• 25. November 2017 · 19:50 Uhr

Felipe Massa: "Renault und Force India sind besser als wir"

Williams-Pilot Felipe Massa will im letzten Rennen seiner Formel-1-Karriere noch einmal alles geben wie im Qualifying - Teamkollege Lance Stroll hadert

(Motorsport-Total.com) - Felipe Massa nimmt das letzte Rennen seiner Formel-1-Karriere von einem Top-10-Startplatz unter die Räder. Im Qualifying zum Grand Prix von Abu Dhabi, dem Saisonfinale 2017, schaffte Massa mit seinem Williams den Einzug ins Q3. Dort schloss er als Zehnter ab, nachdem er im Vergleich zu seiner Q2-Zeit noch einmal 0,015 Sekunden abgefeilt hat. Mehr war nach Aussage des baldigen Formel-1-Rentners nicht drin.

Felipe Massa

Felipe Massa kämpfte sich in seinem letzten Qualifying auf Startplatz zehn Zoom Download

"Ich habe das Beste aus dem Auto geholt und bin zufrieden mit meiner Runde. Ich weiß nicht, wie ich es bis ins Q3 geschafft habe. Ich war am Limit. Es war eine fast perfekte Runde. Wir sind nur Zehnter, aber das ist das Beste, was ich heute erreichen konnte", betont Massa und hält zufrieden fest: "Ich finde, das ist eine gute Art, sich zu verabschieden: Man hört mit einer guten Runde und einem guten Rennen auf und holt das Beste heraus. Ich freue mich, dass ich mich erhobenen Hauptes und auf einem konkurrenzfähigen Level verabschieden kann."

Dass mehr als Startplatz zehn nicht möglich war, erklärt Massa mit dem nicht perfekten Zusammenspiel des Williams FW40 mit den aktuellen Pirelli-Reifen: "Wir haben das Problem, dass die Hinterreifen schnell Temperatur verlieren. Das Problem haben wir bei Williams schon recht lang. Wenn man mit den Pirellis aber anfängt, die Hinterreifen aufzuwärmen, dann verliert man nur an Grip. Deswegen rutschen wir mehr als andere. Das passiert vor allem in den schnellen Kurven. Hier ist es beginnend mit Kurve 11 am schlimmsten."


Fotos: Williams, Großer Preis von Abu Dhabi


"Ich würde sagen, in Brasilien war das Auto etwas konkurrenzfähiger als hier", meint Massa im Rückblick auf das vergangene Rennwochenende und stellt vor seinem letzten Start heraus: "Renault und Force India sind hier besser als wir. Wir sind aber trotzdem dabei und können kämpfen." Renault-Pilot Nico Hülkenberg (7.) sowie die Force-India-Piloten Sergio Perez (8.) und Esteban Ocon (9.) starten direkt vor Massa, Carlos Sainz Jr. (Renault; 12.) aber hinter dem Williams-Piloten.

Felipe Massa

Für seinen Einsatz bekommt Massa Lob von Williams-Technikchef Paddy Lowe Zoom Download

Williams-Technikchef Paddy Lowe lobt Massa für dessen Leistung ausdrücklich. "Er setzte sich ins Auto und hat meiner Meinung nach den perfekten Job erledigt. Q3 zu erreichen, war echt schwierig. Aber er hat es geschafft mit einer fantastischen Runde, die beiden McLaren in Schach zu halten. Mit seiner Runde war er sehr zufrieden und wir auch. Ich glaube, das war das Maximum, was heute möglich war."

Massas Teamkollege Lance Stroll fiel es am Samstag deutlich schwerer, eine gute Runde hinzulegen. Der Kanadier schaffte es gerade so ins Q2, war dort aber der langsamste der 15 Fahrer. Ergo geht der 19-Jährige von Startplatz 15 ins letzte Rennen seiner Rookie-Saison.

Stroll hadert mit Blance und Motorennachteil

"Ich habe viele Fehler gemacht", bekennt Stroll und geht ins Detail: "Die richtige Balance zu finden und der richtige Umgang mit den Reifen sind etwas, womit ich mich an diesem Wochenende schwer tue. Hinzu kommt, dass wir einen Nachteil auf Motorenseite haben. Weil uns in Brasilien eine Antriebseinheit kaputt gegangen ist, müssen wir hier mit einer älteren fahren. Das kostest auch nochmal ein paar Zehntelsekunden. So kommt einiges zusammen, aber grundsätzlich vermisse ich an diesem Wochenende einfach das richtige Gefühl im Auto."

Lance Stroll

Abu Dhabi ist bislang nicht das Wochenende des Lance Stroll Zoom Download

"Die Qualifyings waren in dieser Saison nicht unbedingt meine Stärke", spricht Stroll das Williams-interne Duell an, das mit 17:2 klar zu Gunsten von Massa ausging (alle Qualifying-Duelle 2017 im Überblick). "In den Rennen aber lief es für mich meist besser und ich habe es geschafft, einen guten Rhythmus zu finden", so der Youngster, der auch 2018 für Williams fahren wird und sich dann speziell auf dem Gebiet des Qualifyings steigern will.

"Er erlebt bislang ein schwieriges Wochenende", bestätigt Technikchef Lowe in Bezug auf Stroll und hat Nachsicht: "Bei den Temperaturveränderungen hier und der Art und Weise, wie die Reifen darauf reagieren, fällt es schwer, alle drei Sektoren sauber hinzukriegen. Fehler sind da sehr schnell passiert. Er hat es in Q2 einfach nicht geschafft, die Runden so hinzukriegen, wie er sich das vorgestellt hatte."

Mit Blick auf den von Stroll erwähnten Motorennachteil lässt sich Lowe nicht in die Karten blicken. "Ja, es gibt hier einen Unterschied zwischen den Motoren. Das würde den Abstand zwischen unseren Fahrern erklären, aber ich sage nicht, wie viel es ausmacht", so der Williams-Technikchef.

Massa jedenfalls, der fünf Plätze vor Stroll startet, ist vor seinem letzten Formel-1-Rennen guter Dinge und lässt abschließend wissen: "Ich will Spaß haben. Ich habe nichts zu verlieren und kann alles riskieren. Ich hoffe, ich kann das Rennen genauso genießen wie das in Brasilien."

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