• 27. September 2021 · 13:29 Uhr

Fernando Alonso: "Podium war aus eigener Kraft möglich"

Alpine-Pilot Fernando Alonso büßt ein mögliches Podest in Sotschi am Ende doch noch ein und wird Sechster, spricht aber trotzdem vom "besten Rennen des Jahres"

(Motorsport-Total.com) - Mit Platz sechs fuhr Fernando Alonso beim Formel-1-Grand-Prix in Sotschi zwar nicht sein bestes Ergebnis der Saison ein, sagt aber trotzdem: "Es war das beste Rennen des Jahres, was die Performance angeht. Das Auto fühlte sich sehr schnell an, die Balance war während des gesamten Rennens gut."

Fernando Alonso, Sergio Perez, Charles Leclerc

Fernando Alonso zeigte ein starkes Rennen und lag sogar auf Podestkurs Zoom Download

"Im ersten Stint konnten wir das Tempo von Checo (Sergio Perez; Anm. d. R. mitgehen", blickt Alonso auf die Anfangsphase zurück. Er war von Startplatz sechs ins Rennen gegangen. "Dann wechselten wir auf den Medium-Reifen und konnten (Max) Verstappen an einer Stelle sogar überholen und uns von ihm absetzen."

"Dann begann es ein wenig zu nieseln und wir überholten Daniel (Ricciardo), Checo und (Carlos) Sainz und waren Dritter. Ich denke also, dass das Podium heute aus eigener Kraft möglich war, das Auto lief wie am Schnürchen. Ich war sehr zufrieden."

Alonso glücklich über starke Zweikämpfe

Doch am Ende fehlte das nötige Quäntchen Glück, glaubt Alonso: "Leider kam der Regen fünf Runden vor Schluss. Einige Leute sind gewisse Risiken eingegangen. Und wir hatten Pech oder die Fahrer, die auf dem Podium standen, hatten diesmal viel Glück, aber bei derartigen Bedingungen ist es immer eine Lotterie."

Mit der Pace unter normaleren Bedingungen zeigte sich der Alpine-Pilot aber "sehr glücklich" und konnte die Kämpfe mit Verstappen, Sainz und Co. genießen. "Es hat sehr viel Spaß gemacht, weil ich schneller war!", lacht der Spanier. "Ich habe es wirklich genossen. Als die Bedingungen knifflig wurden, war das Auto sehr gut."

"Wir haben die Reifen sehr spät gewechselt, also waren meine Reifen, die gelben, in einem sehr guten Zustand. Ich habe Verstappen überholt, ich habe Daniel überholt, ich habe Perez überholt, ich habe Carlos überholt", zählt Alonso seine Gegner auf.

Alpine in Sotschi "extrem konkurrenzfähig"

"Wie gesagt, es ging nicht darum, dass jemand vor mir kollidiert oder ausgeschieden ist, sondern es ging um die Performance. Wir haben Leute aus eigener Kraft überholt, deshalb bin ich sehr stolz auf das Rennen. Ich bin sehr stolz auf das Team."

Daran hofft der 40-Jährige, in den kommenden Rennen anknüpfen zu können: "Wir scheinen hier extrem konkurrenzfähig gewesen zu sein. Also müssen wir herausfinden, ob wir hier etwas anders gemacht haben, und versuchen, uns für die nächsten Rennen weiterzuentwickeln. Das Auto war sehr schnell, was ein sehr positives Zeichen ist."


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Darüber, dass es am Ende nur zum siebten Platz reichte, ist Alonso deshalb nicht allzu enttäuscht. Zwar bekräftigt der Spanier: "Ich denke, wir hätten auf dem Podium stehen sollen, so wie wir das Rennen gemanagt haben. Wir waren vor Verstappen, wir haben uns von ihm abgesetzt, wir waren vor Sainz." Aber traurig sei er nicht.

Alonso: Jeden Punkt dieser Saison verdient

"(Lando) Norris ist ein erstaunliches Rennen gefahren und hat nur durch Pech nicht auf dem Podium gestanden oder seinen allerersten Sieg in der Formel 1 errungen. Wenn es regnet, ist das einfach ein Glücksfaktor", weiß der Alpine-Pilot.

"Ich bin traurig, wenn wir nicht konkurrenzfähig sind und auf P11 oder P12 stehen. Dann regnet es nie. Heute waren wir Dritter und es hat geregnet. Ich bin deswegen nicht traurig, auch wenn das Glück nicht auf unserer Seite war. Aber jeder Punkt, den wir dieses Jahr geholt haben, ist verdient. Uns wurde nie etwas geschenkt."


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Auf den Rest der Saison und das kommende Jahr blickt der Alpine-Pilot mit viel Zuversicht: "Das Team arbeitet fantastisch. Wir optimieren jedes Wochenende. An manchen Wochenenden sehen wir etwas weniger konkurrenzfähig aus, wie in Monza, wo beide Autos in den Punkterängen lagen. An anderen Wochenenden sehen wir konkurrenzfähiger aus, wie in Zandvoort oder Sotschi, und wir fahren unter die Top 6."

"Hier war sogar ein Podium möglich. Obwohl wir nicht die schnellsten Autos haben, machen wir an den Wochenenden und an den Sonntagen etwas richtig, um so gut zu punkten. Das zeigt, dass wir eine sehr starke Mannschaft haben und wir hoffen, dass das Paket für das nächste Jahr ab Werk konkurrenzfähig ist", so Alonso.

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