Formel-1-Übernahme: Liberty Media nimmt wichtige Hürde

Der Kauf der Formel 1 durch Liberty Media nimmt Formen an: Diverse Wettbewerbsbehörden haben die geplante Übernahme abgesegnet

von Juliane Ziegengeist · 17.12.2016 12:01

(Motorsport-Total.com) - Liberty Media hat bei der geplanten Übernahme der Formel 1 eine weitere Hürde genommen. Wie das Unternehmen selbst mitteilt, lägen alle notwendigen Genehmigungen durch die zuständigen Kartellbehörden verschiedener Länder vor. Damit ist eines von drei erforderlichen Kriterien für den erfolgreichen Kauf der Königsklasse erfüllt. Denn noch ist der Acht-Milliarden-Dollar-Deal nicht unter Dach und Fach.

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Der Automobil-Weltverband FIA muss noch genauso zustimmen wie die aktuellen Anteilseigner, die sich am 17. Januar treffen werden, um darüber zu entscheiden. Derzeit hält Liberty Media 19 Prozent an der Formel 1. Mit dem Erwerb der Anteile des bisherigen Mehrheitseigners CVC Capital Partners will der US-Medienkonzern die Königsklasse übernehmen und sich die mehrheitlichen Stimmrechte sichern.

Für den Deal hat sich Liberty Media indes finanzielle Unterstützung geholt. So steuern externe Geldgeber 1,55 Milliarden US-Dollar bei. Dabei handelt es sich um ein Konsortium mehrerer Investoren, die alle "die Begeisterung für den Sport" teilen, betont das Unternehmen. Sollten die noch ausstehenden Abstimmungen positiv verlaufen, erwartet Liberty Media den Abschluss noch vor Ende des ersten Quartals 2017.

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Nach der Übernahme wird der Konzern voraussichtlich knapp über 35 Prozent der Formel-1-Anteile halten. Dabei entfällt etwa die Hälfte des Investments auf die eigentlichen Anteile, die andere Hälfte deckt Schulden ab, die mit dem Kauf übernommen und abgeglichen werden. Die Liberty Media Group soll angesichts ihrer neuen Aufgaben in Formula One Group umbenannt werden. Ihr Vorsitzender wird Chase Carey.