• 14. Juni 2020 · 16:27 Uhr

Gasly rettet F1-Ehre bei Le Mans virtuell - Frust für Verstappen, Norris, Leclerc

Pierre Gasly holt mit seinem Teamkollegen von Veloce ein Top-5-Ergebnis bei den virtuellen 24 Stunden von Le Mans - Pech für Verstappen, Norris, Leclerc und Co.

(Motorsport-Total.com) - Die virtuelle Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans - am Samstag/Sonntag gefahren mit der Simulation rFactor 2 - hielt für die zahlreichen Formel-1-Piloten im 200-köpfigen Fahrerfeld überwiegend Frust bereit. Am Ende schaffte es immerhin einer in die Top 5.

E-Sport: 24h Le Mans virtuell

Pierre Gasly fuhr als glücklichster F1-Pilot beim virtuellen 24-Stunden-Rennen auf P5 Zoom Download

Pierre Gasly brachte das von Veloce eSports eingesetzte LMP-Auto mit der Startnummer 24 zusammen mit Formel-E-Pilot Jean-Eric Vergne und den beiden Sim-Racern Jarno Opmeer und Isaac Gillissen auf dem fünften Platz der Topklasse ins Ziel. (Bilder: 24h Le Mans virtuell)

Kein aktueller, aber ein ehemaliger Formel-1-Pilot kam in der zweiten Hälfte der Top 10 ins Ziel: Jenson Button trat unter anderem mit Alex Buncombe für das Rocket-Team an. Sie wurden nach den 24 Stunden zusammen mit ihren Sim-Racing-Partnern Jan van der Heyde und Matt Richards auf dem neunten Platz der Topklasse gewertet.

Frust für Verstappen und Norris nach starker Fahrt

In eben dieser Topklasse (LMP) traten unter anderem auch Max Verstappen und Land Norris an. Sie teilten sich das Cockpit des Redline-Autos mit der Startnummer 20 mit den Sim-Racern Atze Kerkhof und Greger Huttu. In der zehnten Stunden lag Verstappen für das Team in Führung.

Dann aber hatte Verstappen in den schnellen Porsche-Kurven einen Crash. Kurz zuvor war er schon mehrfach harmlos von der Strecke abgekommen. Wie sich herausstellte, waren es keine Fahrfehler des Niederländers, sondern sogenannte "Glitches", also Signalaussetzer, der Simulation.

Nachdem Verstappen, Norris und Co. infolge des Crashs und weiterer Signalaussetzer bereits als Ausfall gemeldet waren, durften sie im letzten Viertel der 24 Stunden doch wieder ins Renngeschehen eingreifen. Denn ein Neustart des zentralen Computers (Servers) hatte zum zweiten Mal in diesem Rennen für eine 30-minütige Rotphase gesorgt.

Als es weiterging, bekamen Verstappen, Norris und Co. eine Gutschrift von 130 Runden, weil ihr "Ausfall" nicht auf sie zurückzuführen war. Am Ende schafften sie es mit 17 Runden Rückstand auf die Sieger von Rebellion/Williams (Deletraz/Marciello/Wisniewski/Brzezinski) trotzdem nur auf Platz 25 im LMP-Feld mit 30 Autos.

Alonso/Barrichello ereilte das Verstappen-Schicksal schon früher

Ganz ähnlich erging es dem zweimaligen Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso. Er trat für sein eigenes E-Sport-Team unter anderem mit Rubens Barrichello an. In der zweiten Stunde gab es ein technisches Problem, weil beim Tankstopp kein virtueller Sprit ins LMP-Auto mit der Startnummer 14 floss. Grund war auch in diesem Fall ein Aussetzer der Simulation. Ohne Sprit auf der Strecke liegengeblieben wurden Alonso, Barrichello und Co. als Ausfall gemeldet. Alonso verabschiedete sich daraufhin via Twitter auf eine reale Radtour.

Weil es aber in der fünften Stunde den ersten der beiden Server-Neustarts gegeben hatte, durften auch Alonso/Barrichello und Co. genau wie später Verstappen/Norris und Co. wieder ins virtuelle Renngeschehen eingreifen. Auch sie bekamen eine Gutschrift (63 Runden), für die Alonso kurzerhand seine Radtour abbrach. Doch auf für dieses Team war letzten Endes mit Platz 17 im LMP-Feld nichts Großes mehr zu holen.

Leclerc im GTE-Feld schnell, aber ohne Glück

In der GTE-Klasse, die von Porsche gewonnen wurde, traten Charles Leclerc und Antonio Giovinazzi als Vertreter der Formel-1-Gemeinde an. Sie fuhren den Ferrari mit der Startnummer 52 zusammen mit den Sim-Racern Enzo Bonito und David Tonizza.

Nachdem man bei einem Drittel der Distanz an zweiter Stelle der Klasse geführt wurde, flog Leclerc mit dem Ferrari mehrmals ab. Der Grund waren auch in diesem Fall sogenannte "Glitches" in der Simulation beziehungsweise der Verbindung.

Für Leclerc/Giovinazzi und Co. wurde es am Ende der enttäuschende 18. Platz in Reihen der 20 GTE-Autos. Der Formel-1-Pilot von Ferrari hat aber schon angekündigt, dass er auf den Le-Mans-Geschmack gekommen ist und künftig gerne auch die realen 24 Stunden von Le Mans bestreiten würde.

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