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  • 01. Januar 2016 · 13:26 Uhr

Kevin Magnussen wehrt sich: "Gab keine Ziele von McLaren"

Ex-Pilot Kevin Magnussen wirft McLaren und Ron Dennis im Zuge seiner Entlassung fehlende Klasse vor - Für seine Zeit in Woking ist der junge Däne trotzdem dankbar

(Motorsport-Total.com) - Das verbale Scharmützel zwischen McLaren-Boss Ron Dennis und Ex-Pilot Kevin Magnussen geht in die nächste Runde. Nachdem der Däne am 5. Oktober 2015 - ausgerechnet an seinem Geburtstag - via E-Mail von McLaren abserviert wurde, erklärte Dennis öffentlich, dass Magnussen, der 2014 Stamm- und 2015 Ersatzpilot in Woking war, "jede nur erdenkliche Chance" bekommen, seine Ziele aber schlicht und ergreifend nicht erreicht habe.

Kevin Magnussen, Ron Dennis

Das Verhältnis zwischen Kevin Magnussen und Ron Dennis ist momentan angespannt Zoom Download

Es habe 2014 "sehr klare Ziele" für den jungen Dänen gegeben. "Diese Ziele hat er nicht erreicht", erklärte Dennis im Rahmen des Saisonfinals in Abu Dhabi und ergänzte: "Er weiß selbst ganz genau, dass er in seiner Saison nicht so performt hat, wie er hätte sollen." Gegen die Behauptung, seine Ziele 2014 verpasst zu haben, wehrt sich der heute 23-Jährige nun allerdings entschieden.

"Ich erhielt zu keinem Zeitpunkt irgendwelche spezifischen Ziele", stellt er gegenüber der dänischen Zeitung 'Ekstra Bladet' klar. Magnussen beendete seine Rookiesaison 2014 mit 55 Punkten und einem Podestplatz in seinem ersten Formel-1-Rennen in Melbourne auf Rang elf der Weltmeisterschaft. Sein deutlich erfahrenerer Teamkollege Jenson Button holte mehr als doppelt so viele Zähler.

So machte McLaren 2015 schließlich mit Button weiter und verpflichtete Fernando Alonso als zweiten Piloten. Für Magnussen brach nach dem Verlust seines Cockpits eine Welt zusammen, doch mittlerweile ist er darüber hinweg. "Es ist die Formel 1 und eine harte Welt. Wenn du damit nicht klarkommst, dann musst du etwas anderes finden. Man hätte es mit etwas mehr Klasse erledigen können, aber was soll's. Es ist mir egal", so der Däne.


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Im Hinblick auf die Zeit kurz vor seiner Entlassung im Herbst 2015 erklärt er: "Mir war bereits seit einiger Zeit klar, dass man keinen Fahrer entlassen würde. Aber ich wusste nicht, ob einer von ihnen vielleicht zurücktritt. In diesem Fall hätte ich wieder Chancen auf ein Cockpit gehabt." Daher habe er bis zu der besagten E-Mail von Dennis' Assistentin Justine Bowen nicht gewusst, wie es mit ihm weitergeht.

"Ich erhielt zu keinem Zeitpunkt irgendwelche spezifischen Ziele."Kevin Magnussen
"Es passierten einige Dinge, so viel kann ich verraten. Es wäre nicht fair, über die Details zu sprechen, aber es war ein interessanter Monat", erklärt Magnussen, der seine Entlassung in gewisser Weise sogar "cool" findet. "Dadurch konnte ich einen Strich darunter machen", erklärt der Sohn von Ex-Formel-1-Pilot Jan Magnussen. Momentan sieht sich der Däne nach neuen Aufgaben um.

Seine Zeit in Woking sieht er trotz des unschönen Abgangs insgesamt aber trotzdem recht positiv. "Ich habe gelernt, die Sprache der Formel 1 zu sprechen. Wie man mit den Ingenieuren spricht, was sie hören wollen. Ich muss McLaren daher für vieles danken", erklärt Magnussen. Dementsprechend findet er es auch "schade, dass es so zu Ende gegangen ist."

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