• 10. Februar 2019 · 07:46 Uhr

Jenson Button: Seine späte "Rache" an Sir Richard Branson ...

In seinem Formel-1-Buch beschreibt Jenson Button, wie Sir Richard Branson seine Freundin angebaggert hat - wofür er sich nun in einem Interview "rächt" ...

(Motorsport-Total.com) - Wer das Buch von Jenson Button gelesen hat (Sponsored: "Life To The Limit", erschienen 2017 bei Blink Publishing), der weiß um die besondere Beziehung des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters zu Sir Richard Branson. Denn der Virgin-Boss, laut Wikipedia ein "britischer Unternehmer und Philanthrop", wäre 2009 beim Saisonauftakt in Melbourne beinahe mit Button aneinandergeraten.

Jenson Button und Richard Branson

Melbourne 2009, vor dem Zwischenfall: Jenson Button und Richard Branson Zoom Download

Die Geschichte, die wir in diesem Artikel noch einmal erzählen werden, wirkt bei Button offenbar immer noch nach. Denn in einem Interview mit dem Lifestyle-Männermagazin 'GQ' wurde er kürzlich gefragt, wen er am ehesten auf eine einsame Insel mitnehmen würde: Flavio Briatore, Richard Branson oder Lewis Hamilton.

"Ich glaube, ich würde mich für Richard entscheiden", entgegnet Button. "Wenn es Necker Island wäre, wäre das gar nicht so schlecht!"

Necker Island gehört zur Gruppe der Britischen Jungferninseln in der Karibik und ist seit 1979 in Bransons Besitz. Der Geschäftsmann bietet die Insel für exklusiven Tourismus an. Davor galt sie als wahrer Horror, voller Schlangen, Skorpione und Taranteln ...

Richard Branson: Alko-VIP außer Rand und Band

Buttons Seitenhieb kann als (natürlich augenzwinkernde) späte Rache für den eingangs erwähnten Samstagabend beim Grand Prix von Australien 2009 interpretiert werden. Der damalige Brawn-Pilot (der in jenem Jahr Weltmeister werden sollte und gerade souverän auf Pole-Position gefahren war) war mit seiner Entourage zum Abendessen ins Restaurant Nobu eingekehrt. Natürlich gemeinsam mit seiner (inzwischen abservierten) Langzeit-Freundin Jessica Michibata.

Branson spielte für ihn insofern eine Rolle, als er sich mit seiner weltberühmten Marke Virgin als Sponsor des Brawn-Teams engagiert hatte. Doch mit dem manchmal selbstverliebt wirkenden Auftreten seines Landsmannes hatte Button so seine Schwierigkeiten. Das beschreibt er in seinem Buch (Sponsored Link: Jetzt bei Amazon bestellen!) an mehreren Stellen.

Als Branson zur Tür reinkam, sei er "sehr, sehr betrunken" gewesen, schreibt Button in seiner Biografie. Und wenn Richard Branson ein Restaurant betritt, geht das naturgemäß nicht ohne Rambazamba. Branson steuerte direkt auf den Button-Tisch zu und setzte sich ungebeten. Was bei den Anwesenden per se schon für ein gewisses Unbehagen sorgte.


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Doch es sollte noch dicker kommen: "Ich musste auf die Toilette, sodass ich nicht mitbekam, was danach geschah", schreibt Button. "Offenbar lehnte er sich rüber zu Jessica und sagte ihr: 'Starr mich nicht so an!' Sie erklärte ihm, dass sie ihn gar nicht anstarre. Aber er beharrte drauf: 'Starr mich nicht so an!'"

"Jessica war zwar Model, aber sie war auch ziemlich schüchtern, sodass sie sich in der Situation unwohl fühlte. Besonders als Sir Richard sein Flirten einen Gang hochschaltete, indem er mit seiner Hand ihr Gesicht berührte."

"Ich war da immer noch auf der Toilette. Mein Manager warnte ihn: 'Du haust jetzt besser ab, sonst gibt's eine aufs Maul, wenn Jenson wiederkommt.' Nun, ich bin keiner, der sich mit einem Ritter im Königreich Nobu anlegt, ganz besonders nicht in der Nacht vor einem Rennen. Aber ich war schon stocksauer, als ich Sir Richard mit seiner Hand im Gesicht meiner Freundin vorfand."

Buttons "Trostpreis": Grand-Prix-Sieg am nächsten Tag!

"'Jetzt mal langsam', sagte ich. 'Das reicht. Das ist wirklich daneben.' Aber er war so besoffen, dass er nicht kapierte, was das Problem war", erinnert sich Button.

"Danach stand er dann auf und setzte sich an den Nebentisch zu zehn anderen Leuten. Einer von denen hatte offenbar noch nicht mitbekommen, wie betrunken er war, drückte ihm ein Baby in die Hand und wollte ein Foto machen."

"Wir schauten uns schockiert an und trauten unseren Augen nicht, als der torkelnde Sir Richard das Baby nicht nur nahm, sondern mit ihm knuddelte und durch das Restaurant torkelte, mehr und mehr sorglos ob seines Zustands."


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Den Ernst der Lage erkennend, versuchten nach und nach immer mehr Gäste, den außer Rand und Band geratenen Alko-VIP zur Besinnung zu bringen und ihm einzureden, das Baby aus der Hand zu geben. Was er schließlich, "sehr zur Erleichterung aller Anwesenden", wie Button schreibt, auch tat.

Bis auf augenzwinkernde Seitenhiebe in Interviews ist zwischen den beiden aus jener Nacht übrigens kein böses Blut geblieben. "Er hat sich für jene Nacht entschuldigt und mir sogar gesagt, dass er danach monatelang nichts getrunken hat", schreibt Button.

Das über weite Strecken ebenso unterhaltsame wie spannende Buch "Life To The Limit" von Jenson Button gibt's bei Amazon.de (Sponsored) zu bestellen.

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