"Welt zusammengebrochen": Isack Hadjar spricht über Melbourne-Fauxpas
Erst Blamage in Melbourne, dann Podium in Zandvoort: Wie sich Rookie Isack Hadjar zurückgekämpft hat - und warum es nicht der erste Rückschlag in seiner Karriere war
(Motorsport-Total.com) - Racing-Bulls-Pilot Isack Hadjar hat 2025 eine starke Saison gezeigt und beim Großen Preis der Niederlande als Dritter sogar sein erstes Formel-1-Podium gefeiert. Sein Debüt in Melbourne verlief jedoch alles andere als zufriedenstellend: Hadjar krachte schon in der ersten Kurve der Einführungsrunde in die Mauer.
"Für mich ist an diesem Tag meine Welt zusammengebrochen", erinnert sich der Franzose mit algerischen Wurzeln im Red-Bull-Podcast Talking Bull an seine Blamage beim ersten Rennen zurück. "Im Auto waren die Emotionen sehr, sehr hoch."
"Aber ich bin in einem Sport, in dem es nicht so ist, dass du nur alle sechs Monate kämpfen kannst. Man bekommt fünf Tage später die Chance, es wieder gutzumachen. Und da sah ich meine Gelegenheit." Hadjar schaffte es tatsächlich, sich nach dem enttäuschenden Erlebnis schnell zurückzukämpfen.
"Ich dachte mir: 'Okay, ich werde jetzt fünf schmerzhafte Tage haben, in denen ich an diesen Fehler denke, aber ich weiß, dass ich wieder ins Auto steigen und allen zeigen werde, was ich kann'", erinnert sich der letztjährige Racing-Bulls-Pilot, der 2026 für Red Bull fahren wird.
Isack Hadjar holt in Japan die ersten Punkte
"Und zu dieser Jahreszeit hatte ich in China mein bestes Qualifying. Ich habe mich sehr schnell wieder aufgerappelt." Schon im dritten Rennen des Jahres, beim Großen Preis von Japan in Suzuka, holte Hadjar mit dem achten Platz die ersten WM-Punkte seiner Karriere.
"Weißt du, es geht nicht nur um die Punkte, sondern darum, dass es so eine legendäre Strecke ist", grinst er rückblickend. "Ich wollte dort schon immer als Formel-1-Fahrer fahren. Ich habe Simulationen gemacht, ich habe die Rennen geschaut, seit ich ein Kind bin."
"Ich liebe Japan wegen des Essens, der Kultur, der Manga, einfach alles. Also hatte ich eine sehr gute Woche, und dazu meine ersten Punkte in der Formel 1. Es gibt keinen anderen Ort, an dem ich meine ersten Punkte holen wollte. Ich habe es hier geschafft."
Isack Hadjar nutzt zweite Chance in der Formel 2
Schon in seiner Zeit in der Formel 2 hatte Hadjar mehrere Rückschläge zu verkraften, vor allem in der Saison 2023, als er nur den 14. Gesamtrang belegte und sogar begann, an seiner Zukunft zu zweifeln. "Ich glaube, es macht das Ganze heute noch besser, zu wissen, dass ich Red-Bull-Fahrer bin, wenn ich auf diese Saison zurückblicke", sagt er.
"Es gab Momente, in denen man wirklich erkennen musste, dass man es vielleicht nicht schafft, und man beginnt, an sich selbst zu zweifeln, und der Druck ist da", betont der 21-Jährige. "Man ist einen Schritt von der Formel 1 entfernt und hat seine schlechteste Saison im Rennsport."
"Es gab harte Momente, aber ich bin mehr als dankbar für die Unterstützung, die ich hatte, und dass ich diese zweite Chance bekommen habe", blickt der Franzose zurück. "Als ich in die Formel 2 kam, war ich im ersten Jahr sehr zuversichtlich, weil ich eine sehr gute Formel-3-Saison hatte - und in einem Team, das ich kannte."
Hadjar geht "mit viel Druck" in letzte F2-Saison
"Das lief nicht wie geplant", gibt der Red-Bull-Junior zu, der 2024 einen weiteren Anlauf auf den Formel-2-Titel nahm. "Ich erinnere mich, dass ich in die letzte Saison mit viel Druck ging, weil ich dachte: 'Ja, das ist sie. Das ist meine letzte Chance. Wenn es dieses Jahr nicht klappt, muss ich akzeptieren, dass Formel 1 kein Thema mehr ist.?"
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Zwar verpasste Hadjar auch im zweiten Anlauf den Titelerfolg, wurde schlussendlich allerdings Vizemeister und ebnete sich damit seinen Weg in die Königsklasse. Der Rest ist Geschichte: Dank seiner starken Debütsaison steigt der Franzose schon 2026 an die Seite von Max Verstappen zu Red Bull auf.

