• 27. Oktober 2023 · 21:37 Uhr

Verstappen vor Albon im ersten Freien Formel-1-Training in Mexiko

Fünf Rookies bestreiten in Mexiko das erste Freie Training, Oliver Bearman fährt als Bester aus dem Quintett auf Rang 15 - Alexander Albon überrascht im Williams

(Motorsport-Total.com) - Im ersten Freien Training zum Grand Prix von Mexiko, bei dem nicht weniger als fünf Stammpiloten für Formel-1-Rookies Platz machen mussten, hat sich Max Verstappen (Red Bull) in 1:19.718 Minuten die Bestzeit gesichert. Der bereits feststehende Weltmeister verwies zum Auftakt Alexander Albon (Williams/+0,095) und seinen Teamkollegen Sergio Perez (+0,297) auf die Plätze.

Max Verstappen, Sergio Perez

Max Verstappen sicherte sich die Bestzeit im ersten Freien Training in Mexiko Zoom Download

Von den fünf Rookies, die im Einsatz waren, schaffte keiner den Sprung in die Top 10. Am schnellsten war Oliver Bearman (Haas) auf Platz 15, 1,595 Sekunden hinter Verstappens Bestzeit und 0,345 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Nico Hülkenberg (12.), der sich erst am Ende der Session vor Bearman setzen konnte, nachdem er seine erste schnelle Runde wegen Verkehr abbrechen hatte müssen.

Die fünf Rookies belegten einen Block am Ende des Klassements, unterbrochen nur durch Fernando Alonso (16./Aston Martin/+1,629). Einen Unfall baute keiner, Pech hatte jedoch Theo Pourchaire (Alfa Romeo): Der Franzose konnte nur vier Runden drehen, weil das Drive-by-Wire-System streikte. Somit blieb er als einziger Fahrer ohne Zeit und beendete die Session als 20. und Letzter.
Zum Thema: Ergebnis 1. Freies Training
F1-Liveticker: Der Freitag in Mexiko
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Technische Probleme traten bei mehreren Fahrern auf, bis auf Pourchaire konnten jedoch alle mindestens 17 Runden zurücklegen und Daten für den Rest des Wochenendes sammeln. Auch Carlos Sainz (7./Ferrari/+0,761) schaffte mehr als 20 Runden, trotz eines Hydraulikdefekts, der ihn nach gut zehn Minuten zu einer kurzen Reparaturpause zwang.

Sainz musste im vierten Gang zurück in die Boxengasse fahren. Ferrari gelang es, eine Lösung zu finden, die es ihm ermöglichte, sein Programm relativ ungehindert fortzusetzen. Charles Leclerc (Ferrari/+0,579) fuhr die fünftschnellste Zeit, nachdem er bei seinen ersten Runs auf der Strecke ein "metallisches Geräusch" bei Vollgas gemeldet hatte.

Kein Top-10-Ergebnis: Mercedes nicht beunruhigt

McLaren und Ferrari belegten die Positionen 4 bis 7 und ließen damit zu Beginn des Wochenendes auch Lewis Hamilton (11./Mercedes/+1,006) hinter sich. Allerdings lagen zwischen Lando Norris auf Rang 4 und Hamilton auf Platz 11 nur 0,487 Sekunden.

Dass am Ende kein Mercedes in den Top 10 lag, beunruhigt Teamchef Toto Wolff nicht: "Wir haben viele Teile getestet und Messungen vorgenommen, auch an der Bodenhöhe. Ein Trauma, das wir aus Austin mitnehmen! Viel zu testen ist nicht gut für die Rundenzeit. Aber darauf kam es uns nicht an", sagt er im Interview mit Sky.

Und über Rookie Frederik Vesti (19./+3,219): "Fred hat ein Trainingsprogramm für uns absolviert, das auf die Entwicklung des Autos abgezielt hat. Da war es nicht einfach für ihn, auf Rundenzeit zu kommen. Das ist für einen jungen Fahrer immer schade. Aber es war eine Notwendigkeit. Sonst hat er das Auto nicht in die Mauer gesetzt. Das war gut."

Das gesamte Feld, mit Ausnahme von Oscar Piastri (McLaren/+0,745), hatte im ersten Viertel der Session den C4-Prototypen von Pirelli getestet, bevor sie die Mischungen für den Rest des Wochenendes ausprobierten. Piastri nutzte die ihm zugeteilten Prototypreifen später für seine persönliche Bestzeit, die ihm den sechsten Platz einbrachte.

Aston Martin: "Eine gute Session"

Aston Martin erwischte mit den Positionen 10 und 16 auf den ersten Blick keinen optimalen Start ins Rennwochenende. Doch die Rundenzeiten sind am Freitagmorgen stets schwer zu lesen. Weshalb Teamchef Mike Krack vorerst unbesorgt ist: "Es war eine gute Session. Wir sind ganz zufrieden", sagt er im Interview mit Sky.

Das Ergebnis sei letztendlich "ein bisschen wie erwartet. Die Strecke war am Anfang schmutzig. Die Fahrer müssen sich dran gewöhnen, wir sind hier ja auf 2.200 Meter. Mit dem größten Flügel haben wir weniger Abtrieb als in Monza, und das wirkt sich natürlich aus. Die Reifen sind zwar die weichsten, man hat halt aber nicht den Grip. Und in der ersten Session muss man natürlich auch ein bisschen die Strecke sauber fahren."

