• 25. Mai 2017 · 11:30 Uhr

Formel 1 Monaco 2017: Topteams rücken zusammen

Lewis Hamilton sichert sich die Bestzeit zum Auftakt in Monaco, Sebastian Vettel ist ihm aber auf den Fersen - Max Verstappen trotz Problemen auf P3

(Motorsport-Total.com) - Überspitzt formuliert hatte Lewis Hamilton vor dem Trainingsauftakt zum Grand Prix von Monaco (Formel 1 2017 live im Ticker) befürchtet, dass er den Mercedes wegen des langen Radstands nicht um die Loews-Haarnadel rumbekommt. Doch diese Befürchtung ist nach der ersten Session dahin: Am Donnerstagmorgen sicherte sich der Barcelona-Sieger die erste Bestzeit des Wochenendes im Fürstentum, und das gleich mit 0,196 Sekunden Vorsprung auf Sebastian Vettel (Ferrari).

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton sicherte sich die Bestzeit im ersten Freien Training in Monaco Zoom Download

Mit seiner Bestzeit von 1:13.425 Minuten blieb Hamilton um mehr als eine Sekunde unter der Donnerstagsbestzeit von Daniel Ricciardo (Red Bull) im Jahr 2016. An der Spitze lagen die drei Topteams zwar nicht ganz auf Augenhöhe, aber doch näher beisammen als zuletzt. Zwischen den drei jeweils schnellsten Fahrern von Mercedes, Ferrari und Red Bull lagen am Ende der ersten eineinhalb Stunden nur 0,346 Sekunden.

Dritter wurde Max Verstappen, der mit Monaco 2017 eigentlich seinen Frieden machen möchte. Zuerst räuberte er in der Hafenschikane hart über die Randsteine, später musste dann der Unterboden ausgewechselt werden. Das kostete wertvolle Trainingszeit (etwa 45 Minuten), die gerade auf dieser Strecke so wichtig wäre, um von Anfang an fahrerisch in einen guten Rhythmus zu kommen. Im Finish fuhr er aber noch schnelle Zeiten.

"Max ist leider ein bisschen über die Randsteine gerumpelt, dabei wurde sein Unterboden beschädigt", sagt Teamchef Christian Horner. "Aber sonst sind wir für die erste Session recht zufrieden. Die Strecke wird mit jeder Minute griffiger, aber mit der Ausgangsbasis fühlen sich unsere beiden Fahrer sehr wohl. Es geht hier darum, dass der Fahrer Vertrauen aufbaut. Max hat den Vorteil der Jugend und geht in Kurve 1 und 3, wo es auf den Mut ankommt, gleich voll drauf."

"Er kommt schneller auf Zeit als Daniel, der ein bisschen älter und weiser ist. Aber im letzten Sektor ist es eine Freude, Daniel zuzuschauen. Daniel will hier unbedingt gewinnen. Das wäre nach 2016 eine wunderbare Geschichte", ergänzt Horner. "Der Ferrari scheint das Auto zu sein, das es zu schlagen gilt. Er ist leicht abzustimmen und Sebastian daher mein Favorit. Wir würden uns über die erste Reihe freuen. Dann ist alles möglich."

Deutlich zeichnete sich ab, dass Valtteri Bottas (4./Mercedes/+0,366) und vor allem Kimi Räikkönen (7./Ferrari/+0,739) in Monaco gegen ihre Teamkollegen einen schweren Stand haben. Auch wenn das Ergebnis des ersten Trainings nicht überbewertet werden sollte. Das gilt auch für die überraschend starken Zeiten von Toro Rosso (P6 und P9), erzielt noch dazu auf den etwas härteren Supersofts! Daniil Kwjat wurde exzellenter Sechster (+0,686).

Längere unfreiwillige Pausen einlegen mussten neben Verstappen auch Nico Hülkenberg (Renault) und Marcus Ericsson (Sauber). Bei Hülkenberg musste nach den ersten 40 Minuten die ERS-Batterie zunächst überprüft und dann ausgewechselt werden. Am Ende glaubte er daran, noch eine Runde fahren zu können, musste dann aber doch wieder aussteigen. Und bei Ericsson wurde der Unterboden abmontiert. Beide kamen auf drei Runden ohne Zeit.

Beide Force-India-Fahrer sicherten sich zum Auftakt Top-10-Positionen und erfüllten das Plansoll. Ebenso wie Comeback-Superstar Jenson Button (McLaren), der gemächlich anfing, aber letztendlich 35 Runden drehte und mit 1,529 Sekunden Rückstand 14. wurde. Je länger die Session dauerte, desto besser kam er in Schuss - kein Wunder, hat er doch nie zuvor ein 2017er-Auto getestet. Auf Stoffel Vandoorne (12./McLaren/+1,388) fehlten 0,141 Sekunden.

Formel-1-Experte Marc Surer bewertet Buttons Einstrand als rundum gelungen: "Er hat das sehr gut gemacht. Er hat sich gesteigert, ist immer näher an Vandoorne herangekommen. Für jemanden, der im Ruhestand war und das Auto noch nie gefahren ist, war das sehr gut. Der setzt sich da rein und ist sofort dabei. Aber ich habe auch nichts anderes erwartet. Nach so vielen Jahren weiß man einfach, wie es geht!"

Den fast standesgemäßen Crash gab es am Donnerstagmorgen übrigens nicht. Einige Fahrer, darunter Vettel und Räikkönen, fuhren aber so nahe an die Leitplanken ran, dass diese sanft touchiert wurden. Aber: "Offensichtlich sind die Aufhängungen stark genug, dass man die Leitplanken ein bisschen wegschieben kann", sagt Surer. Selbst der Auslauf in Sainte Devote wurde nur einmal genutzt, von Romain Grosjean (15./Haas/+1,896).

Pascal Wehrlein (18./Sauber/+2,833) kam zu Beginn noch nicht so gut zurecht, malt aber nicht schwarz: "Wir haben für dieses Rennen ein neues Paket am Auto. Da haben wir viel hin und her probiert. Momentan sind wir noch nicht zufrieden mit dem Grip und der Balance des Autos." Ansonsten habe man aber "keine größeren Probleme" gehabt. Nachteil: Von den Updates ist bislang nur eine Garnitur verfügbar.

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