• 19. Februar 2015 · 17:43 Uhr

Vettel und der Schumacher-Vergleich: "Ich bin nicht Michael"

Sebastian Vettel findet, dass der Vergleich mit Michael Schumacher hinkt und will trotz des guten Testauftakts mit Ferrari "den Ball flachhalten"

(Motorsport-Total.com) - "Baby Schumi" wird Sebastian Vettel zwar schon lange von niemandem mehr genannt, doch die Vergleiche mit seinem Freund und Landsmann verfolgen den viermaligen Weltmeister schon während seiner gesamten Formel-1-Karriere und werden jetzt nach dem Wechsel zu Ferrari verstärkt bemüht. Doch dieser Vergleich hinkt, meint Vettel. "Einen Fahrer mit Michael zu vergleichen ist so gut wie unmöglich", sagt er der 'Sport Bild'. "Was Michael erreicht hat ist einmalig. Er hat in seiner eigenen Liga gespielt."

Sebastian Vettel, Michael Schumacher

Sebastian Vettel wird immer wieder mit Michael Schumacher verglichen Zoom Download

Dennoch sind die Parallelen unverkennbar. Nach ersten WM-Triumphen in einem anderen Team wechselt Vettel nun wie Schumacher vor 19 Jahren zu einem Zeitpunkt zu Ferrari, an dem sich das Team in einer sportlichen Krise befindet. Und wie einst bei Schumacher ruhen nun auch die Hoffnungen von Ferrari auf ihrem deutschen Piloten, der das stolze Team wieder in die Erfolgsspur bringen soll.

Zuletzt hatte Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene Vettel auf eine Ebene mit Schumacher gestellt. "Vettel ist die Kopie von 'Schumi'", meinte er im Gespräch mit Formel-1-Reporter Leo Turrini und erinnerte sich: "Zu Michaels Zeit war ich dabei, lebte im Herzen von Ferrari. Ich gestehe, dass mich Vettel von Zeit zu Zeit sprachlos macht. In gewissen Dingen, in gewissen Verhaltensweisen scheint er tatsächlich Schumacher zu sein."


Fotostrecke: Sebastian Vettels Weg zu Ferrari

Von solchen Vergleichen fühlt sich Vettel einerseits geschmeichelt. Es sei "immer wieder etwas ganz Besonderes, mit Michael verglichen zu werden", sagt er. "Und ich freue mich auch, dass ich von allen bei Ferrari so herzlich aufgenommen wurde. Trotzdem: Ich bin nicht Michael sondern Sebastian und ich muss und werde meinen eigenen Weg gehen." Außerdem könne man die heutige Zeit nicht mit der des Jahres 1996 vergleichen.

Allerdings scheint die Ankunft Vettels Ferrari zu beflügeln, denn bisher hinterließ das Team bei den Wintertests einen guten Eindruck, wenngleich die Zeiten noch keinerlei Aussagekraft haben. Das weiß auch Vettel, der daher mahnt: "Man muss den Ball erst mal schön flach halten. Ich weiß, wie viel Arbeit noch vor uns liegt. Denn Ferrari ist ein Team, das sich gerade im Umbruch befindet. Es wird schon noch eine Weile dauern, bis sich jeder wohl fühlt und zurechtgefunden hat in seiner neuen Aufgabe - mich eingeschlossen."

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