"Es war jetzt gut, es gab zusätzliche Reifen, von daher konnten wir uns erstmal ein bisschen eingewöhnen und dann das Programm abspulen. Wir haben ein großes Testprogramm. Wir hatten ja die Upgrades eingeführt in Austin, und da geht die Arbeit weiter. Aber insgesamt war es ganz gut", sagt Krack.

"Die Charakteristik dieser Upgradeteile ist jetzt anders. Wir müssen uns daran auch mit dem Set-up ein bisschen anpassen. Das sind Dinge, die muss man Schritt für Schritt machen. Man kann jetzt nicht einfach sagen, wir fahren jetzt extrem tiefer oder eine extrem andere Aerobalance. Die erste Session ist hier immer ein bisschen ein Eingewöhnen. Und man hat auch immer noch ein paar andere Fahrer am Start. Das heißt, hier die erste Session ist nicht repräsentativ."

Wegen eines "kleinen Problems hinten bei der Fixierung des Heckflügels" verlor Aston Martin am Alonso-Auto acht Minuten Trainingszeit. Am Ende haben deswegen "drei, vier Runden" gefehlt, berichtet Krack, "aber das ist kein Drama. Das sind Dinge, die muss man mit einkalkulieren, das kann passieren", sagt er.

"Die Session heute Morgen lief eigentlich ganz gut. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir wenigstens wieder den Anschluss finden können. Wie es dann nachher aussieht, wenn dann jeder im Qualimodus fährt, das müssen wir dann sehen. Aber bisher war es eigentlich ganz gut. Wir sind nicht unzufrieden", so der Aston-Martin-Teamchef.

Für die Teams bietet Mexiko (kein Sprintformat) eine gute Gelegenheit, erstens technische Updates und zweitens Juniorfahrer zu testen. Die Liste der Rookies, die im ersten Training zum Zug kamen, war lang:

- Frederik Vesti statt George Russell (Mercedes) - Jack Doohan statt Pierre Gasly (Alpine) - Theo Pourchaire statt Valtteri Bottas (Alfa Romeo) - Oliver Bearman statt Kevin Magnussen (Haas) - Isack Hadjar statt Yuki Tsunoda (AlphaTauri)

Hadjar (17./+2,223) war am Ende um 1,373 Sekunden langsamer als sein Teamkollege Daniel Ricciardo (8.). Er saß im Auto von Tsunoda, der für das Mexiko-Wochenende mit einer Gridstrafe (fünf Positionen) vorbelastet ist. Grund dafür ist ein Getriebewechsel und der Tausch von Powerunit-Komponenten am Auto des Japaners.

Bei den technischen Updates fällt die Liste der Einzelteile zwar auf den ersten Blick lang aus, und bis auf Mercedes und Aston Martin haben alle Teams Weiterentwicklungen in petto. Allerdings handelt es sich dabei ausschließlich um streckenspezifische Erweiterungen der Kühlerlamellen und Bremsbelüftungen, damit die Powerunits und Bremsen in der Höhenlage von Mexiko-Stadt (2.285 Meter über dem Meeresspiegel) nicht überhitzen.

Wo kann man den Grand Prix von Mexiko im TV sehen?

Für Hardcore-Fans endet der Formel-1-Tag auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de. (Jetzt kostenlos abonnieren!) Dort gibt's nämlich am frühen Samstagmorgen deutscher Zeit (Zeit unbestimmt) ein Video mit einer Analyse der Freitags-Longruns und einer Übersicht über die technischen Updates der Teams. Am Samstag und Sonntag streamen Host Kevin Scheuren und Chefredakteur Christian Nimmervoll ab 3:30 Uhr (nach Qualifying) beziehungsweise 2:30 Uhr (nach Rennen) eine ausführliche Analyse live.


Gerüchte um Audi-Rückzieher aus der Formel 1

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Der Medien-Donnerstag in Mexiko wird überlagert von Gerüchten um einen angeblichen Rückzieher von Audi aus der Formel 1. Weitere Formel-1-Videos

Wer alle Sessions live sehen möchte, der kann das bei Sky tun. Sky zeigt neben Qualifying und Rennen auch alle Freien Trainings in voller Länge. Das Qualifying beginnt am Samstag um 23:00 Uhr deutscher Zeit (Vorberichte ab 22:30 Uhr), das Rennen am Sonntag startet um 21:00 Uhr (Vorberichte bereits ab 19:30 Uhr). (Link: Zur kompletten TV-Übersicht für den Grand Prix von Mexiko!)

Sky zu schauen lohnt sich aber nicht nur wegen der Live-Übertragungen aller Sessions und wegen des Rennens ohne Werbeunterbrechung, sondern auch wegen des hochkarätigen Expertenteams rund um den ehemaligen Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher, der bekanntlich nie darum verlegen ist, die Dinge so auszusprechen, wie er sie denkt. (ANZEIGE: Sei mit Sky hautnah dabei, vom ersten Freien Training bis zur Siegerehrung!)

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