• 09. Oktober 2015 · 10:38 Uhr

Formel 1 Sotschi 2015: Diesel behindert erstes Training

Deutsche Dreifach-Bestzeit beim Grand Prix von Russland: Nico Hülkenberg setzt sich unter widrigen Bedingungen an die Spitze - Schrecksekunde für Hamilton

(Motorsport-Total.com) - Aus deutscher Sicht endete das erste Freie Training zum Grand Prix von Russland in Sotschi (Formel 1 2015 live im Ticker) höchst erfreulich: Nico Hülkenberg (Force India) setzte sich am Ende vor seinen beiden Landsmännern Nico Rosberg (Mercedes/+0,052) und Sebastian Vettel (Ferrari/+0,631) durch. Aber die Bestzeit von 1:44.355 Minuten, um fünf Sekunden langsamer als die Freitagsbestzeit 2014, war aufgrund von schwierigen Bedingungen nicht repräsentativ.

Nico Hülkenberg

Wegen Diesel auf der Strecke begann die Session mit Verspätung Zoom Download

Denn die eigentlich 90-minütige Session konnte erst mit einer halben Stunde Verspätung beginnen, weil sich ein Dieselfilm auf der Strecke befand, der erst mit Bindemittel und Wasserschläuchen entfernt werden musste. Und selbst als es dann endlich losging, war noch so wenig Grip vorhanden, dass nicht ernsthaft trainiert werden konnte. Mehr als Funktionstests auf Intermediates und ein paar Übungsstarts, vor allem von Rosberg, waren nicht drin.

Und so kam es dann auch zu zahlreichen Ausrutschern und Drehern, aber allesamt ohne ernsthafte Konsequenzen. Am knappsten ging es zwischen Felipe Massa (12./Williams/+1,978) und Lewis Hamilton (7./Mercedes/+1,336) zu, als Massa in einer Linkskurve zu weit nach außen kam, sich drehte - und Hamilton einer Karambolage nur knapp aus dem Weg gehen konnte. Kleine Randnotiz: Ein paar Sekunden später drehte sich der Mercedes-Fahrer dann ohne Fremdeinwirkung.

Eine weitere interessante Situation passierte, als zuerst Vettel in einer Linkskurve das Heck überbremste, einen Dreher aber geschickt vermeiden konnte - und sich damit besser anstellte als Teamkollege Kimi Räikkönen (10./+1,860) nur wenig später an exakt gleicher Stelle. Ferrari scheint einen guten Start ins Wochenende erwischt zu haben, auch wenn die Bestzeiten unmöglich zu deuten sind. Aber die weichen Pirelli-Mischungen kommen Vettels Team entgegen.

Die große Überraschung war freilich Force India, denn neben Spitzenreiter Hülkenberg landete auch Sergio Perez (+0,791) als Vierter im Spitzenfeld. Aber Vorsicht: Der Force India fällt im Laufe eines Rennwochenendes, wenn die Strecke mehr Grip aufbaut, normalerweise etwas zurück - ganz anders als zum Beispiel, der Williams, der sicher mehr drauf hat als einen achten Platz durch Valtteri Bottas (+1,391).

Lotus erlaubte Testfahrer Joylon Palmer, der schon in Suzuka kaum fahren durfte, diesmal neun Runden, mit denen er den 17. Platz belegte. Ab Position 18 war dann die 107-Prozent-Marke überschritten - und zwar von den beiden Manor-Marussias und Marcus Ericsson, dessen Sauber von den Mechanikern an der Boxenausfahrt abgeholt werden musste, nachdem der Motor bei einer Startübung abgestorben war.

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