• 18. Juni 2021 · 16:01 Uhr

F1-Training Frankreich 2021: 0,008 Sekunden Vorsprung für Verstappen

Red Bull dreht in Le Castellet den Spieß um: Max Verstappen fährt in FT2 Bestzeit vor Bottas und Hamilton - Sebastian Vettel kommt nicht über P15 hinaus

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen hat sich im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Frankreich in Le Castellet die Bestzeit gesichert. Nachdem Mercedes das Vormittagstraining auf dem Circuit Paul Ricard dominiert hatte, schlug Red Bull am Nachmittag mit der Tagesbestzeit von 1:32.872 Minuten für den aktuellen WM-Leader (vier Punkte Vorsprung) zurück.

Max Verstappen im Freitagstraining zum Grand Prix von Frankreich in Le Castellet (Paul Ricard) 2021

Max Verstappen im Freitagstraining in Le Castellet (Paul Ricard) 2021 Zoom Download

Verstappen hatte am Vormittag noch mit Untersteuern gekämpft, setzte sich am Nachmittag aber 0,008 Sekunden vor Valtteri Bottas an die Spitze. "Das war nicht schlecht, oder?", jubelte er am Boxenfunk. Für Teamchef Christian Horner ein "ermutigendes" Zeichen: "Man konnte hören, dass Max mit dem Auto zufriedener ist."

Aber: "Es geht ziemlich eng zu. Der Mittelsektor scheint ihr Sektor zu sein", sagt Horner im 'Sky'-Interview vom Kommandostand über das Duell mit Mercedes. Ausschlaggebend sei ein Set-up-Umbau nach dem ersten Training gewesen: "Ein bisschen Aerodynamik, ein bisschen Mechanik. Die Reifen in den richtigen Temperaturbereich zu bekommen, scheint ziemlich schwierig zu sein."

Laut Verstappen war der Freitag "gut". Er sagt: "Wir haben uns ganz gut gesteigert, sogar während der Session. In FT1 war ich gar nicht zufrieden, am Anfang von FT2 auch noch nicht. Das Auto war einfach nicht gut beisammen, und es war schwierig, eine gute Runde hinzuknallen. Wir wissen nicht, was die über Nacht finden. Aber unsere Longruns haben auch gut ausgesehen."

Dabei hatte FT2 für Verstappen mit einem kleinen Ärgernis begonnen. Denn genau wie Bottas in FT1 verlor er beim Ritt über die gelben "Baguette-Kerbs" ein paar Karbonteile, die Teammanager Jonathan Wheatley prompt via Funk bei FIA-Rennleiter Michael Masi zurückforderte. Bei den beiden bevorstehenden Rennen in Österreich, erklärt Horner, könne man jedes Teil brauchen.


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Bei Mercedes stand der Tag ganz im Zeichen des Chassistauschs zwischen Bottas und Lewis Hamilton (3./+0,253). Hamilton konnte damit keinen Unterschied ausmachen. Für Bottas war nach dem Training "schwer zu sagen, ob's am Chassis liegt oder an den Streckenbedingungen. Aber mein Gefühl ist viel besser als vor zwei Wochen. Das steht fest."

Das könnte auch am erhöhten Reifendruck liegen, den Pirelli vorschreibt, oder an den hohen Asphalttemperaturen. "Wir sind ziemlich viel gerutscht. Ich glaube aber, damit kämpfen alle", analysiert Hamilton. Und Teamchef Toto Wolff ergänzt: "Vorne wird's eng. Ein paar Runs waren gut, ein paar weniger. Aber die Basis ist gut."

Aus deutscher Sicht verlief der Nachmittag nicht zufriedenstellend. Sebastian Vettel (Aston Martin) handelte sich eineinhalb Sekunden Rückstand ein und wurde 15. Immerhin war er um 0,185 Sekunden schneller als Lance Stroll. Und Mick Schumacher (Haas) war um 0,181 Sekunden zu langsam für Nicholas Latifi (Williams), wurde aber 0,039 Sekunden vor Nikita Masepin Vorletzter.

Deutlich besser dran war zum Beispiel Fernando Alonso, der beim Heimspiel seines Teams Alpine den vierten Platz eroberte, weniger als eine halbe Sekunde hinter der Spitze. Auf den weiteren Positionen landeten Charles Leclerc (Ferrari), Esteban Ocon (Alpine), Pierre Gasly (AlphaTauri) und Carlos Sainz (Ferrari). Letzterer hatte auf P8 0,826 Sekunden Rückstand.

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