• 13. November 2020 · 18:27 Uhr

Sebastian Vettel: Wie gut steht Ferrari in Istanbul wirklich da?

Wie das vergleichsweise gute Ferrari-Trainingsergebnis in Istanbul zu erklären ist und was Sebastian Vettel mit seinem neuen Helm sagen will

(Motorsport-Total.com) - Platz zwei mit Charles Leclerc und Platz acht mit Sebastian Vettel: Ferrari hat beim Training zum Türkei-Grand-Prix in Istanbul einen besseren Formel-1-Freitag erwischt. Warum? Da ist sich Vettel selbst "nicht sicher", wie er sagt.

Sebastian Vettel

Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel im Freitagstraining in Istanbul Zoom Download

Vettel weiter: "Ich glaube nicht, dass es einen besonderen Grund gibt. Es war so rutschig, dass es mehr darum ging, einen Rhythmus zu finden und auf der Strecke zu bleiben."

Am Ende fehlten Leclerc vier Zehntelsekunden auf die Tagesbestzeit von Red-Bull-Fahrer Max Verstappen. Vettel kam bis auf 1,7 Sekunden an diese Messlatte heran.

Vettels Fazit zum Freitagstraining

Sein Fazit zum Istanbul-Comeback am Freitag: "War nicht einfach. Der Asphalt ist ziemlich neu, daher war es sehr rutschig. Gegen Ende des Tages wurde es besser, und ich schätze, es wird von jetzt an immer besser und besser."

"Die größte Schwierigkeit bestand darin, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Ich denke, das hat soweit ganz gut funktioniert. Wir müssen noch ein bisschen am Auto tüfteln, dann wird morgen vielleicht gar nicht so schlecht."


Fotos: Ferrari, Grand Prix der Türkei


Er rechne allerdings damit, dass sich die Abstände im Feld zur Qualifikation hin noch reduzieren werden. Auch, weil am Freitag vielleicht noch nicht alle Teams die Reifen optimal ausgenutzt hätten.

Wie spielen die Reifen im Qualifying mit?

"Da waren wir heute halt auf der etwas besseren Seite", meint Vettel. "Heute hat es bei uns ganz gut geklappt, und ich hoffe, dass das morgen auch der Fall ist."

Die eine schnelle Runde im Qualifying sei aber ein Fragezeichen für alle. "Ich weiß nicht, wie viele Runden wir dann draußen bleiben werden", sagt Vettel.

"Aktuell siehts noch so aus, dass jede Runde schneller wird. Da hat der neue Reifen nicht unbedingt einen Vorteil, wenn man nach drei Runden noch schneller wird. Aber wir schauen, wie es morgen aussieht." Der Freitag sei aus seiner Sicht "ganz okay" gewesen.

Vettels neues Helmdesign

Für Aufsehen sorgte Vettel indes mit einem neuen Helmdesign, das er am Freitag vorstellte. Die Grundzüge seines bisherigen Designs sind erhalten geblieben, doch einige neue Elemente sind dazugekommen: eine Menschenkette am unteren Rand sowie der Schriftzug "Together As One" ganz oben, zum Beispiel. Vettel wirbt damit unter anderem für mehr Völkerverständigung und Toleranz.

"Es ist die Nachricht, die entscheidend ist", sagt Vettel und verweist damit auf die Formel-1-Kampagne "We Race As One". Er habe den Eindruck gewonnen, deren Botschaft sei nicht mehr so stark wie noch zu Saisonbeginn.


Fotostrecke: Fotostrecke: Sebastian Vettels Helmdesign "Together As One"

Vettel erklärt: "Wie immer geht sowas dann oft schnell verloren. Damit das eben nicht passiert, ist es [in der Türkei] auch der richtige Ort, um die Nachricht zu senden. Stichwort Diversität."

"Ich glaube, dass man die Scheuklappen wegnimmt und einerseits akzeptiert, dass es Unterschiede gibt, aber dass man eben keine Unterschiede macht und jeden so nimmt, wie er ist, und nicht schon in eine Kiste steckt aufgrund von irgendwelchen unterschiedlichen äußerlichen Merkmalen."

Eben das habe er mit seinem neuen Helmdesign ausdrücken wollen.

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