• 27. November 2020 · 13:34 Uhr

Formel 1 Bahrain 2020: Perez als bester Mercedes-Verfolger

Sergio Perez von Racing Point war im ersten Freien Training zum Formel-1-Grand-Prix in Bahrain der beste Verfolger der Mercedes-Fahrer - Vettel auf P12

(Motorsport-Total.com) - Mercedes hat das erste Freie Training zum Bahrain-Grand-Prix 2020 in Sachir bestimmt (alle Formel-1-Rennen im kostenlosen Liveticker verfolgen!). Mit 1:29.033 Minuten erzielte Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton die Bestzeit, und das deutlich vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas.

Sergio Perez

Racing-Point-Fahrer Sergio Perez fuhr im ersten Training in Bahrain auf Platz drei Zoom Download

Als bester Mercedes-Verfolger etablierte sich Sergio Perez von Racing Point auf P3, allerdings bereits mit einem Rückstand von 0,967 Sekunden auf Hamilton (hier das komplette Trainingsergebnis abrufen!).

Mit Carlos Sainz von McLaren und Pierre Gasly von AlphaTauri fuhren weitere Mittelfeld-Teams in die Top 10 des 90-minütigen ersten Freien Trainings, das bei bewölktem Himmel und etwa 27 Grad Celsius abgehalten wurde (hier die aktuelle Wetterprognose für das restliche Wochenende abrufen!).

Sebastian Vettel als einziger deutscher Fahrer in der Formel 1 2020 belegte beim Trainingsauftakt für Ferrari die zwölfte Position unter 20 Teilnehmern, knapp hinter Charles Leclerc. Abstand zur Spitze: knapp 1,6 Sekunden.

Verstappen beklagt schlechtes Handling

Etwas besser lief es für Max Verstappen und Red Bull: Der aktuelle WM-Dritte reihte sich auf Platz sechs ins Klassement ein, nur 0,008 Sekunden vor seinem Teamkollegen Alexander Albon - und beklagte sich am Funk über "Understeer-City", also über ein zu schlechtes Handling seines RB16. Anschließend stand sein Auto lange aufgebockt in der Box.

Auch Leclerc äußerte sich wenig begeistert am Funk und meinte, die Reifen würden bereits nach nur einer Runde deutlich abbauen. Das überrascht nicht: Der Bahrain International Circuit gilt aufgrund seiner sehr rauen Oberfläche als eine Strecke für "Reifenflüsterer".

Und der Kurs in Sachir lädt auch zu Fahrfehlern ein: Nach genau einer halben Stunde ereigneten sich zwei Zwischenfälle fast zeitgleich.

Abflug von Grosjean, Dreher von Verstappen und Leclerc

Romain Grosjean flog im zweiten Sektor bei Kurve 6 ab und rodelte durch die Auslaufzone, allerdings ohne einzuschlagen. Er funkte sofort: "Ich bin okay, aber meine [weichen] Reifen sind komplett hinüber." Grosjean fuhr in langsamer Fahrt zurück zur Box, mit schleichendem Plattfuß hinten links.

Ausgangs Kurve 2 drehte sich derweil Leclerc, nachdem das Heck seines Ferrari ausgebrochen war. Auch er setzte seine Trainingsfahrt fort.

Nach zwei Dritteln der 90-minütigen Einheit drehte sich Max Verstappen eingangs der Zielgeraden und kam mit deutlichen Bremsplatten auf den Reifen zurück an die Box - wie schon Valtteri Bottas zu Beginn des Trainings, nachdem dieser sich mehrfach verbremst hatte.

Freitagsfahrer Robert Kubica ist gut unterwegs

Von den beiden "Freitagsfahrern" Robert Kubica bei Alfa Romeo und Roy Nissany bei Williams setzte sich Kubica deutlich besser in Szene: Er belegte P13, direkt hinter den Ferrari-Fahrern, und knapp zwei Zehntel vor Alfa-Stammfahrer Antonio Giovinazzi auf P16.

Nissany wiederum war das Schlusslicht bei seinem Formel-1-Einsatz und büßte etwas mehr als drei Zehntel auf Williams-Stammfahrer Nicholas Latifi ein. Williams war indes klar die letzte Kraft, mit über 3,4 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit.

Pirelli lässt 2021er-Prototypen testen

Zahlreiche Teams verwendeten im ersten Freien Training unmarkierte Pirelli-Prototypen, die am Bahrain-Freitag verbindlich ausprobiert werden müssen. Grund: Formel-1-Reifenlieferant Pirelli will die Reifen für die Saison 2021 finalisieren. (Hier weitere Details zum Reifentest in Bahrain abrufen!)


Fotos: Grand Prix von Bahrain


Für Diskussionen sorgten ferner die sogenannten Track-Limits-Regelungen, nachdem im ersten Freien Training einige Rundenzeiten gestrichen wurden.

Daniil Kwjat etwa fuhr in Kurve 4 - dem Track-Limits-Schwerpunkt in Bahrain - zu weit hinaus, wurde von AlphaTauri darauf hingewiesen und funkte zurück, an Rennleiter Michael Masi gerichtet: "Michael, lass uns diese Track-Limits endlich loswerden!"

AlphaTauri-Teamchef Franz Tost aber relativierte die Kritik seines Fahrers und sagte bei 'Sky': "Die Fahrer kennen die Track-Limits. Sie müssen sich eben darauf einstellen. Steht halt so in den Regeln. Daran müssen sich die Fahrer halten."

Das zweite Freie Training zum Bahrain-Grand-Prix folgt um 16 Uhr MEZ (hier den kompletten Zeitplan und alle TV-Infos abrufen!).

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