• 24. September 2021 · 15:01 Uhr

F1-Training Sotschi 2021: Favorit Mercedes dominiert am Freitag

Es läuft für Mercedes: Während Max Verstappen in die letzte Startreihe muss, dominieren Valtteri Bottas und Lewis Hamilton die Freien Trainings in Russland

(Motorsport-Total.com) - Valtteri Bottas war in beiden Freitagstrainings zum Grand Prix von Russland 2021 Schnellster. Bei (noch) sonnigen Verhältnissen in Sotschi am Schwarzen Meer fuhr der Mercedes-Pilot sowohl im ersten als auch im zweiten Freien Training Bestzeit. Am Nachmittag setzte er sich erneut vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton (+0,044) an die Spitze.

Valtteri Bottas (Mercedes) im Freitagstraining zum Grand Prix von Russland in Sotschi 2021

Valtteri Bottas im Freitagstraining zum Grand Prix von Russland in Sotschi Zoom Download

Hamilton sorgte diesmal für eine Schrecksekunde, als er an die Box kam, vermeintlich zu spät bremste und so den Mann mit dem Wagenheber über den Haufen fuhr. Der siebenmalige Weltmeister streckte sofort entschuldigend die Hand aus dem Cockpit, der Mechaniker wurde bei dem Zwischenfall nicht verletzt.

Offenbar stimmte mit den Bremseinstellungen etwas nicht. "[Brake] Magic, tut mir leid", funkte Hamilton. Das deutet darauf hin, dass er vergessen hat, einen Knopf zu drücken, und deswegen weniger Bremswirkung hatte als erwartet. Wir erinnern uns: In Baku hat ihn der Brake-Magic-Knopf beim Neustart das Rennen gekostet.

Der Rückstand auf Bottas beunruhigt Hamilton nicht: "Wir haben uns bewusst für unterschiedliche Set-ups entschieden, um zu sehen, welches besser ist", verrät der siebenmalige Weltmeister und ergänzt: "Es gibt einige Strecken, das sind Valtteri-Strecken, auf denen er absolut außergewöhnlich ist. Das ist so eine. Für mich ist Sotschi nicht die schlechteste Strecke, aber auch nicht die beste."

Überraschend: Hinter Bottas und Hamilton sicherte sich Pierre Gasly (AlphaTauri/+0,252) am Freitagnachmittag den dritten Platz. Dahinter folgten Lando Norris (McLaren/+0,561), Esteban Ocon (Alpine/+0,809) und Max Verstappen (Red Bull/+1,028). Letzterer beschwerte sich einmal, als er hinter einem Williams fuhr: "Unmöglich zu überholen mit diesem Topspeed!"

Und den Topspeed wird er im Rennen brauchen, denn der WM-Leader muss am Sonntag auf jeden Fall von ganz hinten starten. Red Bull hat vor dem zweiten Freien Training seine Honda-Powerunit gewechselt. Ein Tausch, der seit dem Crash in Silverstone als unvermeidbar galt und jetzt doch auf Sotschi vorgezogen wurde.


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Der Grund dafür, doch nicht wie geplant das Qualifying abzuwarten und erst dann über den Motorwechsel zu entscheiden, könnte die Wettervorhersage sein. Stand jetzt gilt es als durchaus möglich, dass das Qualifying wegen Starkregens nicht am Samstagnachmittag stattfinden kann. Und in einem Regenrennen holt es sich womöglich leichter auf als im Trockenen.

Verstappen ist nicht der einzige Fahrer mit Motorwechsel. Dass Charles Leclerc (10./+1,332) die neueste Ausbaustufe des Ferrari-Motors einbauen hat lassen, ist seit Donnerstag bekannt. Und bei Daniel Ricciardo (17./2,037) wurde der Mercedes-Motor gewechselt, um am Freitagabend ein technisches Problem zu beheben. Für ihn gibt's keine Strafe, weil ein gebrauchter Motor eingebaut wurde.

Eine Strafe ganz anderer Art hat indes Lokalmatador Nikita Masepin (19./+2,506) kassiert. Sein Haas-Team muss 1.000 Euro zahlen, weil der Russe (schon im ersten Freien Training) in der Boxengasse "geblitzt" wurde - mit 77,1 statt der erlaubten 60 km/h. Kimi Räikkönen (Alfa Romeo) handelte sich für 67,8 km/h 800 Euro Strafe ein.

Positiv aus Masepins Sicht: Mit dem neuen Chassis, das ihm weiterhin hilft, Vertrauen aufzubauen, war er letztendlich um 0,131 Sekunden schneller als Mick Schumacher (20./+2,637). Die Haas-Piloten belegten die Positionen 19 und 20. Unmittelbar vor ihnen landete Yuki Tsunoda (AlphaTauri/+2,361) auf Platz 18.

Für die einzige rote Flagge der Session sorgte Antonio Giovinazzi (14./Alfa Romeo/+1,585) mit einem Abflug in Kurve 9 - also an der Stelle, an der Leclerc zuvor bei einem ähnlichen Malheur noch etwas mehr Glück hatte. Giovinazzis lädierter Heckflügel verlor Teile, weshalb er auf Anweisung des Teams stehenblieb. Zur Bergung wurde das Training für neun Minuten unterbrochen.

Übrigens: Aus Sicht von Sebastian Vettel (Aston Martin) war es einer der besseren Freitage der Saison. Nach P5 am Vormittag fuhr er am Nachmittag als Neunter erneut in die Top 10. Rückstand: 1,244 Sekunden. Allerdings war er um eine halbe Sekunde schneller als sein Teamkollege Lance Stroll auf Platz 15.

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