für ein Podium."

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