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So kann Lando Norris am Sonntag in Katar Formel-1-Weltmeister werden
Lando Norris hat in Katar seinen ersten WM-Matchball, doch dafür muss er Verstappen und Piastri in mehreren Schlüsselszenarien hinter sich halten
(Motorsport-Total.com) - Der Sprint in Katar hat das Titelbild noch einmal klar geschärft. Lando Norris holte im Sprint Rang drei und geht nun mit 396 Punkten in das Hauptrennen. Direkt hinter ihm lauern Teamkollege Oscar Piastri mit 374 Punkten und Max Verstappen mit 371 Punkten. Dadurch bleibt die Situation überschaubar: Sobald Norris von einem der beiden Verfolger geschlagen wird, fällt die Entscheidung erst in Abu Dhabi.
Besonders entscheidend ist die sogenannte Gleichstandsregel. Gegen Verstappen hat Norris einen wichtigen Vorteil, denn im Falle eines Punktegleichstands wäre er aufgrund der höheren Zahl an Siegen und Podestplätzen vorne. Deshalb reichen ihm 25 Punkte Vorsprung vor dem Finale, um uneinholbar für den Niederländer zu sein.
Gegen Piastri ist die Lage deutlich knapper, denn beide liegen bei den Saisonsiegen gleichauf. Sollte es zwischen ihnen zum Punktgleichstand kommen, würde jener vorne liegen, der in Abu Dhabi gewinnt.
Verstappen kann sich keinen Fehler mehr erlauben
Im Duell mit Max Verstappen ist die Lage fast schon komfortabel. Norris muss seinen aktuellen Vorsprung lediglich halten, um sich heute zu krönen. Solange Verstappen keinen Boden gutmacht, ist der Niederländer aus dem WM-Rennen raus denn ein Gleichstand würde ihm durch die schlechteren Saisonresultate nicht reichen.
Gegen Oscar Piastri wird es für Norris ungleich komplizierter. Der Australier liegt zwar 22 Punkte zurück, doch Norris braucht einen Vorsprung von 26 Punkten, um den Titel vorzeitig zu fixieren. Das bedeutet: Wenn Piastri am Sonntag in den Top neun landet, muss Norris zwingend vor ihm ins Ziel kommen und dabei vier Punkte gutmachen.
Nur wenn Piastri Zweiter wird, würde Norris bereits ein Platz vor ihm reichen. Diese Konstellation sorgt dafür, dass der interne McLaren-Kampf heute im Qualifying fast so bedeutsam ist wie der gegen Verstappen.
Piastri zeigt sich selbstbewusst, besonders nach seinem Sprint-Sieg. McLaren-Teamchef Andrea Stella verzichtet bewusst darauf, eine Stallorder einzuführen. "Solange beide Fahrer rechnerisch eine Chance auf den Titel haben, lassen wir ihnen freie Fahrt", sagte er vor dem Wochenende. Damit bleibt das Risiko bestehen, dass sich die beiden McLaren-Piloten im Zweifel gegenseitig Punkte wegnehmen, sofern Verstappen das Ruder im Rennen herumreißen kann.
Es gibt auch ein völlig ungewöhnliches, aber rechnerisch relevantes Szenario: Sollten Norris, Piastri und Verstappen alle drei ohne Punkte bleiben, wäre Verstappen automatisch raus aus dem Titelkampf. Übrig blieben nur die beiden McLaren-Piloten. In diesem Fall würde Norris zwar nicht automatisch Meister werden, aber seine Ausgangslage wäre weiterhin stark.

