• 24. Juni 2017 · 13:02 Uhr

Formel 1 Baku 2017: Zittern um Verstappen und Vettel

Rückfall im Klassement und technischer Defekt für Max Verstappen im dritten Training - Ferrari mit Reparatur am Auto von Sebastian Vettel beschäftigt

(Motorsport-Total.com) - Nach den Plätzen eins und drei im Freitagstraining wurde Red Bull als Mitfavorit auf die Pole-Position beim Grand Prix von Aserbaidschan in Baku (Formel 1 2017 live im Ticker) gehandelt, doch daran sieht es nach dem dritten Freien Training am Samstagmorgen nicht mehr aus. Red Bull fiel nämlich auf die Plätze vier und sechs zurück und hatte obendrein mit technischen Problemen zu kämpfen.

Max Verstappen, Kimi Räikkönen

Max Verstappen und Ferrari erlebten kein optimales Abschlusstraining Zoom Download

Verstappen meldete am Boxenfunk mehrfach ein "merkwürdiges Geräusch", und zwar immer dann, wenn er in die Nähe des Drehzahllimits kommt. Das Team wies ihn daraufhin an, den Motorenmodus zu ändern, aber die Geräusche blieben. Bis der Niederländer zehn Minuten vor Schluss ganz ausrollte. Bis dahin hatte er 16 Runden absolviert, die schnellste in 1:43.614 Minuten. Das reichte mit 0,872 Sekunden Rückstand für P6.

Die Bestzeit sicherte sich in 1:42.742 Minuten Valtteri Bottas (Mercedes), der schon auf dem Stadtkurs in Sotschi triumphiert hatte und auch in Baku in den Freien Trainings bisher stärker wirkte als Teamkollege Lewis Hamilton (3./+0,416). Auch wenn letzterer "jetzt einigermaßen in Fahrt gekommen ist, gerade rechtzeitig für die Qualifikation", wie Formel-1-Experte Marc Surer nach dem Abschlusstraining analysiert.

Und so läuft wohl wieder alles auf ein Duell zwischen Mercedes und Ferrari hinaus. Auch wenn Sebastian Vettel (12./+1,602) wegen eines Hydrauliklecks nur sieben Runden drehen konnte und in den letzten rund 25 Minuten nur noch Zuschauer war. Die Ferrari-Crew nimmt das Auto über Mittag auseinander, weiß aber, wonach sie zu suchen hat - schließlich war der gleiche Defekt in Barcelona schon einmal aufgetreten.

"Der Hydraulikdruck hat nachgelassen. Das mussten wir untersuchen, und so etwas braucht Zeit", lässt ein Ferrari-Pressesprecher ausrichten. "Wegen unserer Position in der WM müssen wir auf Nummer sicher gehen. In Spanien hatten wir so etwas Ähnliches schon einmal. Dort konnten wir das bis zum Qualifying beheben. Die Jungs in der Garage haben jetzt natürlich viel zu tun. Aber wir haben ein paar sehr gute Mechaniker."

Dafür hielt Kimi Räikkönen gut mit Mercedes mit: Der "Iceman" belegte bei 26 Grad Luft- und 54 Grad Asphalttemperatur mit 0,095 Sekunden Rückstand auf Bottas den zweiten Platz. Beide Force Indias landeten erneut in den Top 10; Esteban Ocon (+0,602) hatte diesmal als starker Fünfter die Nase vor Sergio Perez (10./+1,396). Aber im Hinblick auf das Qualifying ist diesmal alles offen. Selten zuvor in dieser Saison war die Ausgangslage so spannend.

Eine hektische Mittagspause erwartet indes die Renault-Mechaniker. Jolyon Palmer (20./+10,298), zu Beginn der Session am fleißigsten, rollte schon nach sieben Minuten mit Motorschaden und Flammen aus dem Auspuff aus. Streckenposten eilten herbei und löschten das Feuer, übersäten das gelb-schwarze Auto dabei mit Löschschaum. Besonders bitter für Palmer, der an diesem Wochenende wegen anhaltender Ablösegerüchte ohnehin unter Druck steht.

Schlusslicht bleibt an diesem Wochenende weiterhin das Sauber-Team, dem rund eine halbe Sekunde auf den Rest des Feldes fehlt. Pascal Wehrlein war in FT3 um 0,077 Sekunden langsamer als Marcus Ericsson und belegte P19. Zumindest etwas besser lief es für Nico Hülkenberg. Der Renault-Fahrer kassierte gut eineinhalb Sekunden Rückstand, landete aber als Elfter zumindest in Reichweite der Top 10.

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