Max Verstappen

Max Verstappen
Niederlande

Porträt

(Stand: 8. Januar 2018) Max Verstappen war schon in aller Munde, als er noch gar kein Formel-1-Rennen bestritten hatte. Als Toro Rosso die Verpflichtung des zu diesem Zeitpunkt 16-Jährigen bekanntgab, sorgte sie für einen Sturm der Entrüstung in der Szene. Ohne Führerschein und die Erlaubnis, einen Vertrag zu unterschreiben oder einen Cocktail zu bestellen, startete Verstappen in der Saison 2015 in das Abenteuer Königsklasse. Der Niederländer war der jüngste Formel-1-Pilot aller Zeiten und sorgte für eine faustdicke Überraschung, an die er 2018 bei Red Bull anknüpfen will.

Verstappens Erfahrungshorizont vor der Formel 1 war überschaubar, er wuchs aber an der Rennstrecke auf und saß bereits vor seinem fünften Geburtstag im Kart. In der Folge holte er nationale Titel in den Niederlanden und Belgien, schaffte den Aufstieg in internationale Klassen und wurde 2013 Kart-Weltmeister. Der Weg in den Formelsport war frei: Bei Van Amersfoort startete er im Folgejahr in der Formel-3-EM und wurde auf Anhieb Gesamtdritter mit mehreren Einzelsiegen.

Sein Debüt im Rahmen eines Grand Prix gab Verstappen im Freien Training in Japan 2014. Zu verdanken hat er sein Talent auch Vater Jos, der zwischen 1994 und 2003 in der Formel 1 aktiv war. Er bestritt 106 Rennen und stand zweimal auf dem Podium. Die Karriere seines Sohnes unterstützt er als Berater, Max' Erfolge brachten ihm einen Posten als Red-Bull-Juniorscout. Er war auch derjenige, der als Erziehungsberechtigter den Toro-Rosso-Vertrag des Filius mitunterzeichnete.

In der Formel-1-Premierensaison 2015 führte sich Verstappen prächtig ein. Er machte nicht nur mit spektakulären Überholmanövern von sich reden, sondern holte in jedem zweiten Rennen Punkte. Highlights waren vierte Plätze in Ungarn und den USA, der Tiefpunkt der Monaco-Grand-Prix: Ein selbst verschuldeter, heftiger Unfall bei einem Überholversuch in der Sainte-Devote-Kurve entfachte Diskussionen über seine Reife. Trotzdem weckten die Leistungen Verstappens laut Medienberichten bei Mercedes und Ferrari Begehrlichkeiten.

2016 fuhr er nach vier Grands Prix nicht mehr bei Toro Rosso, sondern bei Red Bull, wo er Daniil Kwjat nach dessen schwachen Leistungen überraschend ersetzte. Auf Anhieb feierte Verstappen in Spanien seinen ersten Formel-1-Sieg und war fortan der umjubelte Shootingstar der Szene. Seine harte Fahrweise, insbesondere bei Spurwechseln in der Anbremszone, rief jedoch viel Kritik hervor und führte sogar zu einer in den Medien als "Verstappen-Regel" bezeichneten FIA-Klarstellung. Er antwortete auf die Schelte mit unbeirrtem Zweikampfstil und Rang fünf in der Gesamtwertung.

Mit einem zunächst unterlegenen und defektanfälligen Auto knüpfte Verstappen 2017 an die Erfolge zunächst nicht an. Er erstarkte jedoch in der zweiten Saisonhälfte und landete zwei Siege und verlängerte vorzeitig seinen Red-Bull-Vertrag bis 2020. Angeblich auch deshalb, weil Mercedes erneut heftig gebuhlt haben soll.

Nicht nur auf der Rennstrecke, auch im Privatleben legte Verstappen als junger Hüpfer ordentlich Tempo vor. Es soll zuletzt Techtelmechtel mit dem Fotomodell Joyce Godefridi, der Hockeyspielerin Maxime Pourquie und der Modebloggerin Roos van der Aa gegeben haben. Zuvor war er länger mit Mikaela Ahlin-Kottulinsky liiert. Die Schwedin ist selbst Rennfahrerin im Audi-TT-Cup. Auch sein Onkel mütterlicherseits, Anthony Kumpen, war Profi-Rennfahrer und in der europäischen sowie der nordamerikanischen NASCAR-Szene aktiv. Seit seinem 18. Geburtstag besitzt Verstappen einen Führerschein. Er hat das Haus seiner Eltern im belgischen Bree Richtung Monaco verlassen.

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