• 20. September 2025 · 21:36 Uhr

Erster Verstoß gegen "Flexiwing-Regel": Esteban Ocon in Baku disqualifiziert

Erst "massive Bremsprobleme" im Qualifying, dann auch noch den 18. Platz verloren: Für Esteban Ocon war der Baku-Samstag einer zum Vergessen

(Motorsport-Total.com) - Esteban Ocon hat im Qualifying zum Grand Prix von Aserbaidschan 2025 mit Platz 18 ohnehin schon ein ernüchterndes Ergebnis eingefahren. Ein paar Stunden nach Ende des Zeitfahrens kam es dann sogar noch dicker für den Haas-Piloten. Denn wegen eines Verstoßes gegen Artikel 3.15.17 des Technischen Reglements wurde er nachträglich disqualifiziert.

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Esteban Ocon wurde vom Baku-Qualifying nachträglich ausgeschlossen Zoom Download

Artikel 3.15 heißt im Technischen Reglement "Flexibilität aerodynamischer Komponenten" und regelt unter 3.15.17 die sogenannte "rear wing mainplane tip flexibility". Das ist genau jener Paragraf, der landläufig als "Flexiwing-Regel" bekannt ist und genau definiert, inwieweit sich die Spitze des Heckflügels unter Belastung maximal durchbiegen darf.

Artikel 3.15.17 wurde erst zu Saisonbeginn 2025 eingeführt, nachdem die FIA gegen Teams vorging, die die Flexibilität des Heckflügels ausnutzten, was zu einem "Mini-DRS-Effekt" führte. Die erlaubte Durchbiegung der Hauptebene des Heckflügels wurde dabei zunächst auf zwei Millimeter festgelegt und später auf 0,5 Millimeter reduziert, wenn sie in einem statischen Test einer Last von 750 Newtonmeter ausgesetzt wird.

Ab dem Grand Prix von Spanien in Barcelona im Juni ging die FIA zudem auch gegen "Flexiwings" an den Frontflügeln vor, um Aero-Elastizität noch stärker einzudämmen. Ocon und das Haas-Team sind nun die ersten Übeltäter, die wegen eines Verstoßes gegen diese noch junge Formel-1-Regel überführt werden konnten.

Konkret konnten die FIA-Inspekteure nachweisen, dass Ocons Heckflügel an zwei Messpunkten um 0,6 beziehungsweise 0,825 Millimeter nachgab. Das Team räumte die Richtigkeit der FIA-Messung ein und führte die Abweichung auf einen Produktionsfehler beim Zusammenbau des Flügels zurück. Damit war der Ausschluss aus dem Qualifying unumgänglich.


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Immerhin kann Ocon am Sonntag trotzdem am Grand Prix teilnehmen, obwohl er wegen der Disqualifikation streng genommen an der 107-Prozent-Hürde gescheitert ist. Doch die Rennkommissare haben ihm eine Starterlaubnis erteilt. Der Franzose wird das Rennen voraussichtlich aus der Boxengasse in Angriff nehmen.

Das Qualifying war für ihn aber schon vor der Heckflügel-Sache ein Fiasko. Während sich Teamkollege Oliver Bearman immerhin für Q2 qualifizieren konnte, schied Ocon bereits in Q1 aus - als 18. "Wir hatten ein massives Bremsproblem", erklärt er. "Ich hatte fast in jeder Runde stehende Räder. Schade, denn da steckte viel mehr Tempo im Auto."

Ocon sagt, er habe phasenweise um 30 bis 40 Bar weniger Bremsdruck angewendet als Bearman, und trotzdem blieben die Räder bei ihm stehen und beim Teamkollegen nicht. Die Folge: kein Grip, Untersteuern "und geradeaus in die Auslaufzonen", ärgert er sich. So erklärt er die mehr als drei Zehntelsekunden Rückstand im direkten Vergleich mit Bearman, der im internen Qualifyingduell jetzt auf 8:8 gestellt hat.

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