• 24. September 2019 · 18:10 Uhr

"Das ist kein Racing": Klare Worte von Norris nach Singapur-Bummelfahrt

Obwohl Lando Norris als Siebter ein starkes Ergebnis holte, ist er mit dem Grand Prix in Singapur nicht zufrieden - Es sei über weite Strecken kein echtes Rennen gewesen

(Motorsport-Total.com) - Taktisch war der Große Preis von Singapur 2019 eine spannende Angelegenheit. Die große Action auf der Strecke blieb in dem zweistündigen Rennen allerdings vor allem in der Anfangsphase komplett aus. Grund dafür war Spitzenreiter Charles Leclerc, der das Feld von der ersten Runde an einbremste. Das hatte nicht nur eine Auswirkung auf die Spitze - sondern auf alle Fahrer.

Max Verstappen, Valtteri Bottas, Alexander Albon, Lando Norris

In der Anfangsphase konnte in Singapur niemand überholen Zoom Download

"Wir waren so langsam. [...] Wir waren pro Runde drei bis vier Sekunden langsamer als die normale Pace", berichtet beispielsweise McLaren-Pilot Lando Lando bei 'Sky' und erklärt: "In gewisser Weise war es ziemlich entspannt. Aber es hat auch genervt, weil ich wusste, dass alle Fahrer hinter mir dranbleiben konnten. Wir wollten eine kleine Lücke nach hinten herausfahren, aber das ging nicht."

Zwar beendete Norris das Rennen schließlich als Siebter und damit als "Best of the Rest". Wirklich glücklich ist er aber nicht. "Es war schon anstrengend. Aber die ersten 30 Runden waren weit unterm Limit. Wir wird wirklich einfach nur herumgefahren", zuckt er die Schultern und erklärt: "Es war eher ein 20-Runden-Rennen." Denn die zweite Rennhälfte wurde zudem durch drei Safety-Car-Phasen unterbrochen.

Von den insgesamt 61 Runden wurden also nur wenige wirklich am Limit absolviert. Auf die Frage, ob das schlecht für die Formel 1 sei, antwortet Norris: "Ja, das denke ich schon. Es war irgendwie schön, weil ich nicht so müde war. Aber das ist kein Racing. Wir haben dort gesessen und nichts gemacht. Das ist einfach langweilig und sieht auch nicht gut aus. Aber es liegt nur daran, dass die Reifen so schlecht sind."

Lewis Hamilton macht zudem die Strecke dafür verantwortlich. Im Hinblick auf Überholmöglichkeiten sei Singapur "fast schlimmer als Monaco" , so der Weltmeister. "Wir müssten dazu vielleicht die letzte Kurve ändern", grübelt er und erklärt, dass man beim aktuellen Layout aus der letzten Kurve heraus nicht folgen könne. Er schlägt als Alternative eine Haarnadelkurve vor.

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